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Galerie: Erster Test Volvo C30 electric

Erster Test: Volvo C30 electric

Erste Schritte

05.08.2011

Lange Zeit setzten die schwedischen Autobauer auf regenerative Kraftstoffe wie E85 um die CO2-Problematik zu lösen. Doch die notwendige nächste Generation dieses Designer-Sprits lässt noch auf sich warten und so rücken Elektroautos in den Fokus. Volvo will mit einer kleinen Flotte elektrischer C30 wichtige Daten sammeln. Wir haben auf einer ersten Ausfahrt damit schonmal angefangen.

Ab September 2011 sollen 250 elektrische Volvo C30 auf Europas Straßen rollen, etwa zehn davon in Deutschland. Der Volvo C30 als Basis bietet sich an, weil er im Reigen von S50 und V60, XC60 und V70 am leichtesten ist. Und die Stückzahl von 250 Autos nimmt sich nur gering aus, wenn man nicht weiß, dass im kommenden Jahr der V60 Plug-In ansteht. Denn für die reine Batterie-elektrische Fortbewegung braucht Volvo noch dringend echte Daten von echten Kunden. Ein neues Auto lässt sich schließlich nicht im stillen Kämmerlein entwickeln – jedenfalls nicht gut.

Flott

Im Volvo C30 electric ist ein 81 Kilowatt oder 111 PS leistender eMotor im Motorraum installiert. Er wird von zwei Li-Ionen Akkus gespeist, die 12 Kilowattstunden abgeben. Dank einem Drehmoment von 220 Newtonmetern setzt sich der 1.600 Kilogramm schwere Kompaktwagen sehr zügig in Bewegung: in knapp elf Sekunden erreicht er 100 km/h. Doch es sind weniger die überzeugenden Fahrleistungen, die die Faszination ausmachen. Es ist vielmehr die unaufgeregte Direktheit der Fortbewegung, die auch im Volvo gefällt.

Anders

Galerie: Erster Test Volvo C30 electricDer Fahrer muss sich nur wenig umgewöhnen. Statt des Drehzahlmessers gibt es den Ladezustandsanzeiger, statt einer Gangschaltung gibt es nur die Fahrstufen „d“ wie Drive und „h“ wie Highway. Letzterer ermöglicht reibungsverlustfreies „Segeln“ wenn der Fuß vom „Gas“pedal geht. Soll hingegen der Generator als Motorbremse und zum Aufladen der Batterien genutzt werden, empfiehlt sich „Drive“: Der Bremseffekt reicht bei vorausschauender Fahrweise sogar im Stadtverkehr aus, so dass Bremsphasen energiepolitisch sinnvoll genutzt werden können.

Weil man sich sehr schnell an diese beiden Fahrmodi gewöhnt, wünscht man sich eigentlich nur noch deren Ansteuerung durch Schaltpaddels am Lenkrad: links für „d“ zum rekuperieren von Verzögerungsenergie, rechts „h“ für leises Gleiten.

Ordentlich

Die Reichweite des bis zu 130 km/h schnellen Elektro-Volvos liegt bei rdentlichen 150 Kilometer. Bei unserer ersten Ausfahrt schmolz sie wegen des wenig alltagsnahen Einsatzes auf etwa 80 Kilometer. Doch auch diese Reichweite wird für den Einsatz in der Stadt reichen, echte Langstrecken sind mit batterieelektrischen Autos derzeit technisch noch nicht realisierbar.

Lang

Galerie: Erster Test Volvo C30 electricAn einer 230 Volt Haushaltssteckdose benötigt der C30 electric jedoch bis zu acht Stunden um die Batterien wieder voll aufzuladen. Das ist jedoch auch von Vorteil, weil dies die Lebensdauer der Akkus erhöht. Andererseits sind im Alltagseinsatz bei derartigen Ladezeiten öffentliche Ladestationen eine Voraussetzung. Reichweite und Ladezeiten spielen jedoch dann keine Rolle mehr, wenn man den C30 abends oder tagsüber am Arbeitsplatz zu laden kann.

Fazit

Volvo peilt jedoch für seine 250 Datensammler nicht den Privatmann an, sondern Firmenfuhrparks, die sich auch die recht hohen Leasingkosten leisten wollen: 1.600 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren werden fällig. Pessimisten werden sagen, dass fast 58.000 Euro teuer sind für ein Auto, das einem dann nicht gehört. Optimisten werden sagen, dass es schon immer etwas teurer war das Richtige zu tun.

 
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