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Galerie: Erster Test Toyota Yaris Facelift

Erster Test: Toyota Yaris Facelift

Neue Sparsamkeit

05.02.2009

Sechs neue Modelle, sechs Modellüberarbeitungen und sechs neue Motoren. Das alles will Toyota 2009 auf den Markt bringen und damit dem allgegenwärtigen Abwärtstrend entgegenwirken. Los gehts mit dem Yaris-Facelift, das neben kleinen optischen  Verbesserungen vor allem technischen Fortschritt mit sich bringt.

Vor zehn Jahren ging der Toyota Yaris in Deutschland an den Start, mit einem damaligen Marktanteil von 2,9 Prozent im Kleinwagensegment. Seit der Neuauflage 2005 liegt der Wert durchgehend bei über vier Prozent - Tendenz steigend, knapp sechs Prozent sind angepeilt.

Da kommt es dem quirligen Cityflitzer nur recht, dass er ab sofort in einer überarbeiteten Version vom Band rollt. Selbst wenn die optischen Veränderungen nur marginal ausfallen, hat der flinke Japaner einige Neuheiten zu bieten, die den Absatz ankurbeln können.

Ein wenig breiter

Galerie: Erster Test Toyota Yaris FaceliftSein Äußeres bot schon vor dem Facelift kaum Anlass zur Kritik. Der 3,80-Meter-Zwerg gefällt durch zeitloses, dynamisches Design. Eine etwas stärker konturierte Motorhaube, ein leicht modifizierter Kühlergrill und der etwas größere Frontspoiler garantieren auch künftig einen schicken Auftritt.

Der schmucke Hintern wurde durch ausladendere Heckleuchten etwas in die Breite gezogen, der Stoßfänger sieht mehr nach Heckschürze aus und soll für gesteigerte Dynamik sorgen. Drei neue Außenfarben (Gelb, Blau und Gold) runden die kosmetischen Arbeiten ab.

Alle sparsamer

Galerie: Erster Test Toyota Yaris FaceliftNoch wichtiger als das aufgefrischte Make-up sind die technischen Änderungen. So wurden zum einen die bekannten Motoren überarbeitet und bezüglich ihres Konsums optimiert. Die Basisversion des Ein-Liter-Benziner (68 PS) verbrennt in ihren drei Zylindern jetzt nur noch 4,9 Liter Treibstoff pro 100 Kilometer, alle anderen drei Ausstattungsvarianten gönnen sich wegen des höheren Gewichts 0,1 Liter mehr.

Effizienter ist auch der 1,4-Liter-Diesel geworden. Der 90 PS starke Vierzylinder konsumiert nun dank neuer Piezo-Düsen und erhöhtem Einspritzdruck mit 4,2 Litern gut 0,3 Liter weniger als bisher - und das bei gestiegenem Drehmoment (plus 15 Newtonmeter auf 205 Nm).

Neuling

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Komplett neu entwickelt ist der 1,33-Liter-Benziner, der den bisherigen 1.3er ablöst und mehr Leistung bei weniger Verbrauch bietet. Aus seinen vier Zylindern schöpft das ausgesprochen leise arbeitende Triebwerk 101 PS und 132 Newtonmeter. Er ist, wie auch der Diesel, serienmäßig mit einem Sechsgang-Getriebe gekoppelt und kann auf Wunsch mit dem automatisierten Schaltgetriebe MMT geordert werden.

Allerdings kommen nur die Selber-Schalter in den Genuss der neuen Start-Stopp-Automatik, die den Motor, etwa bei Ampelstopps, abschaltet und - sobald der Fahrer wieder den Gang einlegt - verzögerungsfrei anwirft. Zusammen mit weiteren, verbrauchsreduzierenden Maßnahmen, wie der extrem leichten Bauweise, verringerten Reibungsverlusten oder einem neuen Batterie-Lademanagement, lässt sich mit dem Ottomotor ein Durchschnittskonsum von 5,1 Litern realisieren.

Alle unter 120 Gramm

Galerie: Erster Test Toyota Yaris FaceliftDas entspricht einem CO2-Ausstoß von exakt 120 Gramm je gefahrenem Kilometer - alle anderen Yaris-Modelle liegen sogar darunter. Damit ist der Kleinwagen neben Aygo, iQ und Prius das vierte Modell im Toyota-Konzern, das diese magische Grenze mit keiner Motorisierung überschreitet.

Und wie fährt sich das neue Triebwerk? Wie schon erwähnt, arbeitet die Start-Stopp-Automatik tadellos, auf Wunsch kann sie per Tastendruck deaktiviert werden. Zudem geht der Vierzylinder ausgesprochen leise ans Werk und wird auch bei höheren Touren nicht laut.

Aber: Zum einen hat das Aggregat eine leichte Anfahrschwäche, wer nicht ordentlich Gas gibt, würgt den Motor ab. Ist die überwunden, geht es im Stadtverkehr flott und spritzig voran. Zum anderen ist es  mit der Sprizigkeit aber auch schnell wieder vorbei. Im oberen Drehzahlbereich wirkt der Motor zugeschnürt, bei Tempo 80 im vierten Gang ist von Elastizität wenig zu spüren. Verständlich, denn der Vierzylinder ist vor allem auf Spritsparen ausgelegt.

Verzeihbar

Galerie: Erster Test Toyota Yaris FaceliftNachdem der Yaris aber größtenteils kaum auf die Autobahn gelassen wird, sondern sich meist durch den Großstadt-Dschungel kämpft, ist ihm diese Schwäche verzeihbar. Zumal er mit viel Anlauf auch 175 km/h schafft. Und auch das angenehm straffe Fahrwerk sowie die präzise Lenkung sprechen nicht gegen höhere Geschwindigkeiten.    

Weniger verzeihbar ist dagegen die Verarbeitungsqualität im außer farblich unveränderten Innenraum. Sparkurs hin oder her - scharfe Kanten, stark differierende Spaltmaße und billig wirkenden Kunststoffe müssen nicht sein. Zumal der Yaris kein Billig-Auto ist: Für 11.675 Euro gibts den 1.0er mit Fünfgang-Getriebe, der neue 1,33-Liter-Start-Stopp kostet mindestens 14.330 Euro und für den Diesel werden gar 16.130 Euro fällig. Für den Fünftürer kommt außerdem noch ein Aufschlag von 720 Euro drauf. Zusätzlich ist ESP erst ab der zweiten Ausstattungslinie „Cool“ gegen Aufpreis beziehungsweise ab der dritten Stufe „Sol“ serienmäßig erhältlich.

Fazit

Gut gemacht: Kein Yaris stößt mehr als 120 Gramm CO2 aus. Mit einfachen Mitteln wurden die beiden bekannten Motoren optimiert und der neu entwickelte 1,33-Liter-Benziner von Anfang an konsequent auf Sparsamkeit getrimmt. Dass das ein wenig zu Lasten des Fahrspaß geht, ist vertretbar. Nicht akzeptabel ist dagegen die merklich schlechtere Verarbeitungsqualität im Innenraum.

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