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Galerie: Erster Test Skoda Monte Carlo

Erster Test: Skoda Monte Carlo

Mit Eleganz oder sportlicher Kraft

31.07.2014

Skoda ergeht sich gerne im Betrachten der eigenen Geschichte. Unterhaltsam und charmant ist sie zu erzählen, viele Anekdoten und Schmonzetten haben Schweiksches Format, und doch schwingt immer wieder ein wenig kafkaeske Düsterheit in ihnen mit. Die Unternehmensgründer hießen mit Vornamen beide Vaclav, der eine Laurin, der andere Klement. Der eine war Schlosser, Buchhändler der andere. Der begann mit dem Fahrradbau, als sein in tschechisch verfasster Beschwerdebrief an den deutschen Hersteller seines Drahtesels mit der Begründung zurückgewiesen wurde, er möge sich einer allgemein verständlichen Sprache bedienen und sein Anliegen erneut vortragen. Aus Trotz und Zorn tat er sich mit Vaclav Laurin zusammen und wollte die besseren Räder bauen.

Was letztlich gelang. Aber weil kein Visionär ruhig schlafen kann, wenn sich rings um ihn die Welt verändert, begannen die beiden bald, die Fahrräder zu motorisieren. Und weil zwei Räder nicht von alleine stehen, rollt 1904 das erste Automobil von den Bändern in Mladá Boleslav, wo die Marke noch heute zu hause ist.

Keine guten Kaufmänner

Galerie: Erster Test Skoda Monte CarloDie beiden Gründerväter mögen begeisterte Techniker gewesen sein, gute Kaufmänner waren sie dagegen nicht. Immer wieder wurde das Geld knapp, 1925 blieb nur der Weg eines Bündnisses, um den Zerfall der klangvollen Marke Laurin&Klement zu verhindern. Der Großindustrielle Emil Skoda kaufte die Autofabrik und ließ aber beide früheren Inhaber weiter tüfteln und entwickeln. Der zweite Weltkrieg setzte all dem ein Ende, die Skoda-Werke gingen ins Volkseigentum über, die Freude an der Innovation schwand dahin und die Zeit der Erfolge war vorüber.

Erst eine zweite Übernahme konnte die Geschicke von Skoda rund 40 Jahre später wieder in das Fahrwasser des Erfolges lenken. VW und vor allem der damalige Vorstandsvorsitzende Carl Hahn hatten alles richtig gemacht, um Skoda zum Vorzeigebetrieb unter dem Konzerndach wachsen zu lassen. Man beließ es bei bewährten Strukturen und stärkte den sprichwörtlichen tschechischen Ingenieursgeist. Heute verkauft Skoda in Deutschland mehr Octavia als Opel den Astra und steht mit rund 88.000 Fahrzeugen unangefochten auf Rang sieben der Absatztabelle des ersten Halbjahres 2014. Noch ein gutes Stück hinter Ford, aber mit einem Verkaufsplus von 14 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr.

Mit Emotionen zu mehr Absatz

Galerie: Erster Test Skoda Monte CarloJetzt sollen erneut Emotionen helfen, die Absatzzahlen zu steigern. Eingedenk der motorsportlichen Erfolge in Vergangenheit und Gegenwart erweitert die VW-Tochtermarke die neue Ausstattungslinie Monte Carlo. Sie soll an die Tradition erinnern, die unter vielen anderen Erfolgen fast zu einem Sieg beim gleichnamigen Rallye-Klassiker geführt hätte. Ihre Erstplatzierung verloren die beiden Piloten Hausman und Pohl im Jahr 1937 nur durch einen regelwidrigen Außenspiegel: Er war vier Quadratzentimeter zu groß.

Monte Carlo, das klingt nach Rallye, nach Luxus und, mit Blick auf das berühmte Spielcasino, nach Wagnis. Die dominierenden Farben der Monte-Carlo-Modelle sind schwarz und rot. Wie beim Roulette. Alles oder Nichts, sagt Sebastian Buggert, Psychologe beim Kölner Marktforschungsinstitut Rheingold. Jetzt steht die 2011 bereits für den Fabia eingeführte Ausstattungsvariante auch für den Citigo und den Yeti zur Wahl, der Rapid Spaceback folgt dann Ende des Jahres.

Markanter Auftritt

Galerie: Erster Test Skoda Monte CarloDen markanten, dynamischen Auftritt garantieren neben der auffälligen Zweifarbenlackierung die schwarzen Leichtmetallräder und dunkel getönte Scheiben am Heck und im Fond. Eigens geformte Frontschürzen und ein Diffusor am Heck unterstreichen zusammen mit einem Edelstahl-Endrohr des Auspuffs den sportlichen Anspruch. Innen dominiert Rot als Farbe bei den Sitzbezügen, graue Seitenwangen setzen den Kontrapunkt. Das Sportlenkrad wird ebenso wie der Griff der Handbremse und die Manschette des Schalthebels von Leder ummantelt, rote Ziernähte schaffen hier den Kontrast. Chromrahmen fassen die Lüftungsdüsen und die Audioanlage am schwarzen Armaturenbrett ein, das Rallyekaro der Zielflagge schmückt die Karosserie außen.

Beim Citigo kann die Monte-Carlo-Ausstattung mit allen Motorisierungen kombiniert werden, das Leistungsangebot reicht von 60 PS bis 75 PS bei den Benzinern, der 68 PS starke, erdgasbetriebene Citigo G-Tec ist außerdem im Programm. Die Preise beginnen bei 11.490 Euro für den Dreitürer, für den Viertürer sind wenigstens 11.970 Euro fällig. Beim Yeti stehen drei Benziner und drei Diesel zur Wahl. Hier startet die Preisliste mit 23.990 Euro für den 1,2 TSI mit 105 PS, das Spitzenmodell 2,0 TDI 4x4 mit 170 PS kostet 33.290 Euro. (mg/sp-x)

 
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