Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Erster Test Seat Leon ST X-Perience 2.0 TDI

Erster Test: Seat Leon ST X-Perience 2.0 TDI

Abenteuer Alltag

26.05.2015

Bis das Seat-SUV nächstes Jahr auf den Markt kommt, ist der Leon X-Perience das einzige von Abenteuerlust angehauchte Angebot, das die spanische VW-Tochter ihren Kunden macht. Dafür erfüllt der kompakte Offroad-Kombi derzeit gleich mehrere Bedürfnisse.

Sportlich-elegante Mischung

Galerie: Erster Test Seat Leon ST X-Perience 2.0 TDIDer 4,54 Meter lange Kompakt-Kombi ist 1,5 Zentimeter höher gelegt, mit Offroad-Beplankung und Unterfahrschutz ausgestattet und optional mit Allrad-Antrieb zu bekommen. Optisch ist den Designern eine gute Mischung zwischen Eleganz und Derbheit gelungen. Das für den Leon typische, straff geschneiderte Blech und die kernigen Offroad-Insignien bilden einen interessanten Kontrast –wie ein Männermodel in Slim-Fit-Anzug und Gummistiefeln. Im Vergleich lässt er seine Konzernbrüder Skoda Octavia Scout und VW Golf Alltrack aussehen wie Arbeiter in Latzhose.

Der sportlich-elegante Eindruck setzt sich im Innern fort. Die feinen Chrom-Details wirken edel, aber nicht übertrieben, die farblich abgesetzten Nähte hochwertig, die Anzeigen und Knöpfe im VW-Konzern-Stil sind wie üblich gut abzulesen und leicht zu bedienen. Ein lohnenswertes, weil optisch sehr ansprechendes Extra ist das Alcantara-Stoff-Leder-Paket (Aufpreis 550 Euro), bei denen Sitzflächen und Türverkleidung in dunkelbraun abgesetzt sind. So fein hat’s mancher nicht zu Hause im Wohnzimmer.

Aber nicht nur optisch will sich der Spanier im Dreiklang der technisch verwandten Leon X-Perience, Octavia Scout und Golf Alltrack durch Sportlichkeit absetzen. So ist glücklicherweise die Handlichkeit des Leon mit der Höherlegung nicht verloren gegangen, der kurvenfreudige Kombi lässt sich dank gefühlvoll-direkter Lenkung und immer noch recht straffer, aber trotzdem kommoder Abstimmung mindestens so agil bewegen, wie es seine Außenhaut verspricht. Die gut geschnittenen Sitze sorgen auch bei flotter Gangart für genügend Halt.

Erfreulich abgestimmt

Galerie: Erster Test Seat Leon ST X-Perience 2.0 TDIRichtig Spaß macht dabei der in unserem Testwagen montierte, aus dem Golf GTD bekannte 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel (184 PS). Das bärenstarke Aggregat ist ein perfekter Begleiter für alle Fahrsituationen, der auch Zwischensprits jenseits der Richtgeschwindigkeit mühelos zulässt. Dabei klingt der Selbstzünder zwar kernig, aber nie aufdringlich. Der auf dem Rollenprüfstand festgelegte Normverbrauch von 4,9 Litern war wie üblich in der Realität nicht zu erreichen. 6,8 Liter/100 Kilometer verbrauchte der Seat im Test durchschnittlich, etwas weniger war bei sehr vorausschauender Fahrweise auch drin.

Die gleichmäßige Kraftverteilung zwischen den Achsen wird per Haldex-Kupplung realisiert, eine elektronische Differenzialsperre sorgt für die Verteilung zwischen den Rädern. Der Allradantrieb hat die Kraft des Selbstzünders gut im Griff und bringt die bis zu 380 Newtonmeter sicher auf die Straße. Auch im leichten Gelände wie auf matschigen Feldwegen, groben Schotterpisten oder sandigen Waldpfaden dürfte der X-Perience keinerlei Probleme haben.

Das serienmäßige Sechsstufen-DSG schaltet geschmeidig und passt gut zu dem größten Diesel. Allein die „Sport“-Abstimmung des DSG wollte im Test nicht hundertprozentig gefallen: Stellt man den Automatik-Hebel auf S, schaltet das Doppelkupplungsgetriebe auch im Teillastbetrieb sehr spät, was auf Dauer ein bisschen nervig war. Dabei Abhilfe schaffen die Schaltpaddle am Lenkrad, deren Plastikausführung im sehr hochwertigen Cockpit-Umfeld allerdings ein bisschen fehl am Platz wirkt.

Schön breit aufgestellt

Galerie: Erster Test Seat Leon ST X-Perience 2.0 TDIMindestens 34.000 Euro verlangt Seat für den X-Perience 2.0 TDI, dann sind unter anderem Allradantrieb und Klimaautomatik schon an Bord. Erhältlich sind zusätzlich Assistenzsysteme (Fernlicht- und Spurhalteassistent im Paket für 300 Euro), Abstands-Tempomat (560 Euro) oder LED-Scheinwerfer (1190 Euro).

Mit dem Leon X-Perience und dem dicken Diesel unter der Haube könnte man also vom Boulevard der Eitelkeiten über den verschneiten Bergpass und ein Stück linker Autobahnspur mit einem Umweg am Großmarkt vorbei direkt durch fahren in die Ferienhütte im Wald. Wann man diese Bandbreite braucht? Selten. Aber wie mit so vielem ist es im Abenteuer Alltag doch schön zu wissen, dass man sie könnte, wenn man wollte. (as/sp-x)

 

Gebrauchtwagen-Kaufberater

Sie suchen einen Gebrauchten? Unsere Kaufberater sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Traumwagen achten müssen.

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

Frage der Woche

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.