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Erster Test: Toyota RAV4 D-4D

Erster Test: Toyota RAV4 D-4D

Liebling der Massen

25.04.2006

Toyota könnte eine Menge Geld sparen, indem sie auf die umfangreiche Werbekampagne für den neuen RAV4 verzichten. Denn das SUV verkauft sich wie geschnitten Brot. Anfang März kam der Wagen zu den Händlern und schoss in nur vier Wochen ganz nach oben in der Verkaufs-Hitliste. Hält der neue RAV-4, was sich so viele von ihm versprechen?

Erster Test Toyota RAV4 D-4DZuallererst muss ein SUV groß und mächtig daherkommen. Das wollen die Kunden, sonst würden sie sich für einen gewöhnlichen Kombi entscheiden. Der RAV4 beherrscht den standesgemäßen Auftritt. Wuchtig steht er da, zeigt dem Nachbarn unmissverständlich: Hier wohnt einer, der einen echten Geländewagen fährt.

Und tatsächlich ist der neue RAV4 ein ordentliches Trum geworden, 4,32 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,67 Meter hoch. Der Innenraum hält, was die Außenmaße suggerieren. Selbst zu fünft lässt es sich problemlos reisen, denn sowohl die Bein-, als auch die Kopffreiheit im Fond ist üppig bemessen. Nur die Sitzhöhe ist hinten nach wie vor zu gering, was Langbeinige in die ungeliebte Klappmesser-Haltung zwingt.

Schieben, klappen, laden

Erster Test Toyota RAV4 D-4DIn Sachen Variabilität gibt es nichts zu meckern. Die Rückbank ist geteilt verschiebbar, die Lehnen lassen sich ebenfalls geteilt umklappen. Dabei taucht das Gestühl nach vorne weg und gibt so einen ebenen Ladeboden frei. 1.752 Liter Ladevolumen packt der RAV4 maximal. Mit ganz nach vorne geschobener Rückbank und senkrecht gestellten Lehnen gehen 586 Liter ins Heck und selbst in der Konfiguration „maximale Beinfreiheit“ sind es noch reisetaugliche 450 Liter. Unpraktisch ist die seitlich angeschlagene Kofferraumtür, die zudem zur (in Europa) falschen Seite hin öffnet. Als Längsparker am Straßenrand muss man von der Fahrbahnseite her beladen.

Erster Test Toyota RAV4 D-4DDer Qualitätseindruck im Innenraum ist gemischt. Einerseits gefallen die weichen und hübsch gemaserten Kunststoffoberflächen an Armaturenbrett und Türen. Die Plastikblenden an der Mittelkonsole dagegen enttäuschen, und auch die graue Einfassung der Instrumente ist nicht jedermanns Sache.

Feine Technik

Technisch bietet der RAV4 jede Menge Leckereien. Der Allradantrieb wurde komplett neu entwickelt. Eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung verteilt die Antriebskraft variabel zwischen Vorder- und Hinterachse. Je nach Fahrsituation gehen bis zu 100 Prozent an die Vorderachse beziehungsweise maximal 45 Prozent an die Hinterachse. Zudem ist der Allradantrieb voll vernetzt mit der Stabilitätskontrolle, der Schlupfregelung und der Bremskraftverteilung.

Erster Test Toyota RAV4 D-4DEntsprechen positiv ist das Fahrverhalten. Agil und spurstabil freut sich der RAV4 über jede Kurve. Die Wankbewegungen der Karosserie halten sich in Grenzen, obwohl der Federungskomfort insgesamt sehr komfortabel ausgefallen ist. Nur kurze Stöße, etwa beim Überfahren von Querfugen, mag die Vorderachse nicht. Hohe Geschwindigkeiten dagegen lassen den Toyota völlig kalt, stoisch und souverän läuft er geradeaus.

136-Diesel-PS ab 27.300 Euro

Der von uns gefahrene 2,2-Liter-Diesel mit 136 PS kommt bestens mit den gut 1,7 Tonnen Leergewicht zurecht. 310 Nm Drehmoment bieten den erwartungsgemäß kraftvollen Durchzug, allerdings erst ab 2.000 Umdrehungen. Darunter kommt der Vierzylinder nicht so recht aus dem Quark. Gewöhnungsbedürftig ist die Kupplung, die zuerst gar nicht, dann abrupt kommt. Das neue Sechsganggetriebe hingegen gefällt, lässt einen die Gänge flott und zielgenau einlegen.

Erster Test Toyota RAV4 D-4DGünstiger Japaner war einmal. Der RAV4, den es übrigens nur noch als Fünftürer gibt, startet bei 25.700 Euro. Der von uns gefahrene 2.2 D-4D kostet mindestens 27.300 Euro, in der gut ausgestatteten und daher empfehlenswerten Sol-Version kostet er 29.600 Euro. Sieben Airbags inklusive Knieairbag für den Fahrer, das integrierte Fahrdynamiksystem IADS, Nebelscheinwerfer, Leichtmetallfelgen, CD-Radio, Klimaautomatik, Bordcomputer, elektrische Fensterheber rundum und das supervariable Sitzsystem namens Easy Flat sind darin enthalten.

Fazit

Der RAV4 ist der Liebling der Massen. Nicht ohne Grund ist der neue Toyota auf Anhieb an die Spitze der Geländewagen-Verkaufscharts gestürmt. Er bietet viel Platz, ist komfortabel und praktisch. Dazu sieht er gut aus und spart auch nicht bei der Ausstattung. Trotz einiger Detailschwächen geht die Entwicklung technisch wie preislich in Richtung Premium. Aber zum heimlichen Gegner BMW X3, den der RAV4 übrigens vom Verkaufsthron gestoßen hat, sind immer noch 5.000 Euro Luft.

Erster Test Toyota RAV4 D-4D

 
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