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Galerie: Erster Test Peugeot 407 Coupé

Erster Test: Peugeot 407 Coupé

Der Brückenbauer

11.10.2005

Peugeot komplettiert die Baureihe 407. Auf die Limousine und den Kombi SW folgt nun das Coupé. Eigentlich kein Problem: Statt vier Türen nur zwei, ein etwas schnittigeres Heck und eine sportlichere Abstim- mung. Wäre da nicht der illustre Vorgänger, der als italienisch-französiche Koproduktion viele Fans und Käufer fand.

Ein schweres Erbe, welches das neue Coupé da antreten muss. Doch bei Peugeot ist man zuversichtlich, dass man eine gute Lösung gefunden hat - man hofft sogar auf noch größere Verkaufszahlen als beim Vorgänger. Der wurde von Pininfarina entworfen und an über 100.000 Käufer ausgeliefert. Jetzt arbeitete man in eigener Regie. Das Ergebnis ist optisch durchaus ansprechend.

Design & Komfort

Galerie: Erster Test Peugeot 407 CoupéDas Coupé ist gewachsen - um 14 Zentimeter gegenüber der Limousine. Das Mehr schlägt sich in deutlich längeren Überhängen vorne und hinten nieder. Die Familie ist sofort zu erkennen; Großes Peugeot-Maul, nach hinten fliehende Augen - das Ganze erinnert an einen Probanden in der Zentrifuge: dynamisch, sportlich und auf Geschwindigkeit getrimmt. Dazu noch Kiemen vor der Vorderachse und eine leicht ansteigende Seitenlinie.

Der sportlich elegante Stil setzt sich im Innenraum fort: Zierleisten aus echtem Aluminium, tiefliegende Ledersitze. Auf Wunsch kann das hochwertig wirkende Cockpit samt Handschuhfach mit Leder verkleidet werden. Alle Skalen sind gut ablesbar, lediglich die Mittelkonsole wirkt etwas überfrachtet. Die über zwanzig gleichförmige Schalter sind während der Fahrt kaum zielgenau zu bedienen.

Galerie: Erster Test Peugeot 407 CoupéDie Sitze des 407 Coupés sind gut ausgeformt und bieten ordentlichen Sitzkomfort und Seitenhalt. Die Sitzposition kann sportlich niedrig gewählt werden, allerdings verliert der Fahrer dann sowohl den Anfang, als auch das Ende seines Fahrzeuges aus dem Blick - neben der serienmäßigen Einparkhilfe hinten sollte man auch die Sensoren für vorne (€ 300; bei Platinum-Variante Serie) mitbestellen. Das Coupé ist ein 2+2 Sitzer: Vorne bietet es ausreichend Platz für Personen jeder Größe, hinten ist die Kopffreiheit jedoch eingeschränkt. Dafür können die Fond-Sitze im Verhältnis 1/3 zu 2/3 umgeklappt werden und erweitern so den 400 Liter fassenden Kofferraum.

Antrieb & Fahrwerk

Galerie: Erster Test Peugeot 407 CoupéPeugeot stellt drei Motoren zur Wahl: Einen 2,2-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 163 PS, einen 3,0-Liter-Sechszylinder-Benziner mit 211 PS, sowie den 3,0-Liter-Diesel-V6 mit 204 PS.

Auf unserer Testfahrt begleitete uns der Common-Rail-Selbstzünder mit 6-Gang Tiptronic Automatikgetriebe, der nach Peugeots Schätzung wohl mehr als 50 Prozent der 407 Coupés antreiben wird. Und das 440 Newtonmeter Aggregat beeindruckt schon im Leerlauf - durch akustische Abwesenheit. Im Innenraum ist von den Arbeitsgeräuschen der sechs Zylinder nichts zu hören. Das bleibt auch während der Fahrt so. Zu spüren ist er aber durchaus. Der Drehmoment-Peak liegt bereits bei 1.900 U/min an. Auch danach schiebt der Motor den 1,7 Tonnen schweren Wagen kraftvoll an. Der Standardsprint gelingt in 8,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 225 km/h. Unser Testverbrauch lag bei 10,5 Litern; der Benziner benötigte im direkten Vergleich 16,7 Liter.

Galerie: Erster Test Peugeot 407 CoupéDas Fahrwerk wird dem Coupé-Charakter gerecht. Sportlich straff und dennoch komfortabel. Fahrbahnunebenheiten sind noch spürbar, werden aber ausreichend absorbiert. Ist noch direkteres Feedback gewünscht, kann zusätzlich in den Sportmodus umgeschaltet werden. Auch auf schnelleren Kurvenpassagen macht der Wagen einen guten Eindruck - hektische Lenkbewegungen können ihn nicht aus der Ruhe bringen, Über- oder Untersteuern bleibt aus.

Preise & Ausstattung

Galerie: Erster Test Peugeot 407 CoupéIm Dezember beginnt die Auslieferung der ersten Fahrzeuge. Der Vierzylinder ist ab 28.900 Euro zu haben, für 5.000 Euro mehr gibt es den V6-Benziner. Der nur mit Automatik erhältliche Diesel steht mit 35.300 Euro in der Liste. Dafür erhält der Käufer ein nahezu komplett ausgestattetes Auto mit Zwei-Zonen-Klimautomatik, Bi-Xenon Scheinwerfern, sieben Airbags, Bordcomputer und Leichtmetallfelgen. Für 3.000 Euro mehr bietet die Variante Platinum zusätzlich noch elektrische Ledersitze, adaptives Kurvenlicht, ein lederverkleidetes Armaturenbrett und Alu-Applikationen.

Fazit

Das Peugeot 407 Coupé wirkt. Innen, außen, im Stand und während der Fahrt. Die puristisch-elganten Züge des Vorgängers sind noch erkennbar, doch kann das neue Coupé auch eigene kraftvolle, dynamische Akzente setzen. Insgesamt eine gelungene Neuauflage, die in Verbindung mit dem geräuscharmen Diesel auch viele Anhänger des Pininfarina-Coupés 406 überzeugen wird.

Galerie: Erster Test Peugeot 407 Coupé

 
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