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Galerie: Erster Test Porsche Cayenne Turbo S

Erster Test: Porsche Cayenne Turbo S

Sandkastenspieler

14.02.2006

Je älter die Jungs, desto teurer ihre Spielsachen, sagt man. Jetzt gibt's was Neues für 117.000 Euro. Doch nicht nur deshalb sollte man anfangen zu sparen, denn vor allem der Sandkasten sollte jetzt deutlich größer werden!

Der Porsche Cayenne ist so ein tolles Spielzeug, das nebenbei auch überzeugend sportlich zu bewegen ist. 450 PS gab es bisher in der Topversion, die per Leistungs-Kit ab Werk nochmals auf 500 PS gesteigert werden konnte.

's geht noch was

Galerie: Erster Test Porsche Cayenne Turbo SNicht genug? OK, es geht noch ein bisschen schärfer: Der neue Cayenne Turbo S leistet 521 PS, rennt 270 Spitze (die Reifen könnten 300) und beschleunigt in wenig mehr als 5 Sekunden auf Tempo 100. Daß die Porsche-Leute dazu mächtig in den technischen Zauberkasten gelangt haben, ist klar. Aber jetzt mal nicht so wichtig.

Viel wichtiger ist doch, was man mit so einem Ultra-SUV eigentlich anstellen soll, wenn man mit den 275er Straßenreifen eh' nicht ins Gelände möchte. Vielleicht stattdessen nach Dubai? Dort jedenfalls hatten wir erste Gelegenheit, den stärksten Porsche nach dem Carrera GT zu fahren.

Weit, heiß und sandig

Galerie: Erster Test Porsche Cayenne Turbo SDubai ist nämlich erstens ein Wüstenstaat und zweitens kostet hier der Sprit 60 Cent pro Liter. Wüstenstaat bedeutet viel Sand in Form von Dünen, eine trockene Hitze bei 35 Grad und freundliche Guides, die jeden Krümel im Testgelände zu kennen scheinen.

Für die folgenden Sandkastenspiele wird der Reifendruck auf etwa 1 bar abgelassen, das vergrößert die Aufstandsfläche der Reifen und bietet im weichen Sand mehr Auftrieb. Ansonsten hat der neue Cayenne schon die wichtigsten Zutaten an Bord (starker Motor, Automatik, abschaltbare Traktionskontrolle, manuelle Sperren) beziehungsweise wir dabei (Begleitfahrzeug, Leute zum Schieben, Bergegurt, Trinkwasser).

Tummelplatz

Galerie: Erster Test Porsche Cayenne Turbo SBis zu 20 Cayenne tummeln sich zeitgleich zwischen den Dünen und natürlich dauert es nicht lange bis die ersten davon stecken bleiben. Kein Wunder bei den Reifen mit Y-Index? Irrtum - in der Regel sind es Fahrfehler, die zu den Steckenbleibern führen.

In der Wüste heißt es nämlich umdenken, vor allem Steigungen und Kuppen werden eine ganz neue Herausforderung. Denn es gilt letztere nicht zu hastig und doch mit dem richtigen Restschwung zu erreichen, ohne jedoch oben stehen zu bleiben, sondern quasi d'rüberzugleiten, aber bitte nicht zu schnell, denn dahinter könnte es steil bergab gehen, wenngleich man dennoch schön den Fuß auf dem Gas haben sollte, wenn die Mulde hinter der Kuppe aus weichem Sand besteht, die man dann besser mit Schmackes durchfahren sollte, aber nicht zu viel davon, sonst flutschen die Reifen von der Felge...

Anfahren lernen...

Ich dagegen komme mit den einfachen Dingen nicht klar und nach kilometerlanger, wüster Spielerei bleibe ich quasi im Stehen stecken. Wenn man - auf Sand stehend - zu ungestüm hunderte von Pferden kitzelt, graben sich spontan alle vier Reifen gleichzeitig ein und die Fuhre setzt ein Stockwerk tiefer auf dem Sand auf. Erstaunlicherweise kann ich mich aber ohne Fremd-Geschiebe wieder befreien: Sperre mittig und hinten rein, Luftfederung auf höchste Stufe und mit 1.200 Touren unter ständigen Lenkradbewegungen im Rückwärtsgang Zentimeter um Zentimeter heraus graben.

Galerie: Erster Test Porsche Cayenne Turbo SAuf dem Weg zum Hotel gebe ich dem Turbo S dann auch auf Asphalt die Sporen, doch muss ich mich wegen der - dankenswerterweise ungetarnten - Radarfallen etwas zurück halten. Die Kurvenperformance des schweren 2,4 Tonnen Porsche (4,5 Kilo pro PS) jedoch überzeugt jeden Mitfahrer davon, dass es sich hier um einen waschechten Porsche handelt: Ohne spürbare Seitenneigung fegt der Cayenne mit derartiger Präzision und Tempo um die Kurven, dass es die Erinnerung an das eben bestandene Wüstenabenteuer quasi per Fliehkraft wieder aus dem Kopf drückt.

Fazit

Wieder einmal gab es etwas zu lernen: In der Wüste sind Motorleistung und Automatik wichtiger als eine spezielle Bereifung.
Tatsächlich "brauchen" wird ein Fahrzeug wie den Porsche Cayenne Turbo S kaum jemand, schließlich fahren in Dubai auch jede Menge Toyota und Lexus erfolgreich durch die Dünen. Dennoch sind sich die Porsche-Mannen sicher, dass der Top-Cayenne (ab 117.000 Euro) den nach vier Jahren Bauzeit etwas nachlassenden Cayenne-Verkauf wieder ankurbeln kann.

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