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Galerie: Erster Test Volvo V40 Cross Country

Erster Test: Volvo V40 Cross Country

Für das gute Gefühl

07.02.2013

Höher sitzen ist, zumindest im Auto, in Mode. Auch Volvo will seinen Kunden diesen Luxus bieten und bockt den kompakten V40 um ein paar Zentimeter auf. Zusätzlich spendieren sie ihm einen Offroadlook und legen gleichzeitig auch den Preis ein gutes Stück höher.

Vier Zentimeter mehr Höhe weist das Datenblatt für den Volvo V40 im Försteranzug aus. Die Passagiere bekommen davon allerdings nur etwas mehr als drei Zentimeter mit. Der Rest geht auf das Konto der Dachreling, die neben den Plasteplanken und Unterfahrschutz an Front und Heck für einen robusteren Auftritt sorgen soll. Kräftigere Türschweller, ein Chromrahmen um den Kühlergrill und neue Tagfahrlichter sind weitere Kennzeichen des Wald-und-Wiesen-V40.

Wobei man die Sache mit Wald und Wiese nicht zu ernst nehmen sollte. Zwar ist immerhin - aber auch ausschließlich - der stärkste von zwei Benzinern (T5, 254 PS) mit Allradantrieb zu haben, doch sorgt eben jene Technik zur Verteilung der Kraft an alle vier Räder dafür, dass bei der Bodenfreiheit nur 1,2 der vier hinzugewonnen Zentimeter ankommen, was den Cross Country kaum geländegängiger macht als den normalen V40.

Allrad nur mit Top-Benziner

Galerie: Erster Test Volvo V40 Cross CountryDass der 4WD-V40 seinen frontgetriebenen Brüdern auf Schnee und Eis davon fährt, dürfte für die meisten Käufer keine Rolle spielen. Volvo geht ohnehin davon aus, dass von den für das Jahr 2013 erhofften 1.500 Cross-Country-Käufern nur rund zehn Prozent die Allrad- und damit auch mindestens 35.780 Euro teure Starkversion wählen; also werden wohl nur rund 150 Fahrzeuge über alle Räder angetrieben.

Und der Zweirad-Volvo hat auf trockener Straße keine wirklichen  Nachteile - sieht man von der beim stärksten Diesel mit der Kraft hin und wieder überforderten Vorderachse beim Anfahren einmal ab; das ESP regelt diese Schwäche aber gekonnt weg. Auch die rein physikalischen Vorteile des Allradantriebs in der Kurve dürften nur die versiertesten Fahrer merken, schließlich ist der V40 mit seiner straffen Federung auch als Fronttriebler agil unterwegs.

Happiger Aufschlag

Galerie: Erster Test Volvo V40 Cross CountryDas Gros dürfte sich auch beim Cross Country für einen der drei frontgetriebenen Diesel entscheiden; über alle Modelle gesehen liegt Volvos Selbstzünderanteil bei mehr als 90 Prozent. Zur Wahl stehen der 1,5 Liter große D2 mit 115 PS und ordentlichen 270 Newtonmeter Drehmoment – aber gemäßigtem Durst (3,8 Liter) – sowie zwei Zwei-Liter-Vierzylinder mit wahlweise 150 oder 177 Pferdestärken und 350 beziehungsweise 400 Newtonmeter. Der Verbrauch liegt dann zwischen viereinhalb und fünf Litern.

Bei den beiden stärkeren Motoren kann das manuelle Sechsgang-Getriebe gegen eine Automatik mit ebenso vielen Stufen getauscht werden, dafür müssen allerdings 1.800 Euro extra bezahlt werden. Das ist exakt der gleiche Aufschlag, wie für den Cross Country gegenüber dem normalen V40 fällig wird, was den Einstiegspreis für den kleinen Diesel auf stolze 26.780 Euro anhebt. Ziemlich viel für ein paar Anbauteile und etwas mehr Höhe, doch geht Volvo davon aus, dass es das den Kunden Wert ist. Fast 20 Prozent der V40-Käufer sollen der Schätzung nach bereit sein, dafür tiefer in die Tasche zu greifen.

 
Fazit

Michael Gebhardt

Was bei ebenjenen dafür sorgt, dass das Geld etwas lockerer sitzt, dürfte vor allem der Imagegewinn sein. Offroad ist momentan in, auch wenn‘s nur danach aussieht und gerade Großstädter fühlen sich mit der angedeuteten Robustheit sicherer. Auch die geringfügig höhere Sitzposition dürfte den meisten gut gefallen, wenngleich sie de facto eigentlich kaum ins Gewicht fällt. Egal: Man sitzt höher, und nur das zählt.  

Dass der Allradantrieb nicht wirklich nötig ist und es deshalb nicht weiter ins Gewicht fällt, dass er nur für den T5 verfügbar ist, mag richtig sein. Allerdings dürfte er - wohl auch aus Imagegründen - durchaus auch dem ein oder anderen Diesel-Käufer gefallen und ihm noch ein paar Euro mehr entlocken. Darüber will Volvo nachdenken und vielleicht schon bald einen 4WD-Selbstzünder nachlegen.
 
 

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