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Galerie: Erster Test Peugeot 308

Erster Test: Peugeot 308

Endlich beschwerdefrei?

25.09.2007

Verwechselbar: Mit dem neuen Peugeot 308 setzen die Franzosen ihre Designlinie fort. Und zwar so exakt, dass der Laie den 308 auf den ersten Blick gar nicht vom Vorgänger und dem kleineren Bruder 207 unterscheiden kann. Unter dem Blechkleid stecken jedoch zahlreiche Verbesserungen, die eine Mängelserie wie beim 307 verhindern sollen.

Der Peugeot 308 bleibt nicht nur optisch seinem Vorgänger verbunden, auch technisch basiert er auf dem 307. Mit deutlichen Verbesserungen wohl gemerkt, schließlich war der 307 von vielen Mängeln (vor allem an ABS/ESP und Elektronik) geplagt. Bei gleich gebliebenem Radstand misst der 308 gut sechs Zentimeter mehr (insgesamt 4,28 Meter). Die längeren Überhänge zollen den Tribut an den Fußgängerschutz.

Zwei Gesichter

Galerie: Erster Test Peugeot 308Wie der 207 - und auch so mancher Mitbewerber - ist der 308 mit zwei Frontpartien zu haben. Die beiden günstigeren Editionen „Filou“ und „Tendance“ fahren mit klassischem Gesicht vor, die höherwertigen Ausstattungen „Sport“, „Sport Plus“ und „Platinum“ ziert eine markantere Front mit Grill in Alu-Optik und gepfeilter Nase. Nach wie vor ist der französische Golf-Gegner als Drei- oder Fünftürer erhältlich.

Galerie: Erster Test Peugeot 308Der Innenraum wirkt deutlich luftiger als bisher. Das optionale Panaromaglasdach sorgt für noch mehr gefühlte Freiheit. Fahrer und Beifahrer sitzen auf straffem Gestühl und kommen sich nicht zu nahe. Auch in Sachen Materialqualität und Verarbeitung hat Peugeot aufgeholt: Die unterschäumten Kunststoffe beispielsweise sorgen für bessere Haptik.

Mit 348 Liter Kofferraumvolumen liegt der Franzose im Klassendurchschnitt, bei umgeklappter Rückbank fasst er 1.201 Liter. Der Weg zur ebenen Ladefläche ist allerdings mühsam, Sitzflächen und Kopfstützen müssen erst weggeklappt beziehungsweise ausgebaut werden.

Benziner mit BMW…

Galerie: Erster Test Peugeot 308Motorenseitig profitiert auch der 308 von der Kooperation mit BMW, alle drei angebotenen Benziner wurden zusammen mit den Münchnern entwickelt und kommen auch im 207 und im Mini zum Einsatz. Basis ist der 95 PS starke 1,4-Liter-Vierzylinder mit Fünfgang-Schaltgetriebe.

Den größeren 1.6er gibt es in zwei Leistungsstufen: Als 120 PS-Sauger, der mit 6,7 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer nur unwesentlich mehr verbraucht als sein kleiner Bruder (6,5 Liter) und als Turbo-Version mit starken 150 PS. Bei beiden Motorisierungen kann das manuelle Getriebe durch eine Vierstufen-Automatik ersetzt werden, dem Turbo kostet diese allerdings satte zehn PS.

… Diesel mit Ford

Galerie: Erster Test Peugeot 308Ergänzt wird die Palette um zwei Dieselaggregate aus einer Kooperation mit Ford - ebenfalls in drei Leistungsstufen erhältlich. Der 1,6 HDi leistet wahlweise 90 oder 109 PS, beide Versionen sollen sich mit 4,7 Litern im Durchschnitt zufrieden geben. Der 2,0 HDi entwickelt 136 PS sowie 320 Newtonmeter und ist mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe oder alternativ mit einer Sechsstufen-Automatik kombinierbar. Den Verbrauch beziffert Peugeot mit niedrigen 5,5 Litern, die Automatikversion dagegen soll unverständlich hohe 6,8 Liter brauchen.

Meistverkauftes Aggregat dürfte der mittlere Selbstzünder werden, und das nicht zu Unrecht. Er zieht gleichmäßig vom Stand weg durch und beschleunigt den 1,4 Tonnen schweren 308 in 11,3 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei ausreichenden 191 km/h. Der stärkere Zweiliter-Diesel braucht für den Standardsprint zwar nur 10,1 Sekunden, doch der gefühlte Unterschied ist marginal. Er lohnt sich höchstens wegen des sechsten Gangs.

Ungenaue Schaltung

Galerie: Erster Test Peugeot 308Egal ob fünf oder sechs Gänge, das Getriebe schreit nach Nachbesserung. Stoisch halten die Franzosen an schwammigen, ungenauen Schaltboxen fest. Auch die langen Gassen dürfen ruhig etwas verkürzt werden. Die elektrohydraulische Servolenkung vermittelt zwar guten Kontakt zur Fahrbahn, doch auch sie könnte etwas präziser arbeiten.

Die Fahrwerksingenieure haben gegenüber dem 307 umfangreiche Verbesserungen vorgenommen. Insgesamt wirkt der 308 straffer und ausgewogener. Dazu tragen auch die breitere Spur und der steifere Vorderbau bei. Allerdings zeigt der Franzose bei flotter Kurvenfahrt immer noch deutliche Seitenneigung. Das Untersteuern hingegen wurde eingedämmt, serienmäßig haben alle 308 ESP an Bord.

Viele Komfortextras

Galerie: Erster Test Peugeot 308Zur weiteren Serienausstattung der Basislinie „Filou“ zählen unter anderem sieben Airbags, elektrische Fensterheber vorn sowie elektrisch einstellbare Außenspiegel. So bestückt kostet der 308 mit dem kleinen Benziner 14.950 Euro und 17.150 Euro mit dem 90-PS-Diesel. Die fünftürigen Versionen kosten jeweils 800 Euro Aufpreis.

Kaufwillige sollten die 1.650 Euro Aufpreis für die nächsthöhere Linie „Tendance“ investieren. Dann sind ein MP3-fähiges CD-Radio, die manuelle Klimaanlage und Nebelscheinwerfer mit an Bord. Alle drei weiteren Varianten warten mit zusätzlichen Komfortextras bis hin zu mitlenkenden Bi-Xenon-Leuchten auf. Der stärkste Diesel mit Automatik und fünf Türen kostet dann aber schon 27.350 Euro.

Fazit

Nicht komplett neu, aber in vielen Dingen verbessert tritt der Peugeot 308 an, dem Golf das Fürchten zu lehren. Das gute Platzangebot und die günstigen Preise sind geblieben, hinzu kommen nun das überarbeitete Fahrwerk, eine bessere Verarbeitung und höherwertige Materialien. Bleibt zu hoffen, dass der 308 von den zahlreichen Rückrufen und Serviceaktionen des 307 verschont bleibt.

 
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