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Galerie: Erster Test Peugeot 207

Erster Test: Peugeot 207

Der Kleine wird erwachsen

29.03.2006

Nach knapp acht Jahren und fünf Millionen produzierten 206 heißt Peugeot nun ein neues Familienmitglied in der 07-Generation willkommen. Und der neue 207 soll mehr sein, als nur ein Nachfolgemodell. Man möchte mit den ebenfalls komplett neuen Konkurrenten Renault Clio und Fiat Grande Punto nicht nur gleichziehen, sondern diese überholen. Wir haben den beliebten 109 PS-Benziner getestet.

Wachstumsrate

Der 207 hat ordentlich zugelegt. In alle Richtungen. Er ist nicht nur 20 Zentimeter länger, zehn Zentimeter breiter und fünf Zentimeter höher geworden, sondern hat mit 150 Kilogramm Zusatzgewicht auch deutlich mehr Speck auf den Rippen als sein Vorgänger. Damit befindet er sich in bester Gesellschaft, denn alle seine Konkurrenten haben ähnlich zugelegt. Welche Folgen das für die Alltagstauglichkeit und die Fahrdynamik hat, wird unsere Probefahrt in den engen mallorquinischen Städtchen und auf kurvenreichen Küstenstraßen zeigen.

Familien-Typ

Galerie: Erster Test Peugeot 207Der Stammbaum des 207 ist schon auf den ersten Blick offensichtlich. Das breitmaulige Gesicht mit den spitzen, nach hinten gezogenen Augen eindeutig ein Peugeot. Aber welcher? Die Grundform erinnert an den großen Bruder 307, die Seitenlinien an den Vorgänger. Für die Front hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen: es gibt zwei unterschiedliche Hauben und Grilldesigns. Die dezente Nase mit einfach gestaltetem Grill für die Basis-Modelle Filou und Tendance, sowie die über den feiner ausgeführten, chromgeschmückten Grill überlappende Sport- und Platinum-Nase.

Galerie: Erster Test Peugeot 207Auch der Innenraum rückt deutlich näher an den 307 heran, kann in Details sogar überholen. Die Qualitätsanmutung ist gut, das neu gestaltete Cockpit macht einen sportlichen, modernen Eindruck. Lediglich die dicken, verchromten Skaleneinfassungen wirken etwas gewollt. Im Innenraum spiegeln sich auch die neuen Außenmaße wieder: das Raumgefühl ist erstaunlich großzügig, hier liegen Welten zwischen dem 207 und seinem Vorgänger. Selbst für Freunde technischer Spielereien hat der Neue einiges zu bieten: so gibt es einen integrierten Duftspender (ab Tendence-Ausstattung), ein großes Panorama-Dach und Gurt-Status-Anzeigen für alle Sitzplätze.

Gewachsene Ansprüche

Galerie: Erster Test Peugeot 207Zum Verkaufsstart am 8.Mai wird der 207 lediglich in drei Motorvarianten angeboten. Zwei Benziner mit 88 bzw. 109 PS und ein Dieselaggregat mit ebenfalls 109 PS und Rußpartikelfilter stehen zur Wahl. Erst im Herbst folgen dann der Einstiegsbenziner mit 73 PS und zwei aus der Kooperation mit BMW hervorgegangene Benzin-Direkteinspritzer mit 115 bzw. 150 PS. Ein weiterer Diesel ist augenblicklich für den deutschen Markt nicht vorgesehen.

Der 207 hat zugenommen. Um die knapp 1.300 Kilo Leergewicht plus Zuladung zügig durch die Berge zu bewegen, bedarf es schon einiger Leistung. Die wird vom aus dem 206 bekannten 1,6-Liter Benziner geliefert. Ob das dem Einstiegsmotor mit nur 75 PS genauso gelingen wird, bleibt offen. Das Fahrwerk wurde etwas straffer abgestimmt und die bei niedrigen Geschwindigkeiten sehr leichtgängige Lenkung ist genauer, weil direkter. Lediglich die stark kopflastige Gewichtsverteilung macht dem Fahrzeug in engen, schnell angefahrenen Kurven etwas zu schaffen.

Preisentwicklung

Galerie: Erster Test Peugeot 207Ab Anfang Mai kann der 207 bestellt werden - auch mit den im Herbst erscheinenden Motorvarianten. Der Einstiegspreis für den 75 PS-Filou beträgt 11.650 Euro; der Diesel kostet mindestens 14.850 Euro. Dafür bekommt man Front- und Seitenairbags, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und Servolenkung. Serienmäßiges ESP und Klimaanlage ist den höheren Ausstattungslinien vorbehalten. Die für fast alle Varianten erhältliche fünftürige Version gibt es für einen Aufschlag von 700 Euro.

Fazit

Der Peugeot 207 ist den Kinderschuhen entwachsen und kann sich mit breiten Schultern seinen Konkurrenten stellen. In allen Belangen sind Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger auszumachen. Auf den SW und das für die erste Hälfte des nächsten Jahres erwartete 207 Klappdachcabrio darf man gespannt sein. Schade nur, dass es augenblicklich mehr Duftrichtungen als Motorvarianten gibt - hier sollte Peugeot mindestens einen weiteren Diesel nachlegen.

Galerie: Erster Test Peugeot 207

 
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