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Galerie: Erster Test Reanult Kadjar

Erster Test: Reanult Kadjar

Nachzügler

05.06.2015

Renault, früher Lieferant pfiffiger Kombis und Großraumlimousinen, macht sich seit einiger Zeit auch im Crossover-Terrain breit und dort unter anderem Allianzpartner Nissan Konkurrenz: Kadjar heißt die französische Version des Qashqai.

Galerie: Erster Test Reanult KadjarObwohl sich Renault redlich um eine eigenständige Optik bemüht und vom Qashqai eigenen Angaben zufolge nur etwa 60 Prozent der Bauteile unverändert übernommen hat, ist die Ähnlichkeit nicht zu übersehen. Deshalb werden Leute, die mit dem Nissan-Modell vertraut sind, kein bisschen fremdeln, wenn sie in einen Kadjar umsteigen: Das Fahrgefühl ist dasselbe, und um festzustellen, dass der mit 20 Zentimeter Bodenfreiheit ausgestattete Nachzügler nicht ganz so straff gefedert ist wie der Qashqai, muss man sich auf holprige Feldwege begeben. Auf Asphalt ist der Kadjar ein genauso unkomplizierter Begleiter wie sein japanisches Pendant: Exakt lenk- und auch sonst bestens beherrschbar und nie magensäure-aufwühlend wankend.

Laderaumverlängerung möglich

Die neben dem Karosseriedesign auffälligsten Unterscheidungsmerkmale zwischen Qashqai und Kadjar liefern Inneneinrichtung und Gepäckabteil:  Der Kofferraum der Renault-Variante fasst 472 Liter und damit 42 mehr als der des Nissan. Die Erklärung ist relativ einfach: Der 1,84 Meter breite und 1,61 Meter hohe Kadjar ist mit 4,45 Meter rund acht Zentimeter länger als sein japanisch-stämmiger 60-Prozent-Bruder, in dessen Windschatten er herangereift ist.

Galerie: Erster Test Reanult KadjarLegt man die Kadjar-Rücksitze flach, passen 1.478 Liter ins Heck. Für Kunden, die überlange Gegenstände zu befördern gedenken, hält Renault darüber hinaus einen zusammenklappbarem Beifahrersitz bereit. Er steigert die Tauglichkeit zum Gütertransport genauso wie den Preis: Als Bestandteil des noch ein paar andere nützliche Optionen umfassenden Modularitätspakets kostet die Laderaumverlängerung auf 2,56 Meter 590 Euro. Serienmäßig ist sie in den Ausstattungslinien XMOD und Bose Edition enthalten, die 24.590 Euro und mehr kosten.

Empfehlenswertes Protection Paket

Die wegen der hoch angesetzten Heckscheibe und der winzig kleinen Fensterluken im hinteren Karosseriebereich höchst empfehlenswerte Rückfahrkamera erhöht den Kaufpreis noch stärker, denn diese 790-Euro-Option wird ausschließlich in den Modellen mit Bestausstattung angeboten – Startpreis: 28.190 Euro. Immerhin ist das Geld gut angelegt, denn auch der Rest des so genannten Protection-Pakets - Notbremsassistent, Einparkassistent, der den Wagen selbsttätig in Lücken am Straßenrand lenkt, und viele Sensoren, die vor jeglicher Art von Hindernissen rund ums Auto und Fahrzeugen im toten Winkel warnen - dürfte sich im Verkehrsalltag als nützlich erweisen.

Benziner-Startpreis: 19.990 Euro

Galerie: Erster Test Reanult KadjarDas Benzinerangebot im Kadjar ist exakt halb so groß wie im Qashqai, der mit 115 und 163 PS lieferbar ist. Die Franzosen begnügen sich mit einem 130 PS starken 1,2 Liter-Turbobenziner und besetzen so die Angebotslücke, die Nissan gelassen hat. Dieser Direkteinspritzer ist mit allen vier Ausstattungslinien kombinierbar. Im zur Bose Edition veredelten Kadjar wird er für 28.190 Euro offeriert, im Einstiegsmodell für 19.990 Euro.

Die Basis-Version kommt auf 16-Zoll-Stahl- statt der laut Renault in den bestens ausgestatteten Modellen „diamantpolierten“ 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und mit einer einfachen Klimaanlage statt einer automatisch regelnden Zwei-Zonen-Klimaautomatik daher und kann statt Voll-LED-Scheinwerfer nur LED-Tagfahrlicht vorweisen. Außerdem ist die Zahl der Assistenzsysteme überschaubar, und es sind weder Einparkhilfen noch ein Navigationssystem samt Sieben-Zoll-Touchscreen und R-Link 2, der multifunktionalen Verbindung zur digitalen Außenwelt, vorhanden. Ausreichend ist die Grundausstattung aber allemal; vor wenigen Jahren noch hätte man Renault dafür gelobt, dass unter anderem ein CD-Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung und sogar ein Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer serienmäßig an Bord sind.

130-PS-Diesel auch mit 4WD

Galerie: Erster Test Reanult KadjarBei den Selbstzündern orientiert sich Renault an Nissan: Hier wie dort werden 110 PS in 1,5 Liter Hubraum erzeugt und für 190 km/h reichende 130 PS von einem 1,6-Liter-Vierzylinder bereitgestellt. Die zugkräftigen dCi – der eine mobilisiert maximal 260, der andere 320 Nm - sind nicht mit der Life genannten Basisausstattung zu bestellen und allein deswegen deutlich teurer als der Benziner: Von 25.290 bis 31.490 Euro reicht die Diesel-Preisskala, wenn nur die Vorderräder angetrieben werden, für 29.890 bis 33.490 Euro verkauft Renault den 130 PS-dCi mit Allradantrieb.

Der 110 PS-Selbstzünder, mit einem Normverbrauch von 3,9 Litern je 100 Kilometer der sparsamste Kadjar-Antrieb, ist nur als Fronttriebler zu bekommen. Dafür offeriert Renault allein diesen Motor, auf den nach Renault-Einschätzung etwa 20 Prozent der Bestellungen entfallen werden, gegen Aufpreis (1700 Euro) mit sechsstufigem Doppelkupplungsgetriebe statt Sechs-Gang-Schaltgetriebe.

 
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