Cabrio-Special 2011
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Erster Test Peugeot 207 CC

Erster Test: Peugeot 207 CC

Neuer Wind

08.03.2007

Offen für Neues - im wahrsten Wortsinn - war Peugeot, als sie im Jahr 2000 den 206 CC vorstellten: Das erste, preiswerte Coupé-Cabriolet. Und mit dem Dach gingen auch die Portemonnaies der Kundschaft auf, 100.000 Einheiten haben die Franzosen in Deutschland unters sonnenhungrige Volk gebracht - 35.000 mehr als im Mutterland. Die Messlatte liegt hoch, für den 207 CC, der seinen Vorgänger nicht nur beerben, sondern übertreffen soll.

Zwanzig Zentimeter mehr an Außenlänge verhelfen den Insassen zu deutlich mehr Freiheit. Wie der geschlossene 207 misst auch der CC knapp über vier Metern. Fahrer und Beifahrer sitzen auf den serienmäßigen Sportsitzen deutlich luftiger als im Vorgänger, Schenkelauflage und Lendenwirbelstütze sind aber zu gering. Die zweite Reihe ist nach wie vor nur als Anspielung auf eine Sitzbank zu verstehen.

Galerie: Erster Test Peugeot 207 CCDer Materialmix schwankt zwischen sehr angenehm und verbesserungsfähig - vor allem den Chromringen an den Rundinstrumenten sieht man an, dass sie im Sonderangebot waren. Blickt man über solche Kleinigkeiten hinweg, bietet der 207 CC ein deutlich angenehmeres Ambiente als noch sein Vorgänger.

Vollautomatisch

Galerie: Erster Test Peugeot 207 CCDie für passionierte Oben-ohne-Fahrer wohl bedeutendste Neuerung ist das nun vollautomatische Klappdach. Musste man den Mechanismus bislang noch händisch entriegeln, genügt jetzt ein einfacher Tastendruck. In 25 Sekunden vollzieht der Peugeot die Metamorphose vom Coupé zum Cabriolet.

Im geschlossenen Zustand hat das Kofferraumvolumen um 50 Liter gegenüber dem 206 zugelegt, offen dagegen ist es geringfügig geschrumpft. Grund ist vor allem die Rückkehr vom Tirefit zu einem echten Notrad. In Zahlen ausgedrückt heißt das: offen 145 Liter, geschlossen 370 Liter Stauraum. Bei geöffnetem Dach bleibt allerdings nur ein kleiner Spalt zum beladen.

Aufgedreht

Galerie: Erster Test Peugeot 207 CCAls Basis-Benziner fungiert ein 120 PS mobilisierender 1,6-Liter-Vierzylinder. Klingt ausreichend, doch das Aggregat muss rund 1,4 Tonnen bewegen - 200 Kilogramm mehr, als der Vorgänger auf die Waage brachte. Die Leistung liegt erst bei hohen 6.000 Touren an, auch die 160 Newtonmeter warten bis 4.250 Umdrehungen, bevor sie wirken.

Ergo: Der Motor will drehen, drehen, drehen. Das er dabei klingt wie ein erkälteter Staubsauger darf einen nicht stören. Immerhin geht es so einigermaßen flott und sportlich voran. Die häufig notwendigen Gangwechsel erfolgen per manuellem Fünfganggetriebe, das hin und wieder etwas störrisch reagiert.

Angenehm

Galerie: Erster Test Peugeot 207 CCAls angenehmer erweist sich der ebenfalls 1,6-Liter große Selbstzünder. Zwar entlockt er seinen vier Brennkammern nur 109 PS, schickt aber bereits bei 1.750 Touren 240 Newtonmeter an die Vorderräder. Eine Overboost-Funktion steigert die Kraft kurzeitig auf 260 Newtonmeter.

Brav zieht der HDi von unten heraus an und ist deutlich elastischer als der Otto. Ein Beispiel: der Zwischensprint von 80 auf 120 km/h im vierten Gang dauert beim Benziner 11,5 Sekunden, der HDi schafft’s in nur 9,3. Mit insgesamt 5,2 Liter Durchschnittsverbrauch ist der Selbstzünder zudem sparsam (136 Gramm CO2 je Kilometer).

Straff

Galerie: Erster Test Peugeot 207 CCRichtig zugelegt hat der 207 CC in Sachen Fahrwerk. Sportlich straff abgestimmt und mit versteifter Karosserie befürwortet das Fahrwerk (vorne mit McPherson-Federbeinen) die flotte Gangart. Dass der Peugeot dabei eher zum Untersteuern neigt, überrascht nicht. Das serienmäßige ESP hat den 207 CC aber sicher im Griff.

Vom Prinzip her ist auch die elektrische Servolenkung eine gute Sache. Zum einen spart sie Energie, da der Hilfsmotor nur im Bedarfsfall eingreift, und die Hydraulikpumpe nicht ständig mitläuft. Zum anderen ist sie beim Rangieren und bei langsamer Fahrt sehr leichtgängig. Je schneller man fährt, desto straffer wird sie. Allerdings ist sie auf der Autobahn in der Mittellage zu ungenau.

Happig

Galerie: Erster Test Peugeot 207 CCMit elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, elektrischen Fensterhebern rundum und Nebelscheinwerfern hat Peugeot dem 207 CC in der Basislinie das Nötigste mitgegeben. Ein Radio kostet 510 Euro Aufpreis, die Klimaanlage 1.130 Euro. Dabei ist der kleinste 207 CC mit 18.950 Euro schon kein Schnäppchen mehr.

Richtig teuer wird der Diesel in der höchsten Platinum-Ausstattung: 24.750 bucht Peugeot ab. Dafür sind dann unter anderem das statische Kurvenlicht, Klimaautomatik und Reifendrucksensoren mit an Bord. Für 360 Euro gibt’s eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, das Navi belastet das Budget mit 2.460 Euro.

Fazit

Klein, offen und teuer: Der Peugeot 207 CC hat in allen Bereichen zugelegt - Größe, Qualität und Preis. Mit dem angenehm zu fahrenden Diesel kostet er über 1.000 Euro mehr als der Vorgänger. Dafür sorgt das Aggregat für Fahrspaß und schont Umwelt und Geldbeutel mit niedrigem Verbrauch. Fahrer und Beifahrer sitzen deutlich angenehmer als im 206 CC. Wer Benziner fahren will hat die Wahl zwischen dem getesteten 120 PS-Aggregat oder einem 150-PS-Turbo. Verkaufsstart ist der 10. März.

 
4
43

Gebrauchtwagen-Kaufberater

Sie suchen einen Gebrauchten? Unsere Kaufberater sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Traumwagen achten müssen.

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

Frage der Woche

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.