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Galerie: Erster Test Subaru XV

Erster Test: Subaru XV

Das etwas andere SUV

26.01.2018

Fahren Sie einen Subaru? Dann gehören Sie hierzulande eher zu einer Minderheit. Zwar spielen die Japaner nicht in der untersten Verkaufszahlen-Liga und reihen sich mit gut siebeneinhalbtausend Einheiten mittig zwischen Alfa Romeo und Jaguar ein. Ihre Landsleute – Mazda, Mitsubishi, Toyota, Suzuki und Honda – eilen ihnen aber mit zweistelligen Absätzen deutlich davon. Ganz anders in den USA: Rund 700.000 Fahrzeuge bringt Subaru dort Jahr für Jahr unters Land, weltweit setzt die Marke sogar fast zwei Millionen Autos ab. Mit dem neuen Kompakt-SUV XV könnten es sogar noch ein paar mehr werden – auch bei uns.

Wer an Subaru denkt, dem kommen in der Regel zwei Dinge in den Sinn: Boxermotoren und Allradantrieb. Damit will auch der neue, 4,47 Meter lange XV punkten. Allerdings beschränkt sich die Motorenauswahl in der Neuauflage auf zwei Benziner, den Diesel schafft Subaru nach gerade mal zehn Jahren wieder ab. Bleiben als ein 1,6-Liter–Triebwerk mit 114 PS und die 156 PS starke Zwei-Liter-Ausbaustufe. Wie sich ersterer fährt, konnten wir noch nicht ausprobieren, allein die Leistungsdaten versprechen keine ausgesprochene Dynamik: 13,9 Sekunden auf Tempo 100, maximal 175 km/h.

Kein Freund von flotten Sprints

Galerie: Erster Test Subaru XVDer gut 5.000 Euro teurere Zwei-Liter reißt die Hundertermarke immerhin zweieinhalb Sekunden schneller und schafft in der Spitze fast 20 km/h mehr. Eine Sportskanone ist der eher komfortabel gefederte Subaru damit zwar auch nicht, aber zumindest im Stadtverkehr hat der Boxer tatsächlich leichtes Spiel mit dem nur gut anderthalb Tonnen schweren XV. Anders sieht es aus, wenn es aufs Land oder die Autobahn geht: Obwohl die maximal 196 Newtonmeter Drehmoment des freiatmenden Vierzylinders erst bei 4.000 Touren anliegen, geht ihm bei höherem Tempo gefühlt schnell die Puste aus und auch Zwischensprints sind nicht seine Stärke.

Galerie: Erster Test Subaru XVSeine Abneigung gegen flotte Überholmanöver macht der Subaru auch akustisch deutlich: Auf Gedeih und Verderb sind beide Motoren an ein stufenloses Automatikgetriebe gekoppelt, das nach alter CVT-Tradition schon beim kleinsten Zucken im rechten Fuß die Drehzahl noch oben zwingt. Das macht zwar jede Menge Radau, so richtig in die Gänge kommt der XV dadurch aber trotzdem nicht. Dafür steigt der Verbrauch: Von für ein Allrad-SUV akzeptablen Unter-sieben-Litern geht es zügig in den zweistelligen Bereich, wie der Bordcomputer zwischen den beiden klassischen Rundinstrumenten bescheinigt.

Klassische Cockpit

Galerie: Erster Test Subaru XVRundinstrumente, richtig gehört. Anders als viele Hersteller setzt Subaru noch nicht auf ein volldigitales Kombiinstrument. An Bildschirmen mangelt es in dem geräumigen, auf Wunsch mit Leder ausgeschlagenen XV-Cockpit trotzdem nicht: In der Mittelkonsole gibt es ein Touchscreen-Infotainmentsystem mit nahtloser Smartphone-Anbindung per Apple CarPlay oder AndroidAuto und darüber ein zusätzliches Info-Display, das neben den Navigationshinweisen auch Auskunft über die Öltemperatur, den Neigungswinkel oder die aktiven Assistenzsysteme gibt.

Galerie: Erster Test Subaru XVDerer hat der XV reichlich an Bord: Schon in der Basisversion für 22.980 Euro ist das EyeSight-System verbaut, eine Stereokamera hinter der Windschutzscheibe, die den Bereich vor dem Wagen im Blick hat und mit den gesammelten Informationen den Wagen in der Spur hält, den Abstand zum Vordermann regelt und im Ernstfall eine Notbremsung einleitet; bis 50 km/h sollen Auffahrunfälle so vollständig verhindert werden können. Optional bietet Subaru noch einen Tot-Winkelwarner inklusive Querverkehrsüberwachung an, die beim Rückwärts ausparken wertvolle Dienste leisten kann.

Immer mit Allrad

Galerie: Erster Test Subaru XVWiederum standardmäßig an Bord ist der X-Mode, ein Offroad-Assistenzsystem das den XV noch Geschmeidiger über Stock und Stein krabbeln lässt und auch den Bergabfahrassistenten beeinhaltet. Ob es das braucht, sei dahin gestellt. Wichtiger dürften die gute Bodenfreiheit von 22 Zentimetern und die permanente Kraftverteilung sein, die im Kompakt-SUV-Segment  schon lange nicht mehr Standard ist. Damit kommt der XV nicht nur im Gelände weiter als manch Mitbewerber, sondern fährt seinen Zweiradkollegen auch auf verschneiten Großstadtstraßen davon.

 
Fazit

Michael Gebhardt

Ok, ein bisschen schrullig ist Subaru schon: Boxermotor und immer mit Allrad sind zwei Besonderheiten, die sich die Japaner doch einiges an Geld kosten lassen – das am Ende der Käufer zahlt. Dafür aber sind die Subarus eben nicht ganz so Mainstream wie manch anderes Modell. Das gilt auch für den neuen Subaru XV: Mag sein, dass ein Tiguan etwas hochwertiger verarbeitet ist oder ein Mazda CX-5 dynamischer auftritt. Dem wahrsten Wortsinn nach exklusiver ist aber der Subaru. Auf eine Besonderheit hätte der Autobauer aber gern verzichten können: das stufenlose CVT-Getriebe.
 
 

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