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Galerie: Erster Test Toyota Avensis

Erster Test: Toyota Avensis

Toyotas Liebster

09.10.2006

Der Avensis gehört zweifelsohne zu Toyotas Bestsellern in Europa. Zur Erinnerung: der Avensis ist das erste Modell, dass ausschließlich für die “alte” Welt entwickelt wurde und komplett in Europa gefertigt wird. Neben den üblichen Optimierungen erhält der Avensis zum Modelljahr 2007 einen neuen Einstiegs-Dieselmotor.

Die Schönheitskur hat dem Toyota Avensis sichtlich gut getan. Mit neuen Scheinwerfern und einem markanteren Kühlergrill wirkt die Front selbstständiger und dynamischer. In den Außenspiegeln sind jetzt die Blinker integriert. Die mit weißen Kreisen stärker betonten Heckleuchten stehen dem Japaner ausgezeichnet, lassen ihn jünger und moderner auftreten.

Ergonomisches Cockpit

Galerie: Erster Test Toyota AvensisWie es sich zum Modelljahrwechsel gehört, haben die Entwickler bei der 2007-Version auch den Innenraum in die Kur genommen. Der Bordcomputer ist im neuen Avensis unterhalb des Tachos angebracht und die Navi-Bedienung ist auf dem Mitteltunnel vor der Armlehne fixiert. Die vormals dafür vorgesehene Fernbedienung ist verschwunden.

Die Radiobedienung wurde in Details überarbeitet, inzwischen sind in jeder Ausstattungsversion Lenkradtasten im Preis dabei. Außerdem kommen hochwertigere Materialien zum Einsatz. Diese überzeugen allerdings nur in der Optik, die Haptik ist weiter verbesserungsfähig.

Alles im Blick

Galerie: Erster Test Toyota AvensisAn der Übersichtlichkeit des Cockpits ist nichts auszusetzen, alles lässt sich intuitiv bedienen. Allerdings fehlt ein offenes Fach für Kleinkram in der Mittelkonsole. Vorbildlich sind dafür die Sitze. Die straff gepolsterten Sessel bieten ausreichen Seitenhalt und Sitzkomfort für längere Strecken.

Toyota bietet den Avensis in drei Karosserievarianten an. Am beliebtesten ist mit 70 Prozent aller verkauften Fahrzeuge der Kombi, gefolgt vom Stufenheck mit 20 Prozent. Die Fließheckvariante findet mit zehn Prozent nur wenige Abnehmer. Bei Letzterer sowie dem Kombi lässt sich durch Umlegen der 60:40 teilbaren Fondbank ein ebener Ladeboden erzeugen. Der Kombi bietet dann ein Gepäckvolumen von 1.500 Litern.

Sauberer Diesel

Galerie: Erster Test Toyota AvensisDie erfreulichste Neuigkeit steckt zweifelsohne unter der Haube. Zu den drei Ottomotoren von 129 bis 163 PS und dem 143 PS starken 2,2-Liter-Diesel mit D-CAT-Technologie gesellt sich ein weiterer Selbstzünder, der den bisherigen Basis-Diesel ersetzt.

Der zwei Liter große Neuling mit 126 PS basiert auf seinem stärkeren Bruder. Toyota verzichtet allerdings bei dem D-4D genannten Aggregat bewusst auf die D-CAT-Technik, also den Stickoxid-Katalysator. Der Grund: Der serienmäßig mit einem Partikelfilter ausgestattete Motor erreicht problemlos die Euro 4 Norm.

Auch die strengsten anzunehmenden Richtlinie für die kommende EU5-Norm stellen kein Problem für ihn dar.
Durch den Verzicht auf die aufwendige Technik jedoch lässt sich der neue Diesel zu einem weitaus günstigeren Einstiegsreis anbieten.

Günstiger Einstiegspreis

Galerie: Erster Test Toyota AvensisAb 23.100 Euro steht der Diesel in der Preisliste. Vor allem für Geschäftsreisende, die viel auf der Autobahn unterwegs sind, reicht die Leistung problemlos aus. Von einem Turboloch ist kaum etwas zu spüren, der Avensis kommt schnell in die Gänge. Schon bei 1.800 Umdrehungen liegen starke 300 Newtonmeter an.

Der Durchzug ab Tempo 130 ist im fünften Gang akzeptabel, den Sechsten sollte man nur in Schubbetrieb nutzen. Auf Tempo 100 beschleunigt der Toyota in etwas mehr als zehn Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht der Avensis bei 200 km/h. Erfreulich: Der Vierzylinder ist kaum hörbar.

Kein Leistungssportler

Galerie: Erster Test Toyota AvensisAuf kurvenreichen oder gar noch hügeligen Landstraßen stößt das neue Aggregat schnell an seine Grenze. Um hier flott voranzukommen, erfordert es viel Schaltarbeit. Hier fällt auch die unvorteilhafte, etwas zu lange Auslegung des zweiten und dritten Gangs auf.

Im dritten Gang bei Tempo 60 aus einer Kurve heraus zu beschleunigen ist mühevoll, bei dieser Geschwindigkeit in den zweiten zu schalten widerstrebt dem ambitionierten Dieselfahrer jedoch ebenso. Störend ist auch die schwergängige und etwas ungenau geführte Schaltung des serienmäßigen manuellen Sechsgang-Getriebes.

Komfort statt Sport

Galerie: Erster Test Toyota AvensisWie der Motor bevorzugt auch das Fahrwerk eher eine ruhigere Gangart. In Sachen Komfort ist es in seiner Klasse sicherlich nur schwer zu übertreffen. Doch geht das zu Lasten der Fahrdynamik. Der Avensis lässt sich leicht ins Untersteuern bringen. Das serienmäßige ESP greift sicher, aber relativ spät ins Geschehen ein.

Erhältlich ist der Avensis in drei Ausstattungsvariante, wobei schon die Basis mit Klimaanlage, Radio-CD-Kombination und einem hochwertigem Audio-System gut ausgestattet ist. Den Normverbrauch des neuen Diesels gibt Toyota mit durchschnittlich 5,9 Litern an, bei unserer flotten Testfahrt bescheinigte uns der Bordcomputer rund zwei Liter mehr.

 
Fazit

Michael Gebhardt

Selbstsicherer und moderner startet der Avensis in das neue Modelljahr. Der in über 1.000 Einzelteilen modifizierte Toyota wirkt ausgereift und erwachsen. Mit dem neuen Diesel wollen die Japaner rund 18 Prozent der Avensis Käufer ansprechen. Wer eine komfortable Reiselimousine sucht, ist damit bestens bedient. Für ambitionierte Fahrer, die gerne etwas flotter unterwegs sind, empfiehlt sich aber weiterhin der stärkere Diesel.
 
 
Fazit

Michael Gebhardt

 
 

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