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Galerie: Erster Test Seat Leon ST Cupra

Erster Test: Seat Leon ST Cupra

Auf Wolken getragen

26.06.2015

Nur fliegen ist schöner - diesen Eindruck vermitteln die Seat Leon Cupra-Modelle. Ob im Leon, im SC (Dreitürer) oder im ST (Kombi), in allen fühlt man sich gut gebettet - wie auf Wolken eben. Was die spanische Volkswagentochter Seat mit den Cupra-Modellen auf vier Räder gestellt haben, haben wir für Sie getestet.

Der Gewinner

Jüngst konnte im Seat Leon ST Cupra, der ab sofort für knapp 33.000 Euro beim Händler steht, auf dem Nürburgring ein neuer Rekord verzeichnet werden. In 7 Minuten und 58 Sekunden wurde die Nordschleifen-Umrundung bezwungen. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass wir von einem Kombi sprechen. Dafür verantwortlich sind wohl nicht zuletzt jene 265 respektive, gegen 1.300 Euro extra,  280 Pferde, die sein turbogeladener Zweiliter-Benziner zur Verfügung stellt.

Für den Sprint von Null auf Hundert benötigt der Cupra in der stärkeren Version glatte sechs Sekunden; mit der schwächeren Motorisierung braucht der Kombi 0,2 Sekunden länger um die Hundertermarke zu knacken.

  • Technische Daten

Fünfsitziger, kompakter fünftüriger Kombi

Länge: 4,54 Meter, Breite: 1,82 Meter, Höhe: 1,43 Meter

Radstand: 2,63 Meter

2,0-Liter-Benziner, 195 kW/265 PS,

maximales Drehmoment: 350 Nm bei 1.700 bis 5.300 U/min,

Vmax: 250 km/h, 0-100 km/h: 6,2 s,

Durchschnittsverbrauch: 6,6 l/100 km, CO2-Ausstoß: 154 g/km, Effizienzklasse D,

Preis: ab 32.950 Euro,

Aufpreis für Automatik (Doppelkupplung): 1.700 Euro

2,0-Liter-Benziner, 206 kW/280 PS,

maximales Drehmoment: 350 Nm bei 1.700 bis 5.600 U/min,

Vmax: 250 km/h, 0-100 km/h: 6,0 s,

Durchschnittsverbrauch: 6,6 l/100 km, CO2-Ausstoß: 154 g/km, Effizienzklasse D,

Preis: ab 34.250 Euro,

Aufpreis für Automatik (Doppelkupplung): 1.700 Euro

Der Sportfreund

Galerie: Erster Test Seat Leon ST Cupra Und auf dem Papier begnügt er sich auch mit schlanken 6,6 Litern Sprit auf 100 Kilometer, die in der Praxis hingegen nur schwer realisierbar sein dürften. So schnellt der Verbrauch bei sportlicher Fahrweise doch gerne in den zweistelligen Bereich, wie uns ein Blick auf den Bordcomputer verrät - und zur dynamischen Gangart motiviert der Spanier auf jeden Fall.

Seat hat es ohnehin auf Fahrer mit Rennambitionen abgesehen: Zwar sind adaptives Fahrwerk und mechanisches Vorderachs-Sperrdifferenzial Serie, doch für bietet der Hersteller noch Sport-Extras für rund 3.000 Euro an. Dann kommt der Cupra mit Semi-Slick-Bereifung und Brembo-Bremsen. Und soll es in den Extrembereich gehen, muss leider auch die Klimaanlage zum Zweck der Gewichtsreduzierung weichen.

Der Sanfte

Galerie: Erster Test Seat Leon ST Cupra Doch der Leon hat zwei Gesichter: Unter der Woche erweist sich der ST Cupra  als der brave Kombi, mit dem Papa die Familie durch die Weltgeschichte kutschiert. Dies geschieht in dem Sportler sehr kommod, denn obwohl sein Fahrwerk ein wenig straffer ausgelegt ist, macht er im Komfortmodus selbst auf unebenen Strecken alles richtig; sicher auch dank seiner sich an den Körper anschmiegenden Sportsitze mit Alcantarabezug.

So kann man sich auch den nächsten Familienurlaub gut vorstellen, denn trotz der ganzen Sportlichkeit muss man keine Abstriche bei der Alltagstauglichkeit machen; im Normalbetrieb ist der Cupra nicht einmal übertrieben laut. Und Platz ist im Kombi ohnehin reichlich vorhanden: Bis zu 1.470 Liter passen in den spritzigen Spanier.

Der Wilde

Galerie: Erster Test Seat Leon ST Cupra Und am Wochenende? Da will er einfach mal auf die Piste und an seine Grenzen gebracht werden. Der Seat Leon ST Cupra liegt gut in den Kurven und ist dank seiner 350 Newtonmeter Drehmoment ein wahres Beschleunigungswunder, das im Sport-Modus mit kernigem Klang, der einem Soundgenerator geschuldet ist, nach vorne prescht. Traktionsprobleme sind dem Fronttriebler, zumindest auf trockener Straße, übrigens ein Fremdwort.

Das macht so viel Spaß, dass Papa auch einfach mal egoistisch sein darf, schließlich braucht auch der Familienvater einmal Zeit für sich. Also schnell die Familie daheim abgesetzt und raus auf die kurvige Landstraße. Wer dem Geschwindigkeitsrausch verfällt, wird allerdings von der elektronischen Sperre bei 250 km/h wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Was die Spanier mit der Cupra-Familie auf vier Reifen gestellt haben, macht Spaß, kommt sportlich daher, sieht erwachsen aus und ist nicht nur für den Fahrer ein wahres Vergnügen. Hier kommen alle auf Ihre kosten: Auf der einen Seite der gemütliche Alltagskombi und am Wochenende die flotte Rennsemmel.
Das Spanische Allroundtalent, ist eine großartige Alternative zum VW Golf R Variant oder dem Ford Focus ST Turnier und ist ein willkommenes Geschenk aus Spanien, für alle Familien mit Rennambitionen.
 
 

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