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Galerie: Erster Test Skoda Octavia

Erster Test: Skoda Octavia

Erfolg auf der ganzen Linie

17.02.2017

Der Octavia – das ist ein Golf im Skoda-Gewand: Technisch haben die beiden Modelle mehr gemeinsam, als das Erscheinungsbild verrät, und deshalb löst ein Golf-Update über kurz oder lang auch Veränderungen beim Derivat aus.

Bei Skoda hat man dieses Mal sehr schnell nachgezogen – und den Begriff Facelift ebenso vorsichtig interpretiert wie in Wolfsburg. Kein Wunder: Der als Limousine und Kombi erhältliche Octavia ist, obwohl frei von optischen Extravaganzen, ein Bestseller, und diesen Erfolg darf kein Designer mutwillig aufs Spiel setzen. Oberstes Ziel einer Überarbeitung muss vielmehr sein, dem Betrachter hinterher etwas Neues zu bieten, ohne die Stamm-Klientel durch allzu radikale Eingriffe in die gewohnte Linie vor den Kopf zu stoßen.

Jetzt auch mit LED-Scheinwerfern

Galerie: Erster Test Skoda OctaviaDie Skoda-Gestalter haben diesen Spagat bisher gut hinbekommen, und auch das soeben präsentierte Erscheinungsbild spricht für ihr Einfühlungsvermögen in die Kundenseele: Eine stark überarbeitete Frontpartie, in der vier kleine statt zwei breite Scheinwerfer stecken, hat den Octavia sichtbar verjüngt, ohne den Modellcharakter zu verändern. Das neue Gesicht scheint zu gefallen, denn es hat die Nachfrage noch vor der Markteinführung so in die Höhe getrieben, dass die Firmenleitung stolz verkünden kann, man liege deutlich überm Plan.

Galerie: Erster Test Skoda OctaviaZum Erfolg des Octavia hat maßgeblich beigetragen, dass dieses Modell Golf-Technik, -Tugenden und -Preisniveau sowie hohe Fertigungsqualität mit dem Raumangebot der nächsthöheren Fahrzeugklasse kombiniert. Die Bein-, Ellenbogen- und Kopffreiheit in der neu eingekleideten Kabine ist hinten so großzügig bemessen wie vorne, und auch das Gepäckraumvolumen von 590 bzw. 610 Liter lässt vergessen, dass reichlich Platz nicht zwangsläufig -zigtausend Euro kostet, sondern trotz einer Facelift-bedingten Preiserhöhung schon für 17.450 bzw.18.150 Euro (Limousine bzw. Kombi) zu erwerben ist. Dann allerdings vergleichsweise schlicht ausgestattet und mit einem reduzierten Angebot an Extras. Der Wunsch nach den erstmals verfügbaren LED-Hauptscheinwerfer setzt beispielsweise einen höheren Einstiegspreis voraus.

Bestens vernetzt

Galerie: Erster Test Skoda OctaviaDiese Einschränkung gilt auch für das vergrößerte Angebot an elektronischen Sonderausstattungen wie „Skoda Connect“. Damit lässt sich der Octavia jetzt wie andere, höherpreisige Fahrzeugtypen mit so ziemlich Allem aus- und aufrüsten, was Auto, Insassen und digitale Außenwelt brauchen, um zeitgemäß miteinander zu kommunizieren und – Originalton Skoda - „always on“ zu sein. Ein mit LTE-Geschwindigkeit operierendes WLAN mit Hotspot-Funktion beispielsweise, das Navigationsansagen und noch viel mehr Informationen einholen kann.

Insgesamt vier Infotainmentsysteme stehen zur Wahl. Wer eines mit berührungsempfindlichem Monitor in der Mittelkonsole wählt, sitzt vor einer Art Tablet-PC. Das größte Display misst 9,2 Zoll in der Diagonale, bietet also viel Fläche für die gewünschten Anzeigen – und irritierende Ausrutscher, wenn die Fingerübung mit einer Bodenwelle zusammenfällt.

Galerie: Erster Test Skoda OctaviaDarüber hinaus hat die Runderneuerung der dritten Octavia-Generation die Zahl der verfügbaren Assistenzsysteme erhöht. Unter anderem beherrscht der Wagen jetzt (optional) den vorausschauenden Fußgängerschutz, kann vor Fahrzeugen im toten Winkel und querenden Fahrzeugen beim Rückwärtsausparken warnen und das Rangieren von Anhängern vereinfachen.

Vier Benziner, vier Diesel

Ebenfalls neu eine dreistufige Abstimmung von Fahrwerk und Fahrverhalten. Aus den Bereichen Motorraum und Antriebsstrang gibt es hingegen nur wenig Neues zu berichten, sieht man einmal davon ab, dass der 150 PS-Turbodiesel nunmehr mit der jüngsten Generation des Sieben-Gang-Direktschaltgetriebes kooperiert, wenn alle vier Räder angetrieben werden. Die 2WD-Version dieses TDI tritt hingegen weiterhin mit Sechs-Gang-DSG an. Auch drei der vier Benziner sind damit zu bekommen – sie wiederum mit der siebengängigen Variante. Wann sich zu der vier Benziner und vier Diesel umfassenden Flotte der Erdgas konsumierende 1,4 TSI G-TEC gesellt, steht noch nicht fest. Sicher ist, dass er 110 PS leisten wird.

  • Technische Daten – Skoda Octavia

Länge: 4,67 m, Breite (ohne Spiegel): 1,81 m; Höhe: 1,46 m; Radstand: 2,68 m. Kofferraumvolumen: 590-1580 (610-1740) l; Leergewicht: 1225-1438 (1247-1485) kg; Zuladung: 585-638 kg.

Angaben in Klammern: Kombi

Motoren

1.2 l, Vierzylinder-Turbobenziner, 63 kW/86 PS bei 4300-5300/min, 160 Nm bei 1400-3500/min; Beschleunigung 0-100 km/h: 12,0 s; Höchstgeschwindigkeit: 181 km/h; Norm-Verbrauch: 4,8-4,9 l Super/100 km. Preis: ab 17.450 Euro (Kombi +700 Euro).

1.0 l, Dreizylinder-Turbobenziner, 85 kW/115 PS bei 5000-5500/min, 200 Nm bei 2000-3500/min; 9,9 s; 203 km/h; 4,8-4,9 l Super/100 km. Ab 19.350 Euro.

1.4 l, Vierzylinder-Turbobenziner, 110 kW/150 PS bei 5000-6000/min; 250 Nm bei 1500-3500/min; 8,1 s; 219 km/h; 5,2-5,3 l Super/100 km. Ab 21.290 Euro.

1.8 l, Vierzylinder-Turbobenziner, 132 kW/180 PS bei 5100-6200 (4500-6200)/min; 250 (280) Nm bei 1250-5000 (1350-4500)/min; 7,3 (7,4) s; 231 (229)km/h; 6,1 (6,6) l Super/100 km. Ab 25.190 (28.790) Euro. (Angaben in Klammern: 4WD/DSG-Version)

1.6 l, Vierzylinder-Turbodiesel: 66 kW/90 PS bei 2750-4600/min; 230 Nm bei 1400-2750/min; 12,2 s; 186 km/h; 4,0-4,2 l Diesel/100 km. Ab 20.910 Euro.

1.6 l, Vierzylinder-Turbodiesel: 85 kW/115 PS bei 3250-4000/min; 250 Nm bei 1500-3200/min; 10,1 s; 203 km/h; 4,0-4,2 l Diesel/100 km. Ab 22.150 Euro.

2.0 l, Vierzylinder-Turbodiesel: 110 kW/150 PS bei 3500-4000/min; 340 Nm bei 1750-3000/min; 8,4 (8,5) s; 218 (215) km/h; 4,3-4,4 $,7-4,8) l Diesel/100 km. Ab 26.250 (28.050) Euro. (Angaben in Klammern: 4WD-Version)

2.0 l, Vierzylinder-Turbodiesel (4WD+DSG): 135 kW/184 PS bei 3500-4000/min; 380 Nm bei 1750-3250/min; 7,1 s; 226 km/h; 4,9 l Diesel/100 km. 36.160 Euro.

Neue „Simply Clever“-Ideen

Galerie: Erster Test Skoda OctaviaEinmal mehr bemerkenswert ist, wieviel Entwickler-Grips bei Skoda in schlichte, aber höchst sinnvolle Detaillösungen fließt, die unter dem Oberbegriff „Simply clever“ vermarktet werden. Der Flaschenhalter in der Mitteltunnelkonsole ist beispielsweise so geformt, dass er sich mit dem Flaschenboden verzahnt, so dass es möglich ist, PET-Flaschen aufzuschrauben, ohne sie mit der zweiten Hand festzuhalten. Eine feine Sache sind auch die beiden USB-Anschlüsse im Fond, die Smartphones und anderen Geräten Strom spenden, ein beheizbarer Lenkradkranz, oder die herausnehmbare LED-Taschenlampe im Kombi-Gepäckraum, deren Akku während der Fahrt automatisch geladen wird.

 
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