Drucken Weiterempfehlen   Twitter
[Global Handler onURLNotFound] Line 15: Error: LoadById: Wrong type. Please specify numeric argument.
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Erster Test Subaru BRZ Automatik

Erster Test: Subaru BRZ Automatik

Held der Kurven

04.09.2012

Trotz der Dynamik-Ikone Impreza WRX STi denken wohl nur wenige bei der Marke Subaru an heiße Spaßmobile. Doch dürfte mit dem neuen BRZ der Faktor Faszination deutlich zunehmen, denn endlich haben die Japaner ein Landstraßen-Spielzeug reinsten Wassers im Programm. Der sowohl knackig proportionierte wie auch fahrende Flachmann begeistert vor allem mit seiner puristischen und ungekünstelt fahrspaßorientierten Art.

Bereits optisch fällt die Karosserie mit ihren klassisch anmutenden Coupé-Proportionen und den weichen Rundungen ins Auge. Mit historischen Subaru-Coupés wie dem ultrakantigen XT gibt es keine Gemeinsamkeiten, vielmehr weckt der 2+2-Sitzer Erinnerungen an den eleganten Opel GT. Der BRZ macht dabei nicht auf martialische Weise auf sich aufmerksam, vielmehr weckt er mit einer ausbalancierten, klassischen Coupé-Aura Begehrlichkeiten. Lediglich seine beiden volumigen Auspuffendrohre machen ein wenig auf dicke Hose.

Galerie: Erster Test Subaru BRZ AutomatikAuch der Innenraum ist ein gutes Beispiel für ein auf das Wesentliche konzentriertes Sportwagen-Ambiente, bei dem auf übertriebenen Schnickschnack verzichtet wird. Der Fahrer blickt durch das gut zur Hand liegende Sportlenkrad auf ein klassisches Rundinstrumenten-Ensemble. Der analoge Drehzahlmesser steht dabei großdimensioniert im Zentrum, in seiner Mitte befindet sich noch ein kleines Display, auf dem digital die Geschwindigkeit angezeigt wird.

Übersichtlich und fast zeitlos schick

Galerie: Erster Test Subaru BRZ AutomatikIn der Mittelkonsole finden sich ein paar wenige Schalter samt des sportlich gestalteten Schalthebels für die Automatik. Hier findet man sich sogleich zurecht als fühlt sich wohl, zumal die textilbezogenen Sportsitze die vorderen Insassen verbindlich umklammern und fortwährend in der Vertikalen halten. Allein die Bedienoberfläche des Audio-Systems mag nicht so recht in das stimmige und beinahe zeitlos-moderne Sport-Ensemble passen, denn hier macht sich ein Hauch 80er-Jahre-Flair breit.

Obwohl der BRZ von fast zierlicher Statur ist, streckt sich seine flache Schnauze auf 4,24 Meter Länge und damit auf Golfklasse-Niveau. Entsprechend ist auch das Platzangebot ordentlich. Zumindest vorne können selbst größere Passagiere trotz fester Umklammerung bequem sitzen, während die beiden Sitze der Rückbank eher als Ablage denn als Sitzgelegenheit taugen. So gesehen bietet der BRZ im Zwei-Personen-Betrieb viel Platz für Gepäck, denn in den Kofferraum lassen sich 243 Liter einladen und die Rückbank zudem umklappen.

Grundehrliches Saugerherz

Galerie: Erster Test Subaru BRZ AutomatikGestartet wird per Fingerdruck in der Mittelkonsole und spontan jubelt der kehlige Zwei-Liter-Vierzylinder mit seinem drehzahlfreudigen und kernigen Boxerprinzip los. Schon der Drehzahlmesser deutet mit dem erst jenseits der 7.000 Touren rot markierten Bereich an, dass hier ein quirliges und grundehrliches Sauger-Herz pocht. Auf immerhin 200 PS bringt es das nur 205 Newtonmeter mobilisierende Aggregat. Doch selbst von unten heraus wird man nicht enttäuscht, wobei die Musik erst so richtig jenseits der 4.000er-Marke zu spielen beginnt und das maximale Drehmoment erst bei knapp über 6.000 Touren voll zur Verfügung steht.

Gekoppelt ist das quicklebendige und sehr willig hochdrehende Triebwerk mit einer Sechs-Gang-Automatik, die sich als komfortabel aber auch etwas lusthemmend erweist. Beim Sprint soll die Selbstschalter-Version mit 8,2 Sekunden gut eine halbe Sekunde langsamer als die Version mit manuellem Getriebe sein; drastischer ist der Verzicht bei der Endgeschwindigkeit, denn statt 230 sind hier nur 210 km/h möglich. Dennoch macht sich das Gefühl einer Spaßbremse nicht wirklich breit, zumal man bei der von uns getesteten Version Sport noch per Knopfdruck in eine dynamischere Schaltcharakteristik wechseln kann, bei der die Gänge länger ausgedreht werden und die Gangwechsel mit einem charaktervollen Ruck etwas kurzweiliger ausfallen.

Held der Kurven

Galerie: Erster Test Subaru BRZ AutomatikAlternativ kann man bei der von uns getesteten Version Sport die Gänge mit Wippschaltern hinterm Lenkrad oder über besonders kurze Schaltwege am Hebel in der Mittelkonsole manuell und ziemlich direkt wechseln. Beim zackigen Ritt auf kurviger und bergiger Landstraße wird man gerne von dieser Option Gebrauch machen. Und damit sind wir beim eigentlichen Metier des BRZ: Der rassige Sportler vermag vor allem dank seines Heckantriebs, der klug ausbalancierten 1.262 Kilogramm sowie dem niedrigen Schwerpunkt beim Kurvensamba in vorzüglicher Weise brillieren.

Dem Heckantrieb sei Dank, gibt es zudem keine nervigen Antriebseinflüsse auf die Lenkung, die wiederum sehr präzise und homogen reagiert und der BRZ folgt sehr spontan und nachvollziehbar den Lenkbefehlen. Entsprechend spielerisch lassen sich enge Biegungen durchpfeilen. Dank der hervorragend verzögernden und wohldosierbaren Bremsen kann man spät vor Kurveneinfahrt Geschwindigkeit abbauen und dann im zweiten oder dritten Gang mit Schmackes wieder aus selbiger herausballern.

Dezent zickig

Galerie: Erster Test Subaru BRZ AutomatikEin dabei gelegentlich dezent übersteuerndes Heck bringt noch eine gewisse Würze mit hinein. Dank des mäßigen Drehmoments keilt das Heck allerdings nicht brutal aus und das serienmäßige ESP verhindert ohnehin schlimmere Ausbruchsversuche. Und keine Angst: Könnerhände haben die Möglichkeit, das ESP auch zweistufig zu deaktivieren.

Ein gelegentliches Durchschütteln der Passagiere ist beim ambitionierten Landstraßenritt dabei übrigens unvermeidlich, denn der Subaru ist alles andere als sänftenartig unterwegs. Doch hoppelt der BRZ eigentlich genau so, wie man sich das von einem lupenreinen Sportler-As wünscht und das nicht einmal übertrieben hart. Auch geräuschtechnisch hat man hier ein eher ungefiltertes, aber ebenfalls nicht übertrieben lautes Fahrerlebnis.

Ebenfalls angemessen ist der Spritkonsum, denn das auf Fahrspaß hin ausgelegte Coupé soll mit der Automatik mit 7,1 Litern Benzin bescheiden. Auf unserer durchaus ambitioniert gefahrenen Spritztour waren es dann gut zweieinhalb Liter mehr.

Attraktives Angebot

Galerie: Erster Test Subaru BRZ AutomatikErfreulich niedrig ist hingegen der Preis. Los geht es bei knapp unter 30.000 Euro, in der umfangreicher ausgestatteten Version Sport mit Automatik sind es 32.550 Euro. Ein Tempomat, 17-Zoll-Alus, ein Torsen-Differenzialsperre an der Hinterachse, ein CD-Radio, elektrische Fensterheber, eine Klimaautomatik, Leder an Lenkrad und Schalthebel, LED-Tagfahrlichter, Xenon-Scheinwerfer, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem – trotz seiner eigentlich puristischen Art sind auch einige Annehmlichkeiten an Bord.

Ein Vergleich mit Fahrzeugen anderer Hersteller ist übrigens nicht ganz leicht, denn dieser hinkt eigentlich immer ein bisschen. Sowohl mit dem Audi TT, Mazda MX-5, dem Peugeot 208, dem Mini Coupé als auch dem BWM 1er Coupé ließe sich der BRZ vergleichen. In Hinblick auf seine puristische Art kommt dem Subaru-Sportler wohl der MX-5 am nächsten, bei dem es sich allerdings um einen Roadster handelt. Beim Mini Coupé hinkt der Vergleich, weil dieses angesichts des Frontantriebs fahrdynamisch dem BRZ nicht das Wasser reichen kann; das gleiche Problem hat der Peugeot RCZ.

Technische Daten
 
Marke und Modell   Subaru BRZ Automatik
Version / Ausstattung   Sport
Motor    
Hubraum (ccm) / Bauart   1.996 / Vierzylinder-Boxermotor
Leistung (kW / PS)   147 / 200
Drehmoment (Nm) / Umdrehungen   205 / 6.400 - 6.600
Antriebsart   Heckantrieb
Getriebeart   Sechs-Gang-Automatik
Abmessung und Gewicht    
Länge/Breite/Höhe (mm)   4.240 / 1.775 / 1.425
Radstand (mm)   2.570
Wendekreis (m)   10,8
Leergewicht (kg)   1.262
Kofferraum (Liter)   243
Bereifung Testwagen   215/45 R 17
Verbrauch    
Krafstoffart   Benzin
Kombiniert laut Werk (l/100km)   7,1
CO2-Emissionen (g/km) / Abgasnorm   164 / Euro 5
AS24-Verbrauch (l/100km)   k.A.
Fahrleistungen    
Werksangabe 0-100km/h (s)   8,2
AS24-Sprint 0-100km/h (s)   k.A.
AS24-Bremstest 100-0km/h (m)   k.A.
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   210 (im fünften Gang)
Preise    
ab (Euro)   32.550 Euro
Empfohlene Extras   Navigationssystem
 
Vergrößern
Verkleinern
 

Und der 1er BMW ist mehr Komfort-Coupé denn feinnerviger Kurvenfeger. Einzig der TT mit Allrad-Antrieb könnte dem Subaru in Sachen Fahrdynamik das Wasser reichen, mit mehr als 38.000 Euro ist der Ingolstädter aber deutlich teurer. Denn soviel ist sicher: Das Fahrspaß-Niveau steht im Fall des BRZ in einem durchaus günstigen Verhältnis zum Preis.

 
Fazit

Mario Hommen

Der BRZ ist für Subaru nicht nur ein Image-Aufpolierer, es handelt sich gleich noch um einen faszinierenden Sportwagen, der sogar halbwegs bezahlbar ist. Optisch und fahrtechnisch schindet der 2+2-Sitzer viel Eindruck.

Ganz so puristisch ist der BRZ aber doch nicht. Immerhin gehören einige Komfortdetails zur Ausstattung und bietet der Wagen mit seinem guten Platzangebot und einigen Annehmlichkeiten zudem noch einen gewissen Alltagsnutzen.

Wenn BRZ, dann würden wir eher das manuelle Getriebe empfehlen. Die komfortable Automatik schluckt etwas Temperament und sollte ein derartiger Lustbolzen im klassischen Sinne sportlich gefahren werden. Wobei man auch mit der Selbstschalter-Version viel Spaß haben kann.
 
 

Gebrauchtwagen-Kaufberater

Sie suchen einen Gebrauchten? Unsere Kaufberater sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Traumwagen achten müssen.

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

Frage der Woche

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.