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Galerie: Erster Test SsangYong Kyron 270 XDi

Erster Test: SsangYong Kyron 270 XDi

Verfeinerter Offroader

21.08.2007

Mit nur rund 2.700 verkauften Einheiten jährlich spielt SsangYong in Deutschland eine eher untergeordnete Rolle, international gesehen liegen die Südkoreaner mit circa 200.000 verkauften Fahrzeugen in etwa auf dem Niveau von Land Rover. Auf der IAA präsentieren die Asiaten jetzt die verfeinerte Version des Kyron - neben dem Rexton das wichtigste Modell im Portfolio.

Von einem Facelift des SsangYong Kyron zu sprechen, ist fast ein bisschen übertrieben. Bedeutendste Neuerung ist Erweiterung der Motorenpalette um den aus Rexton und Rodius bekannten 2,7-Liter-Diesel. Sonst beschränken sich die Modifikationen auf kleinere optische Verfeinerungen und den nun serienmäßigen Dieselpartikelfilter.

Geglättete Optik

Galerie: Erster Test SsangYong Kyron 270 XDiVon vorne fällt die geglättete Front auf. SsangYong verzichtet fortan auf den unteren Lufteinlass im Wabendesign und schafft so ein ruhigeres Design. Die orangefarbenen Blinker wurden durch weiße Leuchten ersetzt und die Nebelscheinwerfer wurden in die Breite gezogen.

Eine vergrößerte, jetzt sechseckige Heckscheibe bietet dem Fahrer bessere Sicht nach hinten, der Dachspoiler mit der dritten Bremsleuchte ist ab sofort schwarz lackiert. Zusätzlich bekommt der Kyron mit dem Facelift einen geschwungenen Bogen mit Chromleiste, der das gewöhnungsbedürftige Heck betont.

Viel Platz im Kofferraum

Galerie: Erster Test SsangYong Kyron 270 XDiHinter der schweren Heckklappe verbergen sich bis zu 2.322 Liter Stauraum. Das umklappen der asymmetrisch geteilten Rückbank geschieht mit nur einem Handgriff, nur eine kleine Stufe stört den sonst ebenen Laderaum. Im Cockpit herrscht Kunststoffambiente, viele runde Schalter und Drehregler bestimmen das Design. Die Passagiere sitzen auf kommoden Sesseln, im Fond ist die Beinfreiheit allerdings knapp bemessen.

Neben dem bekannten Zwei-Liter-Diesel mit 141 PS bietet SsangYong zukünftig einen Fünfzylinder-Selbstzünder an, der ebenfalls auf einem Mercedes-Benz-Aggregat basiert. Der Common-Rail-Diesel entwickelt 163 PS und stellt im Bereich zwischen 1.800 und 3.250 Umdrehungen 340 Newtonmeter parat.

Permanenter Allradantrieb

Galerie: Erster Test SsangYong Kyron 270 XDiAnders als beim Kyron 200 XDi, der nur optional über einen zuschaltbaren, starren Allradantrieb verfügt, schickt der 270 XDi die Kraft permanent an alle vier Räder. Die Kraft wird im Verhältnis 40:60 zwischen Vorder- und Hinderachse aufgeteilt.

Mit den rund zwei Tonnen Leergewicht des Kyron hat der neue Diesel keine Probleme. Er tritt spontan an und wirkt weniger angestrengt als der kleinere Selbstzünder. Die Anhängelast von über 2,3 Tonnen macht den SsangYong zum perfekten Zugfahrzeug: Die richtige Wahl also für Boot- oder Pferdebesitzer.

Mercedes-Automatik

Galerie: Erster Test SsangYong Kyron 270 XDiSerienmäßig ist das neue Aggregat mit einer Fünfstufen-Automatik gekoppelt, die bei Mercedes eingekauft wird. Damit beschleunigt der Kyron in 12,8 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis zu 174 km/h. Ein Mini-Schalter am Automatik-Wählhebel beziehungsweise zwei Lenkradtasten erlauben händische Eingriffe in die Gangwechsel - die allerdings nur selten nötig sind.

Kaum Kritik gibt es am Fahrwerk des überarbeiteten Kyron. Nach wie vor setzt SsangYong auf einen stabilen Leiterrahmen, neu beim Kyron 270 XDi ist die Einzelradaufhängung an der Hinterachse mit achtfach Lenkern (beim 200 XDi verbauen die Koreaner weiterhin eine Starrachse). SUV-typisch nicht zu hart abgestimmt sorgt das Fahrwerk für ausreichend Komfort ohne zu lasten der Sicherheit zu gehen.

Ungenaue Lenkung

Galerie: Erster Test SsangYong Kyron 270 XDiEin großes Manko - auch in Punkto Sicherheit - stellt dagegen die Lenkung dar: Selbst Sie ist selbst für einen gestandenen Offroader viel zu ungenau und gefühllos! Der Fahrer bekommt kaum Kontakt zur Straße vermittelt, einen geraden Kurvenstrich hinzu bekommen ist schwierig. Nicht nur schnelle Ausweichmanöver werden so zum Risiko.

In der Preisliste steht der Kyron 200 XDi ab 24.995 Euro - 600 Euro weniger als bisher, obwohl jetzt der Dieselpartikelfilter Serie ist. Der kleinere Selbstzünder ist in drei Ausstattungslinien erhältlich, der neue 270 XDi dagegen ist nur in der komplett ausgestatteten „s-Linie“ lieferbar. Der Preis: 35.295 Euro.

Fazit

Nein, der SsangYong trifft sicher nicht jedermanns Geschmack. Wer aber ein großes SUV mit gutem Allradantrieb und hoher Anhängelast sucht, findet im neuen Kyron 270 XDi eine günstigere Alternative zu den Modellen der Premium-Hersteller. Der 163 PS starke Motor passt bestens zu dem wuchtigen Koreaner, die ungenaue Lenkung trübt den Eindruck des sonst soliden Offroaders aber gewaltig.

 
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