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Galerie: Erster Test Skoda Rapid Spaceback

Erster Test: Skoda Rapid Spaceback

Ohne Fehl und Tadel

27.09.2013

Ist der Rapid Spaceback ein Kombi? Keinesfalls, versichern die Skoda-Leute, was den unbefangenen Betrachter verwundert, trägt doch der Octavia mit vergleichbar geformter Heckpartie den Beinamen Combi.

Auch das Raumangebot der neuen, nur 4,30 Meter langen Rapid-Variante spricht nicht gegen die Einstufung als Mehrzweck-Pkw: Obwohl der optisch zwischen viertürigem Coupé und Kombi angesiedelte Spaceback 18 Zentimeter kürzer ist als die Limousine, sind vier Erwachsene und eine ganze Menge Gepäck zwischen Instrumententräger und Heckklappe unterzubringen: 420 Liter fasst das Ladeabteil bei voller Bestuhlung, und werden die Fondsitzlehnen flachgelegt, harren sogar 1.380 Liter der Befüllung.

Solange Konzept und Preis zum Kauf verlocken, ist im Grunde genommen egal, wie das neue Kind heißt. Und es ist vielleicht sogar ein guter Schachzug, per Namenswahl die dezente Botschaft zu verbreiten, dass dem Audi A3 Sportback ein Stiefbrüderchen erwachsen ist. Es wird, ganz wie im Märchen, nicht in genauso feine  Kleider schlüpfen wie der Sprößling der vornehmen Verwandtschaft aus Ingolstadt, verspricht aber genauso tüchtig zu werden.  

Überschaubares Motorenangebot

Damit sich die beiden Familienzweige nicht gar zu sehr ins Gehege kommen, ist das einnehmende Wesen namens Spaceback leistungsmäßig eine Etage unter dem Sportback angesiedelt. Skoda offeriert ihn mit drei direkteinspritzenden Turbobenzinern, die 86 PS, 105 PS oder 132 PS bereitstellen, und zwei 1,6-Liter-Turbodiesel, wahlweise mit 90 PS oder 105 PS ausgestattet. Den schwächsten TSI gibt es für 14.990 Euro; mit Bestausstattung kostet er 19.390 Euro.

Galerie: Erster Test Skoda Rapid SpacebackFür den stärkeren 1.2 TSI, der mit Sechsgang-Schaltung antritt, stellt der Händler zwischen 16.090 und 20.490 Euro in Rechnung, und für den nur mit Sieben-Gang-Direktschaltgetriebe erhältlichen 1.4 TSI darf je nach er 20.750  bis 22.890 Euro verlangen. Die Active genannte Grundausstattung lässt sich mit diesem Motor nicht kombinieren, wohl aber mit den beiden TDI, die serienmäßig mit Fünfgang-Getriebe ausgerüstet sind. Auf der Preisliste starten sie bei 17.390 beziehungsweise 18.390 Euro. Am meisten - 23.090 Euro - verlangt Skoda für die Kombination aus 90 PS-Dieselmotor und Sieben-Gang-DSG.

Selbst wenn man berücksichtigt, dass in den Basismodellen die Klimaanlage fehlt und der Wunsch nach einer Raumkühlung an heißen Sommertagen die Fahrzeuge um 1.095 Euro verteuert, sind diese Preise ein starkes Argument für den Spaceback.

Space- statt Sportback spart 3.000 Euro

Den Preisabstand zum A3 Sportback zu ermitteln, gelingt allerdings erst auf der nächsthöheren Ausstattungsstufe, wo die Raumklimatisierung im Preis inbegriffen ist. Dann ergibt der Vergleich, dass der 05 PS-Turbobenziner, den sowohl Skoda als auch Audi im Angebot hat, im Spaceback gut 3.000 Euro weniger kostet als im Sportback-Ambiente.

Wer sich für die preiswertere Lösung entscheidet, wird sich wohl kaum daran stören, dass die Zahl der verfügbaren Fahrerassistenzsysteme überschaubar, die Möglichkeit, Zusatzausstattung zu erwerben, eingeschränkt und das Ambiente insgesamt etwas schlichter geraten ist.

86 Pferdestärken reichen aus

Galerie: Erster Test Skoda Rapid SpacebackIm Geldbeutel des Käufers macht sich so etwas fraglos positiv bemerkbar - ebenso wie die Feststellung, dass der Skoda mit einem Leergewicht von weniger als 1.100 Kilogramm zu den Leichtgewichten der unteren Mittelklasse gehört: Mit 86 PS und einem Drehmomentmaximum von 160 Nm ist er gut zu Fuß. Und zur Not kann man dem Motor mit Hilfe des sauber geführten Fünfgang-Getriebes aufmuntern. Laut Datenblatt kommt der kleine Benziner ohne Start-Stopp-Technik mit 5,1 Liter die 100-Kilometer-Distanz und konsumiert mit Spritspartechnik noch einmal 0,2 Liter weniger. Die Diesel verleiben sich 3,9 bis 4,5 Liter ein, und für die stärkeren Benziner weist Skoda 100-Kilometer-Verbräuche zwischen 5,0 und 5,8 Liter aus.

Beim neuen Rapid-Modell ist nicht nur die Technik - von den Motoren über die Lenkung bis hin  zum Fahrwerk - ohne Fehl und Tadel, sondern das gesamte Drumherum. Bei Skoda fasst der Firmen-Slogan „Simply Clever“ in der Tat zusammen, was den Kern der Marke ausmacht und nicht nur im Spaceback angenehm auffällt: Die Fahrzeuge aus Tschechien sind preiswert und wirken dennoch bis ins Detail durchdacht.

Noch mehr praktisches Zubehör

Galerie: Erster Test Skoda Rapid SpacebackDie neue Rapid-Variante hat die Liste des sinnvollen Zubehörs noch ein Stück verlängert. Zum Eiskratzer in der Tankklappe, dem Warnwestenhalter unterm Fahrersitz oder dem Abfallbehälter in der Seitentür sind ein paar weitere clevere Kleinigkeiten hinzugekommen: Der Cupholder in der Mittelkonsole wurde um eine Halterung für Smartphone und ähnlich geformte elektronische Begleiter ergänzt. Und das Stauraumangebot ist riesig - nicht nur im Fahrzeugheck: In jeder der vorderen Türen findet eine 1,5-Liter-Wasserflasche Platz, und eine weitere ist am hinteren Ende der Mittelkonsole zu verstauen.

Vom Gespür der Skoda-Leute für alltäglich Nützliches zeugt auch die Idee, an der linken A-Säule einer Parkticket-Klammer anzubringen, den Kofferraum mit Taschenhaken und die Flanken der Vordersitze mit Kleinkram aufnehmenden Netzen zu bestücken. Wer so etwas praktisch findet, darf allerdings nicht den Spaceback mit Grundausstattung ordern und muss darüber hinaus 190 Euro zuzahlen.

Neue Extras

Dass Skoda um den Effekt einer forschen Linienführung weiß, sich aber jeglichen modischen Überschwang verkneift, macht den Spaceback zu einer dezent attraktiven Erscheinung, an der man sich nicht so schnell satt sieht. Mit Zwei-Quadratmeter-Panorama-Glasdach, das sich mit einer langen Heckscheibe kombinieren lässt, sieht er sogar richtig schick aus.  Bei dieser Lösung reicht das getönte Glas zehn Zentimeter weiter in die Heckklappe hinein als normal.

 
Fazit
 

Gerlinde Fröhlich-Merz

Sich für den Skoda Rapid Spaceback zu entscheiden, birgt kein großes Risiko. Der neue Typ ist ein neuerlicher Beweis dafür, wie gut sich die Tschechen aufs Auto-Entwickeln und -Produzieren verstehen. Und seit sie VW-Komponenten nutzen, spielen sie auch in puncto Technik in der ersten Liga mit. Expressives Design ist allerdings nicht Skoda-Art. Das Unternehmen bevorzugt  schlicht-schöne Formen, die den Vorteil haben, dass sie nicht aus der Mode geraten.
 
 
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