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Galerie: Erster Test Renault Clio Renault Sport

Erster Test: Renault Clio Renault Sport

Zahlenspiele

02.09.2009

Im Frühjahr 2009 hat Renault den Kleinwagen Clio  auf den neuesten Stand gebracht. Natürlich haben die Franzosen mit dem Facelift auch das Flaggschiff der Baureihe aufgefrischt: den Clio Renault Sport.   

Nur leicht haben die Franzosen Hand angelegt, an der Karosserie des Clio Renault Sport - oder kurz: RS. Doch wirkt die Front des Klein-Sportlers jetzt deutlich dynamischer als bisher. Verantwortlich dafür zeichnet eine neue Querlamelle unter der Motorhaube, die die bisher zweigeteilte Kühleröffnung ersetzt. Außerdem versorgen größere Lufteinlässe in der Schürze den Motor mit Frischluft. Geblieben sind die Auslässe an den Kotflügeln, durch die warme Luft schneller abtransportiert werden kann.

Am Heck fällt ein neu gestalteter Diffusor auf, der der Formel 1 entlehnt ist und Unterdruck erzeugt, wodurch die Hinterräder stärker auf die Straße gepresst werden. Darin integriert sind jetzt zwei auffälligere, seitliche Auspuffendrohre. In der Seitenansicht des gegenüber den normalen Clios um fast fünf Zentimeter breiteren RS fallen dagegen kaum Unterschiede zum Vorgänger auf.

Nur auf dem Papier

Galerie: Erster Test Renault Clio Renault SportNur wenig Änderung gibt es auch von der technischen Seite zu vermelden. Wie bisher setzt Renault weiterhin auf einen Saugmotor und nicht auf Turbo oder Kompressor, vornehmlich aus Kostengründen. So wird der überarbeitete Clio RS wie sein Vorgänger von einem zwei Liter großen Benziner angetrieben, dem die Ingenieure gerade mal vier PS mehr entlocken konnten.

Dass sich dies vor allem auf dem Papier und auf der Straße kaum bis gar nicht bemerkbar macht, überrascht nicht. So ist das Leistungsplus eher ein Trick der Marketingabteilung. Zum einen kann Renault jetzt mit 201 PS - also über der magischen Grenze von zweihundert Pferdestärken - glänzen. Zum anderen verweist man jetzt auf eine Literleistung von über 100 PS je Liter Hubraum, was auch gut klingt. An Drehmoment, 215 Newtonmeter, und Beschleunigung, 6,9 Sekunden, hat sich dagegen nichts geändert, nur die Höchstgeschwindgkeit konnten die Techniker von 215 auf 224 km/h hochschrauben.

Hochdrehen

Galerie: Erster Test Renault Clio Renault SportUm dieses Tempo zu erreichen, muss man den kleinen Franzosen mit knackigem, eng abgestuftem Sechs-Gang-Getriebe ordentlich auf Touren bringen. Seine maximale Leistung liegt erst bei hohen 7.100 Umdrehungen an. Das ist zwar etwas früher als noch vor dem Facelift, bedeutet aber trotzdem viel Schaltarbeit. Doch werden die hohen Touren von kernigem Sound begleitet.

Immerhin haben die Techniker dank neuem Zylinderkopf und variabler Nockenwellenverstellung die Drehmomentkurve so beeinflussen können, dass das Maximum bei 5.400 Touren und damit 150 Umdrehungen früher als bisher erreicht wird. Insgesamt steht im niedrigen Drehzahlbereich jetzt etwas mehr Kraft zur Verfügung. Ein spürbares Plus an Durchzug gibt es dadurch allerdings nicht.

Gleicher Fahrspaß, mehr Komfort

Galerie: Erster Test Renault Clio Renault SportDas Fahrwerk des Clio Renault Sport darf zurecht als sportlich straff bezeichnet werden. In flotten Kurven neigt sich der Renault kaum zur Seite und bleibt sicher in seiner Spur. Auch die direkte Lenkung animiert zur schnellen Gangart. Für den RS wurde das ESP überarbeitet, es greift deutlich später korrigierend ein als bei den anderen Clios und gibt dem Fahrer mehr Spielraum. Auf Wunsch kann es auch ganz deaktiviert werden.

Gegenüber dem brettharten Vorgänger wurden aber die Dämpfer 15 Prozent weicher ausgelegt, um den Kompromiss zwischen dynamischen Potenzial und Alltagskomfort zu verbessern. So werden jetzt Querfugen und Schlaglöcher nicht mehr ganz unfiltriert an die Passagiere weitergegeben. Für Rückengeschädigte empfiehlt sich der Clio RS aber immer noch nicht.

Auf Wunsch extrahart

Galerie: Erster Test Renault Clio Renault SportWer auf den Komfort verzichten will, kann optional zum Clio RS Cup greifen. Dessen für den Renneinsatz optimiertes Fahrwerk hat vorne 27, hinten 30 Prozent härtere Federraten und um nochmal 15 Prozent gegenüber dem Vorgänger härter ausgelegte Stoßdämpfer - zum aktuellen RS ergibt das einen Unterschied von spürbaren 30 Prozent. Zudem liegt der Cup sieben Millimeter tiefer als der RS und hat eine noch direktere Lenkung: Die Zahl der Lenkradumdrehungen von Anschlag zu Anschlag wurde um acht Prozent reduziert.

Um der Leistung Einhalt zu gebieten, fährt der mit 17 Zoll Rädern (215/45) bestückte Clio Renault Sport mit 312 Millimeter großen Bremsscheiben vorne und 300-Millimeter-Scheiben hinten vor. An den Vorderrädern verzögern Vierkolben-Bremssättel von Brembo, hinten Einkolben-Bremssättel von TRW. Beide packen äußerst kraftvoll und doch gut dosierbar zu und bringen den Clio aus 100 km/h nach gut 35 Metern zum Stehen.

Sportliches Cockpit

Galerie: Erster Test Renault Clio Renault SportSpezielle Sportsitze von Renault halten serienmäßig Fahrer und Beifahrer sicher fest, auf Wunsch können auch Recaro-Schalensitze geordert werden, die bei schnellen Kurven noch mehr Seitenhalt bieten. Für sportliches Flair im Cockpit sorgt das Lederlenkrad mit gelber Nullpunkt-Markierung, der gelb unterlegte Drehzahlmesser, bei dem die Skalierung zum roten Bereich hin immer größer wird, eine Aluminium-Pedalerie und die chrom-zinkfarbene Mittelkonsole.

Sicherheitstechnisch überzeugt der Clio RS mit serienmäßig acht Airbags, beim Cup sind es nur sechs. Dort müssen die Windowbags extra bestellt werden, je zwei Front-, Seiten- und Submarining-Airbags gehören aber auch in der sportlichsten Version zum Standard. Die Basis für den RS, der dreitürige Clio, erzielte bei seiner Markteinführung im Juni 2005 zudem die Höchstwertung von fünf Sternen im EuroNCAP-Crashtest.  

Hoher Verbrauch

Galerie: Erster Test Renault Clio Renault SportIm Preis von mindestens 22.500 Euro sind beim Clio Renault Sport neben der Sicherheitsausstattung auch Komfortextras wie Bordcomputer, elektrische Fensterheber, Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, CD-Radio und Tempomat inbegriffen. Für den etwas spartanischeren RS Cup müssen nur 19.900 Euro auf den Tisch gelegt werden, dann gibts unter anderem aber auch keine Klimaanlage und kein Radio.

Diese Bauteile würde ja ohnehin nur Leistung kosten - und den Verbrauch in die höhe Treiben. Und der ist beim Clio RS mit 8,3 Litern ohnehin nicht gering. Zumal dieser Wert in der Praxis kaum erfahrbar ist. Denn wer den Renault flott bewegt und dem Motor die dazu nötigen, hohen Drehzahlen gewährt, schraubt nicht nur den Fahrspaß nach oben, sondern auch den Spritkonsum.

Fazit

200 PS für 20.000 Euro sind ein gutes Angebot und der Clio Renault Sport macht seinem Beinamen alle Ehre. Flott und präzise zirkelt der seit dem Facelift aggressiver auftretende Renault um die Kurven und zaubert mit seinem sicheren Handling dem Fahrer ein Lächeln aufs Gesicht.     

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