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Galerie: Erster Test Renault Mégane 1.6 dCi EDC GT Line

Erster Test: Renault Mégane 1.6 dCi EDC GT Line

Spar-Natur mit Sport-Akzenten

27.05.2010

Renault bringt 2010 zwei attraktive Neuerungen für die Mégane-Familie. So ist ab Juni das Doppelkupplungs-Getriebe EDC (Efficient Dual Clutch) und bereits jetzt das neue Design-Paket GT Line verfügbar. Während das GT-Line-Paket bei moderatem Aufpreis optisch viel Kraft verleiht, sorgt das EDC für Komfort bei hoher Effizienz. Die Kombination von GT Line und EDC sorgt für ein überzeugendes Gesamtpaket, wie wir mit der fünftürigen Limousine erfahren durften.

GT ist eigentlich bei Renault Bezeichnung für sportliche Modelle unterhalb des R.S. Während es den Mégane R.S. ausschließlich als Drei-Türer mit 250-PS-Benziner gibt, hat man bei den GT-Modellen die Wahl zwischen allen Karosserie-Varianten inklusive Cabrio und kann zwischen dem 160 PS starkem Diesel und dem Zwei-Liter-Benziner mit 180 PS entscheiden. Ab 24.450 Euro bekommt man das Turbo-Benziner-Coupé mit geschmackvoller Sport-Optik.

Wer preislich und bei der Motorleistung etwas niedriger einsteigen will, dem bietet Renault neuerdings alternativ in Kombination mit der höherwertigen Ausstattung Dynamique das Ausstattungspaket GT Line für 1.490 Euro an. Los geht es beim Fünftürer mit 110 PS starkem 1,6-Liter-Benziner, der dann in Zwangskombination mit dem Style-Paket und der Einparkhilfe hinten ab 20.740 Euro zu haben ist.

Kombinations-Tohuwabohu

Galerie: Erster Test Renault Mégane 1.6 dCi EDC GT Line Mit dem GT-Line-Paket bekommt man zusätzlich das zwölf Millimeter abgesenkten Sportfahrwerk des Mégane Coupé mit strafferen Federn und Dämpfern. Außen und innen trägt der Mégane GT Line zudem die markanten Designmerkmale der GT-Ausstattung (andere Front- und Heckschürze) sowie elektrisch einklappbare und beheizbare Außenspiegel in Titan-Look. 17-Zoll-Leichtmetallräder, der Schriftzug „GT Line“ an Heck und Kühlergrill vervollständigen das ansprechende Erscheinungsbild.

Der Mégane ist als GT Line mit vier Benzinern und zwei Dieselaggregaten kombinierbar. Als Top-Motorisierungen sind der Diesel dCi 130 FAP mit 130 PS und der Benziner 2.0 16V 140 CVT mit 140 PS erhältlich. Letzterer ist das derzeit einzig verfügbare selbst schaltende Getriebe, doch steht das neue Doppelkupplungs-Getriebe von Getrag in den Startlöchern. Technisch ist es mit dem Powershift-Getriebe von Ford und Volvo verwandt.

Sparsam trotz Komfort

Allerdings ist das sechs-stufige Doppelkupplungs-Getriebe EDC bei Renault vorläufig nur in Kombination mit dem 106 PS starken 1,6-Liter-Diesel zu haben. Renault sieht in dieser Kombination allerdings keine Dynamik steigernde Antriebsvariante. Vielmehr geht es beim EDC-Diesel um den Komfortgewinn bei dennoch wenig Spritverbrauch. Ob sich allerdings die besonders genügsamen 4,4 Liter Normverbrauch auch in der Praxis erreichen lassen, muss erst noch ein ausführlicher Test zeigen. Doch sind 4,4 Liter auf 100 Kilometer eine bemerkenswert niedrige Ansage.

Galerie: Erster Test Renault Mégane 1.6 dCi EDC GT Line Auch beim Komfort kann das EDC vollauf überzeugen. So wechselt es die Gänge von selbst, ganz so wie bei einer Automatik. Dabei verläuft das Rauf- und Runterschalten ähnlich sanft wie bei der klassischen Wandlerautomatik, die Schaltvorgänge sind jedoch deutlich kürzer. Außerdem kann sich das Getriebe eindeutig für eine Fahrstufe entscheiden und wechselt bei mittleren Geschwindigkeiten nicht ständig zwischen zwei Stufen hin und her. Wer möchte, kann übrigens auch manuell die Gänge wechseln. Allerdings nur über den großen Wählhebel in der Mittelkonsole, Schaltwippen am Lenkrad sind nicht vorgesehen. Insofern überlässt man die Arbeit besser dem EDC.

Auch beim Vortrieb ist das EDC eher eine Spaßbremse. Mit 190 km/h Spitze und einer Standardsprintzeit von 11,7 Sekunden ist man zwar ausreichend flott unterwegs, doch soll der Mégane bei gleicher Motorisierung in Kombination mit dem manuellen Sechs-Gang-Getriebe lediglich 10,5 Sekunden für den Sprint benötigen, bei ebenfalls 4,4 Litern Normverbrauch. Insofern bietet das EDC bei 1.300 Euro Aufpreis lediglich den Vorteil, dass man nicht selber schalten muss.

Tolles Fahrwerk, attraktiver Preis

Galerie: Erster Test Renault Mégane 1.6 dCi EDC GT Line Für eine gewisse sportliche Note sorgt dafür die Fahrwerksabstimmung der GT-Line-Ausstattung. Das fein abgestimmte und etwas straffere Fahrwerk wird in Sachen Dynamik bereits gehobenen Alltags-Ansprüchen gerecht, ohne dass dabei der Komfort zu sehr leidet.

In der von uns getesteten Version kostet der fünf-türige Mégane 1.6 dCi und Sechs-Gang-EDC in der Ausstattung Dynamique und der Zusatzoption GT Line rund 24.000 Euro. Würde man einen fünf-türigen VW Golf 1.6 TDI mit 7-Gang-DSG auf das etwa gleiche Ausstattungsniveau bringen, müsste man gut 3.000 Euro mehr investieren. Eine spezielle Sportoptik, wie sie Renault mit der Ausstattung GT Line bietet, ist dabei beim Golf noch gar nicht mit einberechnet und auch nicht bestellbar.

Fazit

Feine Sache: Der Mégane bringt als GT Line optisch und fahrwerksseitig viel Dynamik ins Spiel und ist dennoch mit dem Sparantrieb 1.6 dCi kombinierbar. Dieser Antrieb kann jetzt außerdem mit der neuen Sechs-Gang-Doppelkupplung EDC bestellt werden, die hohen Komfort mit hoher Effizienz kombiniert. Allerdings ist die Handschalt-Version mit dem gleichen Motor deutlich antrittsstärker, ohne dabei mehr zu verbrauchen. Insofern rechtfertigt das immerhin 1.300 Euro teure EDC allein sein besonderer Komfort, was vielen Kunden dennoch Kaufanreiz genug sein dürfte.

 
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