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Galerie: Erster Test Range Rover TDV8

Erster Test: Range Rover TDV8

Der Ulti-Rover

21.09.2006

Aufgefrischter Innenraum und endlich ein Diesel-Motor, der dem kraftvollen Auftritt des edlen Geländebriten gerecht wird: Der Range Rover TDV8 soll mit voller Kraft der Konkurrenz um die Ohren fahren.
Wir haben ihn natürlich nicht nur auf, sondern besonders abseits der Straßen getestet.

Ein neues Fahrzeug-Segment hat er erst begründet: Der Range Rover. Vor ihm war ein äußerst komfortabler und ebenso geländegängiger Wagen nicht denkbar, nach ihm wollten viele andere auch einen bauen.

Ultimativer Luxus-SUV

Galerie: Erster Test Range Rover TDV8In der dritten Generation stellt der Range den ultimativen Luxus SUV, dem bisher jedoch ein passender Diesel in Zeiten steigender Spritpreise einfach fehlte: Der 6-Zylinder Diesel wurde von BMW geliefert, doch war er letztlich veraltet und zu zäh, zu schlapp, zu laut.

Jetzt hat der Diesel-Range standesgemäße acht Zylinder mit einem vergleichsweise kleinen Hubraum von 3,7 Litern. Dennoch versprechen die Leistungsdaten viel Kraft: 640 Newtonmeter (+64%) Drehmoment und 270 PS (+54%) sind eine klare Ansage, wenngleich sie mit 2,7 Tonnen Frischgewicht klarkommen müssen. Doch Beschleunigungsorgien oder Höchstgeschwindigkeit (bei 200km/h wird abgeregelt) zählen weder für den Hersteller noch die Käufer des größten Land Rovers zum Pflichtprogramm. Vielmehr steht „Range Rover“ seit jeher für die vollkommene Symbiose aus überragender Geländefähigkeit und gelassener Gediegenheit.

Gelassene Kraft

Galerie: Erster Test Range Rover TDV8Und diese Vorgabe erfüllt der neue Diesel ganz hervorragend. Das von ZF zugelieferte 6-Gang Automatikgetriebe schaltet ruckfrei und mit manueller Gangwahl auch genügend spontan. Das Drehmoment des V8 bringt die Fuhre nachdrücklich auf Trab, auch wenn man ein Turboloch deutlich spürt. Zum flotten Landstrassenbummel passt das dennoch, denn durch die hohe Sitzposition und die hervorragende Rundumsicht stellt sich schon nach Minuten ein gelassener und vorausschauender Fahrtstil ein. Dabei bleibt der Motor akustisch meist im Hintergrund und gefällt, wenn gefordert, mit ordentlichem V8-Sound. Den traut man einem Diesel eigentlich nicht zu, der hier kann’s.

Wankbewegungen der Karosserie in schnellen Kurven sind deutlich minimiert, der Diesel-Range gibt sich erfreulich agil ohne Hektik zu verbreiten.

Überraschend lehmig

Galerie: Erster Test Range Rover TDV8Unsere Offroad-Teststrecke befindet sich in ausgedehnten Olivenhainen nördlich von Barcelona und schon denke ich mir: Klar. Feldwege, damit die teuren Testwagen keine Kratzer bekommen. Doch was sich schon nach wenigen Metern vor der kantigen Motorhaube auftut ist ein fieser Mix aus feuchtem Lehm, Fels und gemeinen Wasserlöchern, gewürzt mit Steigungen die geeignet sind Fahrer und Beifahrer auch den letzten Rest natürlicher Gesichtsfarbe nachhaltig auszutreiben.

Doch der neueste Range hat nicht nur den antrittstarken V8-Diesel unter der Haube sondern gleich noch das aus Discovery und Range Rover Sport bekannte Terrain-Response-System mit allen notwendigen Fahrprogrammen. Im Falle unserer Olivenhaine wähle ich zwischen „Matsch und Spurrillen“ und „Felsenkriechen“ hin und her - je nach Lust, Laune und Geläuf. Dabei werden Automatik, Gasannahme und ESP derart justiert, dass immer möglichst viel Traktion am Boden ankommt. Im Falle von Felsenkriechen kommen noch Geländeuntersetzung und Sperrdifferenziale (mittig und an der Hinterachse) in Hab-Acht-Stellung dazu.

Technischer Trumpf

Galerie: Erster Test Range Rover TDV8So gerüstet hievt sich der Zweieinhalb-Tonner über Passagen die ich selbst in kleineren Offroadern gemieden hätte. Auch die durch einen Fahrfehler eingeleitete Matschbefreiung meistert der große Landy dank deaktiviertem ESP und rigorosem Gasfuß. Alles auf Straßenreifen versteht sich.

Das höhenverstellbare Luftfeder-Fahrwerk bietet auch in der Geländestufe noch viel bequemen Federweg ohne den Wagen irgendwo aufsetzen zu lassen. Dabei verschränkt er die Achsen in einer Weise, die ihn Geländepassagen sehr komfortabel meistern lässt. Wo andere Luxus-SUV laut knarrend die Elektronik regelnd einschreiten lassen krabbelt der dicke Brite einfach weiter - nur das Offroad-Navi zeigt dem geneigten Passagier welche Helferlein oder Differenzialsperren sich gerade um die sichere Ankunft am Ziel kümmern.

Fast zu schade

Galerie: Erster Test Range Rover TDV8Der Innenraum des Range Rover TDV8 ist eigentlich viel zu schade für derartige Spirenzchen. Das neu gestaltete Armaturenbrett hat noch mehr Luftaustritte für die Klimaanlage und vor allem die Mittelkonsole kann als gelungen gelten. Dicke Schalter, die sich wohl auch noch mit Handschuhen bedienen ließen, und eine funktionale Gliederung der Bedienelemente geben keine Rätsel auf.

Das großzügige Platzangebot auf den Rücksitzen und im Kofferraum positionieren den Range als großen Reisenwagen für Vier, neumodische 7-Sitzer Anlagen hat er keine.

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Fazit

Stattlich ist er und edel im Auftritt. Jetzt kommt der Range Rover mit dem völlig neuem Diesel-V8 auch noch nachhaltig auf Tempo. Geräuschkulisse und Kraftentfaltung passen dabei bestens zur äußeren Erscheinung

Auch im Innenraum setzt sich der noble Stil des Briten nahtlos fort. In Verbindung mit den schlicht beeindruckenden Geländefähigkeiten hat der neueste Range die Messlatte im obersten SUV-Segment deutlich höher gelegt. Preislich auch - ab 75.000 Euro geht der Spaß los.

 
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