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Galerie: Erster Test Seat Altea Freetrack

Erster Test: Seat Altea Freetrack

Mit dem Van in die Pampa

04.07.2007

Dem nach wie vor ungebremsten Offroad-Trend kann sich auch Seat nicht länger widersetzten. Mit dem robusten Altea Freetrack präsentieren die Spanier ihr erstes Allrad-Fahrzeug. Der robuste Kompakt-Van macht sowohl auf als auch neben der Straße eine gute Figur.

Zu lange hat sich Seat nur auf Sportlichkeit konzentriert, jetzt soll die Marke wieder eine breitere Klientel ansprechen. Erich Schmidt, seit kurzem Seat-Präsident, will neuen Wind in das Unternehmen bringen: „In den nächsten zehn Jahren werden wir 4,5 Milliarden Euro in Seat investieren“, so Schmidt. Und weiter: „Wir werden mit neuen Produkten neue Segmente erschließen“. Ein erster Schritt dahin ist der gerade präsentierte Altea Freetrack.

Galerie: Erster Test Seat Altea FreetrackBasis für den so genannten Crossover ist der geräumige Altea XL - ein gestreckter Ableger des Standard-Alteas. Den sichtbaren Unterschied zur XL-Version machen lediglich robuste Kunststoffplanken und 40 Millimeter mehr Bodenfreiheit. Anders als bei den nur optisch wilden Cross-Modellen von VW ist der Seat aber mit Allradantrieb erhältlich.

Ab Juli beim Händler

Galerie: Erster Test Seat Altea FreetrackDie beiden zur Markteinführung Mitte Juli bereitstehenden Aggregate bringen den mit einer elektronisch geregelten Haldex-Kupplung arbeitenden Vierradantrieb serienmäßig mit. Zur Wahl stehen der 2.0 TDI mit 170 PS sowie der aus dem Leon FR bekannte, 200 PS starke TSI-Benziner. Ein 140-PS-Diesel mit Frontantrieb soll im Herbst folgen.

Der große Diesel macht keinen Hehl daraus, ein Selbstzünder zu sein - inklusive Turboloch. Laut Datenblatt entwickelt der Vierzylinder seine 350 Newtonmeter bei 1.800 Umdrehungen. Gefühlt geschieht dies etwas später, dafür aber umso kraftvoller. Auch die laute Pumpe-Düse-Technik kann das Brennverfahren nicht verheimlichen und der Turbolader stimmt mit lustvollem Seufzen gleich mit ein.

Aufgeladener Benziner

Galerie: Erster Test Seat Altea FreetrackEin Turbolader kommt auch beim kultivierten, zwei Liter großen Benziner zum Einsatz. Die Kombination aus Direkteinspritzung und Aufladung sorgt für satte 200 PS, die den Altea Freetrack in 7,5 Sekunden auf Tempo 100 bringen, maximal läuft der Spanier 214 km/h.

Mit 280 Newtonmetern muss sich der Benziner dem Diesel auf dem Papier geschlagen geben. Dafür liegt die Kraft hier zwischen 1.800 und 5.000 Touren kontinuierlich an. Spontan setzt der Motor Gasbefehle in Beschleunigung um. Das Verbrauchsduell aber gewinnt natürlich wieder der Diesel. 6,8 gegenüber 9,4 Liter sprechen für den Selbstzünder.  

Sicherheit und Fahrspaß

Galerie: Erster Test Seat Altea FreetrackDer Allradantrieb nimmt dem serienmäßigen ESP viel Arbeit ab. Erkennt das System ein drohendes Untersteuern, wird unverzüglich mehr Kraft an die Hinterräder geschickt, um den Fahrzustand zu stabilisieren. Ein Bremseingriff des Stabilitätsprogramms wird dadurch in den meisten Fällen überflüssig. Fast wie auf Schienen zieht der immerhin 1,62 Meter hohe Freetrack seine Bahnen und lässt sich agil aus der Kurve heraus beschleunigen.

Das Seat-typisch straffe Fahrwerk erweist sich dabei keineswegs als unbequem. Selbst kurze Stöße federt der Altea Freetrack gekonnt ab. Um ihn auf Fahrten abseits der Straße vorzubereiten, kommen Stoßdämpfer mit größerem Ölbehälter zum Einsatz. So werden auch auf Holperstrecken die Bandscheiben geschont.

Hoher Nutzwert

Galerie: Erster Test Seat Altea FreetrackSerienmäßig sitzen Fahrer und Copilot auf Sportsitzen mit verstärkten Seitenwangen, die sicheren Halt bieten. Allerdings hätte die Polsterung straffer ausfallen dürfen. Das Platzangebot dagegen ist auf allen fünf Sitzen ausreichend. Auch der Kofferraum kann sich sehen lassen: Zwischen 490 und 1.562 Liter passen in das Gepäckabteil, zusätzlich gibt es zahlreiche Ablagen und Fächer im Innenraum.

Das nüchterne Cockpit gleicht dem des Altea. Nur der Freetrack-Schriftzug am Schalthebel gibt darüber Auskunft, dass es sich um den Crossover handelt. Der Freetrack wird mit einem angenehm zu schaltenden Sechsgang-Getriebe ausgeliefert. Das Doppelkupplungsgetriebe DSG hält Seat vorerst zurück, bei steigender Nachfrage könnte es jedoch schnell implementiert werden.

Galerie: Erster Test Seat Altea FreetrackPluspunkte sammelt der Freetrack in Sachen Serienausstattung. Ein sonst teures Multimedia-System mit Bildschirm im Fond und Anschluss für DVD-Player, Spielekonsolen oder Laptop ist genauso im Preis dabei wie Klapptische im Fond, Klimaautomatik und 17-Zoll-Aluräder. Die Preise beginnen bei 29.990 Euro für den Benziner und 30.790 Euro für den großen Diesel. Das etwas später folgende Einstiegsmodell soll 26.890 Euro kosten.

Fazit

Wie die meisten Crossover und SUV wird auch der Altea Freetrack größtenteils auf der Straße unterwegs sein. Der tedellose Allradantrieb, die Schutzplanken und nicht zuletzt die erhöhte Bodenfreiheit machen ihn aber durchaus fit für - natürlich nicht allzu schweres - Gelände. Wem 170 PS allerdings zuviel sind, muss sich noch ein Weilchen gedulden, bis der 140-PS-Einstiegsdiesel auf den Markt kommt.

 

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