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Galerie: Erster Test Seat Ibiza

Erster Test: Seat Ibiza

Der Vollsortimenter

13.02.2006

Der Ibiza ist und bleibt das wichtigste Modell von Seat - weltweit wie auch auf dem deutschen Markt. Damit der Verkaufserfolg in der zweiten Hälfte des Modellzyklus weiter anhält, bekam der variantenreiche Spanier nun eine Modellpflegemaßnahme spendiert. Der Fokus liegt dabei eindeutig auf „Sport“.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland gut 22.000 Ibiza verkauft. Damit nahm der Kleinwagen gut 40 Prozent Verkaufsanteil bei Seat Deutschland ein. Ohne den Ibiza würde es eher düster aussehen mit der spanischen Volkswagen-Tochter, weshalb alles daran gesetzt wird, den Absatz zu halten.

Galerie: Erster Test Seat IbizaDa verwundert es auch nur auf den ersten Blick, warum das Facelift optisch so gering ausfiel. Der Hauptgrund der Kunden, sich für den Ibiza zu entscheiden, ist nämlich neben dem Preis-Leistungsverhältnis sein Design, beteuert Deutschland-Geschäftsführer Michael Grosche.

Folglich wurde an der Hülle nur marginal gefeilt. Neu sind unter anderem die Stoßfänger, Scheinwerfer, Rückleuchten und die Platzierung der Schriftzüge. „Ibiza“ steht nun in großen Chromlettern mittig auf der Heckklappe geschrieben dort, wo die Modellbezeichnungen inzwischen bei allen Seat zu finden ist.

Fühlt sich besser an

Galerie: Erster Test Seat IbizaAugenscheinlicher sind die Veränderungen im Innenraum. Weichere Kunststoffe mit angenehmerer Haptik sollen den Billig-Chic des Vorgängers vergessen machen. Tatsächlich fühlt man sich nun besser aufgehoben, aber an die Oberflächenqualität von Konkurrenten á la VW Polo, Ford Fiesta oder Toyota Yaris kommt das Ibiza-Interieur nach wie vor nicht heran.

Unschlagbar dagegen ist er in Sachen Motoren- und Ausstattungsvielfalt: Fünf verschiedene Benziner und fünf verschiedene Dieselmotorisierungen stehen zur Verfügung, dazu vier verschiedene Fahrwerksabstimmungen, sechs Ausstattungslinien und drei Getriebe.

Galerie: Erster Test Seat IbizaZu den Motoren: Als Basis dient ein 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 64 PS, der als Sondermodell Amaro für 9.990 Euro zu haben ist. Das mit gut zwei Dritteln Verkaufsanteil beliebteste Aggregat, der 1.4 16V mit 75 PS, startet inklusive guter Ausstattung bei 12.490 Euro. Wahlweise ist dieser 1.4er mit einem Vier-Stufen-Automatikgetriebe kombinierbar. Etwas mehr Schmackes bietet der 1.4er in der nächsten Leistungsstufe mit 100 PS.

No limits

Apropos Leistung: Nach oben hin kennt Seat hier kaum Grenzen: In der sportlichen FR-Linie treibt den Ibiza ein 150 PS starker 1,8-Liter-Turbomotor an. Und damit nicht genug. Topmodell ist nach wie vor der Cupra mit eben jenem Motor, der es hier auf sage und schreibe 180 PS bringt. Der Tritt aufs Gaspedal entfacht ein Feuerwerk: Noch im zweiten Gang lassen sich die Vorderräder kurz zum Durchdrehen bringen, bis die Traktionskontrolle gezielt Leistung wegnimmt. Sobald das hektisch blinkende Warnlämpchen erlischt und die Power in Vortrieb mündet, schießt der wilde Wicht gen Horizont. Gerade einmal 7,3 Sekunden vergehen bis Tempo 100, und Schluss mit stürmen ist erst bei aberwitzigen 230 Sachen.

Galerie: Erster Test Seat IbizaInsgesamt benimmt sich der Ibiza Cupra jedoch wesentlich gepflegter, als es der aus „Cup“ und „Racing“ zusammengesetzte Namen vermuten lässt. Freilich sehr sportlich abgestimmt, schindet einen das Fahrwerk jedoch nie mit übertriebener Härte. Auch der Sound aus dem zugegeben grenzprolligen Riesenauspuff ist mehr kernig dezent denn ohrenbetäubend laut.

Dampfmaschinen

Wer auf Dieselmotoren steht, hat ebenso die Qual der Wahl. Den 1.4 TDI gibt es in den Leistungsstufen 70 und 80 PS, den 1.9 TDI ebenfalls ein alter bekannter aus dem VW-Regal ab 100 PS. In der FR-Version leistet die Pumpe-Düse 130 PS, als Cupra 160 PS. Letztere beiden sind serienmäßig mit Sechsganggetriebe ausgerüstet. Insgesamt spielen die Selbstzünder auf dem deutschen Markt aber nur eine untergeordnete Rolle. Alle zusammen haben sie weniger als 20 Prozent Verkaufsanteil.

Galerie: Erster Test Seat IbizaSpaß macht der Diesel-Dampf aber trotzdem. Der FR beispielsweise malträtiert die Kurbelwelle mit 310 Newtonmetern, die bereits ab 1.900 Touren anstehen. Soviel Kraft will zwar wie auch beim Cupra mit feinfühligem Gasfuß auf die Straße gebracht werden. Andererseits lässt sich der nur 1,2 Tonnen leichte Ibiza 1.9 FR TDI äußerst schaltfaul und richtig schnell zugleich bewegen. Immer wieder beeindruckend ist der geringe Verbrauch auch kräftiger Pumpe-Düse-Aggregate: Im Schnitt begnügt sich der Diesel-Renner mit knapp über fünf Litern je 100 Kilometer. Ruhige Gemüter sparen noch einmal gut einen Liter.

Fazit

Galerie: Erster Test Seat IbizaDer Seat ist und bleibt ein sympathischer Kleinwagen mit sportlichem Charakter. Die Auffrischung im Innenraum hat ihm gut getan, ebenso die Entscheidung, das Äußere nicht auf Teufel-komm-raus, sondern mit Bedacht zu überarbeiten. Die vielfältigen Wahlmöglichkeiten bei Motoren und Ausstattungen suchen im Segment ihresgleichen. Einzigartig sind die gnadenlos motorisierten Topmodelle Cupra, die es wiederum als Diesel oder Benziner gibt.

Dass der Erfolg anhält, dafür dürfte einmal mehr das günstige Preis-Leistungsverhältnis sorgen. Bestes Beispiel: Der aufgehübschte Ibiza startet in den zwei Sondereditionen Comfort und Sport mit ausstattungsbedingten Preisvorteilen von 2.320 bzw. 2.525 Euro.

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