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Galerie: Erster Test Peugeot 208 GTi

Erster Test: Peugeot 208 GTi

Auch Peugeot kann GTI

04.04.2013

Klein, knuffig und mit Schmackes - der neue Peugeot 208 GTi zeigt, dass er ein wahrer Vertreter der kleinen, aber leistungsstarken Bonsai-Muskelmänner ist. Den Motor leiht er sich dagegen vom größeren Bruder RCZ.

Wo der VW Polo GTI und seine Konzernbrüder mit 180 PS aufwarten, bietet der Herausforderer 20 PS mehr. Damit liegt der Peugeot 208 GTI ungefähr auf dem Leistungsniveau von Mini Cooper Works, Opel Corsa OPC, Renault Clio RS oder Citroen DS3 Racing.

Alles gestrafft

Fahrwerk, Lenkung, Bremsanlage sowie Federung des Kraftpakets wurden im Vergleich zu den zivilen Modellen des 208 überarbeitet und an die sportlichen Vorgaben sowie an den GTi-Anspruch angepasst. Eine McPherson-Vorderachse, eine Verbundlenkerachse hinten sowie eine speziell abgestimmte Feder-Dämpfer-Einheit gehören beim 208 GTi zum Serienumfang.

Die Lenkung agiert deutlich direkter, bei der Dämpfung haben die Ingenieure die Stellschrauben ganz schön angezogen, so dass der Kraftprotz ziemlich ungefiltert jede Bodenwellen oder Straßenunebenheit an die Insassen weitergibt. Die straff gepolsterten und guten Halt gebenden Sportsitze können die Stöße nur ein wenig abmildern. Aber wer einen GTi sein Eigen nennt, will ja auch kein Weichei sein, sondern seine sportliche Affinität zur Schau stellen sowie fahrerisch unter Beweis stellen.

Sportoptik

Galerie: Erster Test Peugeot 208 GTiFür die Optik sorgen unter anderem zweifarbige 17-Zoll-Leichtmetall-Felgen, rot lackierte vordere und hintere Bremssättel, Frontgrill in Schachbrettmuster sowie das GTi-Logo auf dem Kofferraum und hinter den Seitenscheiben. Selbstverständlich verfügt der Dreitürer über das in dieser Klasse unverzichtbare, gut sichtbare verchromte Doppelauspuffendrohr sowie über verbreiterte Kotflügel. Im Innenraum setzen Einstiegsleisten und Pedale in Aluminium, das unten abgeflachte Lederlenkrad mit GTi-Logo, eine LED-Umrandung der Instrumente in Rot sowie rote Applikationen auf Schaltknauf und Sicherheitsgurten sportive Akzente.

Das beim 208 etwas tiefer positionierte und handliche Lenkrad passt gut zur Charakteristik des Muskelmanns. Zumindest nicht zu lange Fahrer finden eine fahraktive Lenkhaltung. Die Sicht auf die Instrumente und hier besonders auf den digitalen Tacho ist gegeben. Regelmäßig einen Blick auf die Geschwindigkeitsangabe zu werfen, ist übrigens hilfreich, will man halbwegs im Einklang mit rechtlichen Straßenverkehrsvorgaben bleiben.

Schnellstart

Galerie: Erster Test Peugeot 208 GTiDenn der 1,6-Liter-Turbo spurtet mit 275 Newtonmeter Drehmoment bei 1.700 Umdrehungen sofort los, die Gänge flutschen leicht durch die Schaltkulisse, und bevor man den ersten Blick auf den Tacho riskiert, ist man jenseits der 100-er Marke. Dass der Standardspurt in 6,8 Sekunden zu bewältigen ist, glaubt man sofort und die versprochenen 230 km/h Vmax sind auch kein Problem.

Kurven bremsen den 208 GTi in seinem Beschleunigungswillen ein, doch der Fahrspaß nimmt zu. Denn der Franzose ist ein klassischer Kurvenräuber, seine handlichen Abmessungen kommen dem nur knapp vier Meter langen Fahrzeug auch auf schmalen, mäandernden Gebirgsstraßen zugute. Falls man doch etwas schneller zum Stehen kommen muss: Die vorderen und hinteren Bremsscheiben sehen aufgrund ihrer roten Lackierung nicht nur gut aus, sondern verzögern auch kraftvoll.

Satter Sound fehlt

Was ein wenig fehlt ist ein satter Sound. Nicht das er komplett abgängig wäre, er macht sich aber nur bei hohen Drehzahlen im Innenraum und somit im Gehörgang des Fahrers bemerkbar. Selbst ein 208 GTi-Fahrer fährt aber nicht immer unter Volllast.

Galerie: Erster Test Peugeot 208 GTiApropos Volllast: Ist man artgerecht, das heißt sportlich, mit dem Bonsai-Kracher unterwegs, liegt der Verbrauch bei zehn Litern und mehr. Der angegebene Durchschnittsverbrauch von 5,9 Litern ist hier ganz unwidersprochen ein theoretischer Wert und gut fürs ökologische Gewissen.

Preislich gibt sich der ab 22.900 Euro erhältliche 208 GTi eher zurückhaltend und bietet trotzdem ein umfangreiches Komfortangebot. Er basiert auf dem höchsten Ausstattungsniveau Allure, das unter anderem mit Zweizonen-Klimaautomatik, Geschwindigkeitsregelanlage und 7-Zoll-Touchscreen aufwartet. Dazu kommen noch Parksensoren, elektrisch anklappbare Außenspiegel sowie Sitzheizung.

 
Fazit
 

Mit dem 208 GTi hat Peugeot nicht nur namenstechnisch eine echte Alternative zu Polo GTI und Co. im Angebot. Mit 200 PS spielt der Franzose in der oberen Liga der Kleinsportler mit und macht dementsprechend viel Spaß. Dass das den Verbrauch in die Höhe treibt, ist verständlich; der Basispreis ist dagegen durchaus angemessen.

Natürlich offerieren auch die Franzosen weitere Optionen, mehr Geld zu investieren. So gibt es gegen Aufpreis statisches Kurvenlicht, Aufkleber für Dach und Motorhaube, Metallic-Sonderlackierungen sowie ein Navigationssystem und einen Einparkassistenten. Ob man bei der eiligen Kurvenhatz allerdings Zeit hat, die Außenwelt durch das ebenfalls optionale Panoramaglasdach zu bewundern, sei dahingestellt. (mg/sp-x)
 
 
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