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Galerie: Erster Test Seat Altea XL

Erster Test: Seat Altea XL

Darf's ein wenig mehr sein?

09.10.2006

Will man etwas über gemeinsame Nutzung von Plattformen lernen, muss man zu Seat gehen. Schließlich basiert der Toledo auf dem Altea, und der Altea auf dem Leon und der wiederum auf dem VW Golf. Mit dem Altea XL bringen die Spanier das vierte Modell auf Basis des Wolfsburger Kompakten auf dem Markt. Mit großem Platzangebot buhlt der Spanier um Kundschaft.

Stellen Sie sich vor, sie strecken ein Auto um circa 4,3 Prozent in die Länge. Um wie viel wächst dann das Kofferraumvolumen? Seat demonstriert genau das mit dem Altea XL. Die Antwort: Um über 55 Prozent.

Einen nicht unerheblichen Teil trägt dazu die verschiebbare Rückbank bei, die der um 18,7 Zentimeter längere Altea XL serienmäßig mitbringt. Sie lässt sich insgesamt um 16 Zentimeter verschieben, je nachdem ob der Fokus auf Beinfreiheit oder Ladekapazität liegt.

Ladeprofi

Galerie: Erster Test Seat Altea XLGegenüber den 409 Liter Gepäckvolumen des Altea bietet der XL im Reisemodus 532 bis 635 Liter Stauraum. Legt man die Rücksitze komplett um, vergrößert sich das Angebot auf 1.604 Liter gegenüber 1.320 beim normalen Altea.

Keine Frage also, dass sich Seat als Zielgruppe junge Familien ausgeguckt hat, die neben Wocheneinkauf und Kinderwagen auch bequem ihr Reisegepäck für den Urlaub zu viert oder fünft verstauen wollen.

Qual der Wahl

Galerie: Erster Test Seat Altea XLUm den voll bepackten Altea XL (die Zuladung beträgt rund 620 Kilogramm) in Gang zu setzen, bietet Seat zur Markteinführung im November zwei Benziner und drei Dieselaggregate an, letztere alle mit Partikelfilter.

Bei den Ottomotoren ist die Basis ein 1,6 Liter großer Vierzylinder mit 102 PS und einem maximalen Drehmoment von 148 Nm. Er ist mit einem manuellen Fünf-Gang-Getriebe kombiniert. Darüber rangiert der 150 PS starke 2.0 FSI mit Direkteinspritzung, der mit Sechsgang-Tiptronic gekoppelt ist.

Starker Antrieb

Galerie: Erster Test Seat Altea XLDer kleinste Diesel leistet 105 PS aus 1,9 Liter Hubraum. Ein echtes Schmankerl ist der 2.0 TDI mit 140 PS. Dank der zwischen 1.750 und 2.500 Touren anliegenden 320 Newtonmeter zieht der Motor stets gut durch und hängt zudem gut am Gas.

Das serienmäßige manuelle Sechs-Gang-Getriebe kann gegen Aufpreis durch das Doppelkupplungsgetriebe DSG ersetzt werden. Mit beiden Getrieben erreicht die Tachonadel nach exakt zehn Sekunden die 100-km/h-Marke.

Genau 1,3 Sekunden schneller geht’s mit dem stärksten Pferd im Stall. Ebenfalls zwei Liter groß, erreicht dieser Diesel dank optimierter Turboladergeometrie und Hochdruck-Einspritzsystem 170 PS. Das maximale Drehmoment erhöht sich auf 350 Newtonmeter bei 1.800 Touren.

Unüberhörbar

Galerie: Erster Test Seat Altea XLBeiden Motoren gemein ist ein deutlich wahrnehmbares Diesel-Geräusch. Vor allem die Pumpe-Düse-Technik trägt ihren Teil zur Geräuschkulisse bei. Die gegenüber dem Altea vergrößerten Außenspiegel erzeugen zusätzlich höhere Windgeräusche, so dass bereits bei Tempo 120 ein unangenehmer Lärmpegel im Inneren herrscht.

Laut Herstellerangaben beläuft sich der Durchschnittsverbrauch auf 5,9 (140-PS-Variante) beziehungsweise 6,2 Liter (170 PS) Diesel auf 100 Kilometer. Bei unseren Testrunden mit nicht allzu flotter Fahrt zeigte der serienmäßige Bordcomputer aber stets einen Verbrauch jenseits der sieben Liter an.

Sportlich

Galerie: Erster Test Seat Altea XLWenngleich der Altea XL, was das Raumangebot betrifft, dem Image eines klassischen Kompaktvans entspricht, ist er keineswegs ein konservatives Autobahnfahrzeug. Mit sportlich straffer Fahrwerksauslegung macht der Altea XL auch kurvige Landstraßen zu seinem Revier. Nachteil: Querfugen werden mitunter hart an die Insassen weitergegeben.

Die knapp 20 Zentimeter mehr an Länge beeinflussen das Fahrverhalten nur marginal. Nur im Ausnahmefall lässt sich ein leichtes Übersteuern feststellen. Grundsätzlich neigt der Altea XL nach wie vor zum Untersteuern. Dank des standardmäßigen ESP bleibt der Fahrer stets Herr der Lage.

Schönes Ambiente

Galerie: Erster Test Seat Altea XLDas Cockpit ist altbekannt. Die große, breite Mittelkonsole schließt sich an das übersichtliche Armaturenbrett an und umgibt den Fahrer. Großgewachsene stoßen trotzdem mit dem rechten Knie oft an den Schlüssel oder die Mittelkonsole. Der Beifahrer dagegen freut sich über große Beinfreiheit.

Keine Kritik gibt es in Sachen Qualitätsanmutung. Wie vom VW-Konzern gewohnt, ist auch der Altea XL vorbildlich verarbeitet. Haptik und Optik der Materialien gehen ebenfalls in Ordnung.

Fazit

Mit 22.465 Euro Grundpreis für 140-PS-Diesel kostet der Altea XL gerade mal 800 Euro mehr als die Kurzversion. Da stellt sich die Frage nach dem Sinn des „kurzen“ Altea. Der Neue bietet den gleichen Komfort, die selben, überzeugenden Fahreigenschaften und dazu mehr Platz für Passagiere und Gepäck.

 

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