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Erster Test: Smart/DHL

Erster Test: Smart/DHL

Wir haben doch keine Zeit!

26.07.2016

Wir haben doch keine Zeit, war der bekannte und oft verwendete Spruch eines mittlerweile ehemaligen TV-Moderators. Und tatsächlich, Stefan Raab hatte recht: In unserem heutigen Alltag ist Zeit Mangelware, die man insbesondere nicht mit Warten verschwenden möchte. Besonders nervig sind beispielsweise die großen Zeitfenster bei der Paketzustellung. Sie kennen das, zwischen 10 und 17 Uhr soll das Paket ankommen und ist man nicht zu Hause, dann findet man es im Idealfall beim Nachbarn, im schlimmsten Fall in der Postfiliale, die dann natürlich schon geschlossen hat. Das soll sich mit der Kooperation von Smart und DHL ändern – der Autobauer und das Zustellunternehmen planen die Paket-Auslieferung in den Kofferraum.

Schnell noch bei Amazon die schicke Uhr, den neuen Laptop oder ein spannendes Buch bestellt und schon ist das Paket auf dem Weg zu Ihnen nach Hause. Doch dann fällt der Groschen: Morgen sind Sie gar nicht daheim. Jetzt heißt es, beim Nachbarn fragen, ob er die Sendung entgegennehmen kann und drauf hoffen, dass der Paketbote es auch wirklich dort abgibt und nicht in die nächste Filiale oder Paketstation bringt. Denn sonst wartet man noch länger auf das Produkt seiner Wahl.

Der Kofferraum, die neue Paketstation

All das Warten kann nun bald ein Ende haben. Zumindest, wenn Sie einen Smart haben und sich für die Connectivity-Box entscheiden. Dieser kleine Kasten hinter der Windschutzscheibe ermöglicht es, das Fahrzeug per Handy-App zu öffnen und zu schließen. Ist das Kasterl im Auto verbaut und die Registrierung bei Smart und DHL einmal erledigt, können Sie beim Online-Shopping einfach angeben, dass der DHL-Bote das Paket in Ihren Kofferraum ablegen soll. Dazu müssen Sie lediglich die mit der speziellen Smart-App generierte TAN in das c/o-Feld eingeben und schon lässt sich das Fahrzeug mit der Handy-App des Zustellers entriegeln. Dazu gibt er, sobald er vor dem Fahrzeug steht, eine Geheimnummer in sein Gerät ein, öffnet den Kofferraum, legt die Sendung ab und schließt den Kofferraum wieder – und schon ist die Zustellung abgeschlossen. Das Entriegeln des Smart geschieht innerhalb von zwei Sekunden – das heißt, der Fahrer muss rund eine Sekunde länger als an der Haustür warten, ehe er üblicherweise panisch wegrennt, da der Kunde eventuell doch zu Hause auf die Ware und den Boten warten könnte.

Die Kofferraumzustellung soll in der Nacht geschehen, in der Zeit zwischen 23 und 5 Uhr. In der nachtschlafenden Zeit sind nicht mehr so viele Menschen unterwegs, sodass die Boten entspannter ihre Arbeit verrichten können und die Smarts geparkt vor der Wohnung stehen – zunächst müssen sie nämlich in einem Umkreis von 300 Metern um die Heimatadresse abgestellt werden, da nach der zweiten erfolglosen Zustellung eine Benachrichtigungskarte in den Briefkasten geworfen werden muss. Im Idealfall aber kommt es dazu ja nicht mehr: Sie bestellen also am Nachmittag und am nächsten Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, wartet die Bestellung bereits im Kofferraum auf Sie. So macht der Weg in die Arbeit doch gleich noch mehr Spaß.

Testprobanden gesucht

Ganz serienreif ist die Technik aber noch nicht: Im Herbst 2016 wird das Projekt in die Beta-Phase geschickt. Dafür werden noch fleißige und bestellwütige Probanden gesucht. Wer sich in der Anfangszeit für den Test entscheidet, bekommt die Box, die im Fahrzeug verbaut sein muss, kostenlos als ‚give away’. Was man dafür mitbringen muss? Natürlich einen Smart ForTwo oder ForFour. Es können aber nicht nur Fahrer der neusten Smart-Generation teilnehmen, auch jene, die das Vorgängermodell des ForTwo fahren, können in den Genuss der Kofferraumzustellung kommen. Außerdem muss man entweder in Stuttgart, Köln, Bonn oder Berlin wohnen, denn dort startet der Testbetrieb.

Und sicher: Anfangs wird es noch viele Skeptiker geben, die den praktischen Nutzen der neuen Zustellart nicht gleich erkennen. Aber zum Beispiel auch beim Thema Car-Sharing haben sich zu Beginn viele gefragt, ob sich das Auto-zum-Ausleihen durchsetzen wird. Letzteres ist besonders in Großstädten mittlerweile eine gut angenommene Alternative zum eigenen Auto. Wem die ganze Geschichte zu unsicher erscheint, der sei außerdem beruhigt: Das Paket wird mit dem Label nach unten ins Fahrzeug gelegt, damit man von außen nicht erkennen kann, ob im Paket eventuell Wertsachen sind; und sollte man nach der Bestellung ins Auto doch Zweifel haben, reicht es, in der App die TAN zu löschen und das Paket geht den normalen Zustellungsweg.

Und noch ein Punkt erleichtert das Leben: Wer etwas in den Kofferraum bestellt und gleichzeitig noch ein frankiertes Paket oder eine kostenlose Retoure losschicken muss, kann dieses Päckchen ebenfalls über den Kofferraum abwickeln. Man legt das Paket dort einfach ab und der Zusteller nimmt es mit. Gut möglich, dass dieser Gelegenheits-Service später in der Serienphase auch gezielt bestellt werden kann.

 
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