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Galerie: Erster Test Skoda Yeti

Erster Test: Skoda Yeti

Yeti-Ritter

18.06.2009

Anders als die Jedi-Ritter in Star Wars muss sich der Skoda Yeti ohne Lichtschwert gegen seine Mitstreiter durchsetzen. Seine Waffen sind gute Verarbeitung, ein üppiges Platzangebot und vor allem der günstige Preis.

Mit knapp über 4,20 Meter Länge ist der Skoda Yeti kürzer als die meisten Mitbewerber im Segment der Kompakt-SUV, und sein hausinternes Vorbild, der VW Tiguan, hat ihm ebenfalls 20 Zentimeter voraus. Kein Wunder: Im Wolfsburger Softroader steckt Passat-Technik, während der Yeti auf der Skoda-Octavia-4x4-Plattform aufbaut - also auf Golf-Komponenten.  

Trotz der kompakten Außenmaße bietet der Yeti ein üppiges Platzangebot. In den Reihen eins und zwei können es sich selbst Großgewachsene bequem machen, und der Fahrer findet dank des höhenverstellbaren Gestühls und eines sowohl in Höhe als auch Länge justierbaren Lenkrads problemlos die richtige Sitzposition. Praktisch: Die drei Einzelsitze im Fond sind nicht nur längsverschiebbar, sondern auch komplett ausbaubar. Nimmt man nur den mittleren heraus, können die äußeren Sitze auch in Querrichtung neu justiert werden. So lässt sich der Yeti zum komfortablen Viersitzer wandeln.

Kleinere Umzüge

Galerie: Erster Test Skoda YetiJe nach Position der Rücksitze bietet der Skoda zwischen 400 und 500 Liter Gepäckraum; klappt man die Sessel um, werden es 1.580 Liter, und bei Komplettausbau der Fondbestuhlung können stolze 1.760 Liter Gepäck untergebracht werden. Damit meistert der Yeti zum Beispiel auch Umzugsarbeiten. Und kleinere Transportgüter kann man mit praktischen, bei Skoda erfreulicherweise stets vorhandenen Haken und Ösen im Kofferraum sicher fixieren.

Die Inneneinrichtung ist VW-typisch schlicht und übersichtlich. Wer auf Design-Experimente scharf ist, wird im Skoda Yeti nicht fündig. Die Bedieneinheiten für das Navi-System und die Klimaanlage finden sich in vielen Fahrzeugen des VW-Konzerns - genauso wie die gut abzulesenden Rundinstrumente. Auch die Verarbeitung liegt auf dem aus Wolfsburg bekannten, hohen Niveau; die sehr angenehm anzufassenden Softtouch-Oberflächen auf dem Armaturenbrett wechseln sich mit ebenso gut verarbeitetem, robustem Hartplastik ab. Nur eines fällt auf: Die Haltegriffe an den Türen sind - anders als bei VW - nicht gedämpft.

Fünf Motoren

Galerie: Erster Test Skoda YetiHinter der optisch an den Skoda Roomster oder Fabia erinnernden Front arbeitet wahlweise einer von fünf Motoren - zwei Benziner und drei Common-Rail-Diesel stehen in der Preisliste. Neu auf Ottoseite ist der 105 PS starke 1.2 TSI mit Turbo und Benzindirekteinspritzung (175 Newtonmeter bei 1.500 Umdrehungen), der nur mit Frontantrieb erhältlich ist und, dem Downsizing-Trend folgend, den bisherigen 1.6er ersetzt. Auf Wunsch ist der 1.2 TSI mit Sieben-Gang-DSG statt manuellem Sechs-Gang-Getriebes erhältlich. Skoda zufolge begnügt er sich im Schnitt mit sieben Litern Benzin - was für ein SUV vorbildlich ist.

Darüber rangiert der 1.8 TSI mit 160 PS und einem Drehmoment von 250 Newtonmeter (ebenfalls bei 1.500 Umdrehungen), der sich im Verbrauchstest nach EU-Norm je 100 Kilometer einen Liter mehr gönnt. Er wird ausschließlich in Verbindung mit dem per Haldex-Kupplung  arbeitenden Allradantrieb angeboten. Dieser schickt bei Bedarf bis zu 90 Prozent der Kraft an die Hinterachse, im Regelfall gehen 96 Prozent nach vorne.

Drei mal zwei Liter

Galerie: Erster Test Skoda YetiDer Löwenanteil der Yeti wird wahrscheinlich mit dem Zwei-Liter-TDI bestellt, der in drei Leistungsstufen bereit steht. Bei der 110-PS-Basis haben Käufer wiederum die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb, wobei die 2WD-Version die einzige ist, die noch mit Fünf-Gang-Getriebe ausgeliefert wird. Die beiden stärkeren Varianten mit 140 und 170 PS schicken ihre Kraft standardmäßig über ein Sechs-Gang-Getriebe an alle vier Räder.

Der Kraftunterschied zwischen den beiden Spitzenaggregaten ist gar nicht so groß. Während der 140-PS-Diesel 320 Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt, kommt sein stärkerer Bruder auf 350 Newtonmeter - jeweils ab 1.750 Touren. Dementsprechend ist hier wie da kräftiger Durchzug garantiert, und das äußerst geräuscharm. Denn die neuen Common-Rail-Aggregate überzeugen durch ihren kultivierten, ruhigen Lauf - und ihre zurückhaltende Art beim Kraftstoff-Konsumieren. Gut sechs Liter soll sich das künftig wohl meistverkaufte 140-PS-Aggregat genehmigen.

DSG für Diesel

Galerie: Erster Test Skoda YetiMit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG werden diese Motorvarianten ab Frühjahr 2010 bestellbar sein. Ob und wann der neue, noch sparsamere 1.6 TDI Einzug in den Yeti hält, steht in den Sternen. Vorerst ist bei 170 PS Schluss, über eine noch stärkere RS-Version denkt man bei Skoda derzeit nicht nach.

Auch wenn der Yeti den SUV mimt, wird er zumeist auf asphaltierten Straßen unterwegs sein. Und dort präsentiert er sich trotz seiner Höhe nicht als schwankendes Ungetüm, sondern kann durchaus mit herkömmlichen Kompakt-Kombis mithalten. Seine Seitenneigung ist gering, und das trotz eines eher komfortbetonten Fahrwerks, das genug Federreserven bereithält, um Schnitzer im Bodenbelag auszugleichen. Der Preis: Der Yeti fängt früh an, sanft und gut kontrollierbar zu untersteuern.

Fürs leichte Gelände

Galerie: Erster Test Skoda Yeti18 Zentimeter Bodenfreiheit und kurze Überhänge erlauben dem Yeti zwar Ausflüge ins leichte Gelände, ein richtiger Offroader ist er gewiss nicht. Für schlammige Feldwege, nasse Wiesen oder tiefe Pfützen ist sich der optional als Allradler bestellbare Yeti aber nicht zu schade; damit empfiehlt er sich auch Förstern und Jägern. Eine Bergabfahrhilfe unterstützt den Fahrer bei steilen Abhängen, und auf Schotter und Sand arbeitet das ESP feinfühliger als auf Asphalt.

Um in den Genuss dieser Offroad-Kompetenz zu kommen, muss man mindestens 22.690 Euro auf den Tisch legen. Dafür gibt es den günstigsten 4x4-Yeti mit 110-PS-Diesel. Wer sich mit dem Frontantrieb begnügt, kann bereits ab 17.990 Euro in den Yeti 1.2 TSI einsteigen. Allerdings fehlt dann auch das ESP, das nur bei den 4WD-Varianten serienmäßig ist. Und auch eine Klimaanlage sucht man in der Basisausstattung vergebens. Gegen Aufpreis hält Skoda nicht nur sie, sondern auch Schmankerl wie den automatischen Parkassistenten, Bi-Xenon-Licht und Standheizung bereit.

Fazit

Mit variablem Innenraum, handlichen Abmessungen, sauberer Verarbeitung und komfortorientierter Abstimmung bringt der Skoda beste Voraussetzungen für den Markterfolg mit. Und dank der sparsamen Motoren lässt sich dieses SUV auch mit grünem Gewissen vereinbaren.

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