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Galerie: Erster Test Peugeot 4007

Erster Test: Peugeot 4007

Der Löwe fürs Grobe

25.07.2007

Peugeot hat mit dem 4007 sein erstes SUV vorgestellt. Der Hersteller mit dem Löwen-Logo will damit einen Hauch von Abenteuer in den automobilen Alltag bringen und auf dem großen Markt der vermeintlichen Geländewagen wildern.

Auffälligstes Merkmal des neuen Peugeot 4007 ist das weit aufgerissene Löwenmaul an der Front. Bis auf kleine Feinheiten ist es aber auch das einzige von Peugeot selbst stammende Merkmal. Entwickelt und gebaut wird das SUV wie auch der Bruder Citroën C-Crosser bei Mitsubishi.

Betrachtet man die Tatsache, dass die Entscheidung für das SUV in Paris erst vor zwei Jahren gefällt wurde, überrascht es kaum, dass der 4007 dem Mitsubishi Outlander fast wie ein Zwilling gleicht. Viel Mitsprachemöglichkeit und Raum zur Individualisierung war in Anbetracht der kurzen Zeit nicht möglich. Schließlich hinken die drei Hersteller dem SUV-Markt ohnehin schon hinterher.

Praktisches Interieur

Galerie: Erster Test Peugeot 4007Im praktisch gestalteten Innenraum fällt einzig das von Peugeot verbaute Lenkrad als französisches Beiwerk auf. Die Anzeigen sind übersichtlich angeordnet, die Bedienung ist selbst erklärend. Die zahlreichen Ablagen konnten schon bei den beiden Brüdern überzeugen: Sie bieten viel Platz für Kleinkram.

Wie Mitsubishi und Citroën verfügt auch der 4007 optional über eine dritte Sitzreihe. Die beiden ausklappbaren Sitze erinnern aber eher an ein Feldlager denn an bequeme Sessel. Werden sie nicht benötigt, lassen sie sich eben im Kofferraumboden versenken. Zusammen mit der elektrisch umklappbaren zweiten Sitzbank lässt sich das Ladevolumen auf maximal 1.686 Liter erweitern. Manko: Die Zuladung beträgt gerade mal 620 Kilogramm.

Bewährter Allradantrieb

Galerie: Erster Test Peugeot 4007Serienmäßig verfügt auch der 4007 über den von Mitsubishi entwickelten Allradantrieb mit drei Modi. Für den alltäglichen Gebrauch auf festen Straßen ist der reine Vorderradantrieb gedacht. Der spart Sprit und schont die Reifen.

In der 4WD-Stellung übernimmt eine elektronisch geregelte Lammelenkupplung die Kraftaufteilung zwischen den Achsen und leitet je nach Bedarf bis zu 50 Prozent des Drehmoments an die Hinterachse. Der Lock-Modus kommt nur auf schlechtem, rutschigem Untergrund zum Einsatz und sorgt für eine feste, gleichmäßige Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse.

Kultivierter Diesel

Galerie: Erster Test Peugeot 4007Anders als Mitsubishi setzen Peugeot und Citroën auf einen stärkeren Dieselmotor. Die Japaner kaufen bei VW einen 140 PS Selbstzünder ein, der 4007 wird von einem 156 PS starken PSA-Diesel angetrieben. Ohne Anfahrloch setzt der Vierzylinder den Franzosen in Bewegung und beschleunigt ihn in zehn Sekunden auf Tempo 100. Bei 2.000 Touren stehen maximal 380 Newtonmeter zur Verfügung.

Gegenüber dem Pumpe-Düse-Diesel im Mitsubishi überzeugt das PSA-Aggregat durch seinen ruhigen Lauf dank Common-Rail-Technik. Kultiviert und drehfreudig beschleunigt der Motor den 4007 auf maximal 200 km/h. Den Normverbrauch gibt Peugeot mit - für ein SUV sparsamen - 7,2 Litern je 100 Kilometer an.

Galerie: Erster Test Peugeot 4007Alternativ hat auch Peugeot einen 170 PS starken 2,4-Liter-Benziner im Programm, der noch aus der Kooperation zwischen DaimlerChrysler und Mitsubishi stammt. Dem optional mit einem stufenlosen Automatikgetriebe erhältlichen Ottomotor werden aber lediglich zehn Prozent Verkaufsanteil vorhergesagt.

Komfortables SUV

Wie seine Brüder erweist sich auch der 4007 als angenehmes Reisegefährt. Das auf Komfort getrimmte Fahrwerk bügelt Unebenheiten bravourös glatt. In schnellen Kurven zeigt das SUV eine spürbare Seitenneigung, was bei 1,67 Meter Höhe nicht verwundert. Während die leichtgängige Lenkung bei langsamem Tempo etwas gefühllos wirkt, vermittelt sie dem Fahrer bei flotter Fahrt guten Kontakt zur Fahrbahn.

Galerie: Erster Test Peugeot 4007Zur Markteinführung im September ist zunächst nur der 2,2-Liter-HDi FAP mit 156 PS verfügbar. Er ist ab 31.990 Euro erhältlich. Der 29.950 Euro teure Benziner soll im November folgen. Klimaanlage, CD-Radio, elektrische Fenstergeber und sechs Airbags sind in allen Varianten Serie. Xenonlicht, Ledersitze und die dritte Sitzreihe gibt es gegen Aufpreis oder serienmäßig in den höheren Ausstattungsvarianten.

Fazit

Peugeot hat bei seinem ersten Ausflug ins SUV-Segment stark von der Kooperation mit Mitsubishi profitiert. Man erkennt beim 4007 die vorhandenen Erfahrungen des Partners und fühlt sich dennoch in einem Peugeot. Gegenüber dem Mitsubishi können beide Franzosen mit dem besseren Dieselmotor punkten. Ob man nun zum Peugeot oder Citroën greift, bleibt aber wohl der persönlichen Vorliebe überlassen. (mg/red)

 
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