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Galerie: Erster Test Volvo XC40

Erster Test: Volvo XC40

Schwedische Prinzessin

01.12.2017

Noch heute verbinden die Meisten Menschen mit Volvo kantige und vor allem wuchtige Fahrzeuge, also Wagen für gestandene Kerle. Zwar gab es mit dem C30 den Versuch, die weibliche Kundschaft für sich zu gewinnen, doch leider war der kleine Volvo, der den Schneewittchensarg wiederbeleben sollte, nicht der große Wurf. Mit dem neuen XC40 haben die Schweden nun ein Kompakt-SUV im Programm, welches die Damenwelt auf jeden Fall ansprechen könnte.

Kompakte Hochbeiner gehen zurzeit wie geschnitten Brot, beim SUV-Hype scheint kein Ende in Sicht zu sein und immer mehr Hersteller ziehen nach. Bei Volvo nimmt zukünftig der XC40 diesen Platz ein und sorgt für frischen Wind in der schwedischen Kompaktbaureihe. Im Frühjahr 2018 rollt der XC40 zum Händler – und soll gleich die Position des meistverkauften Volvos einnehmen!

Klare Kante, bunte Farben

Galerie: Erster Test Volvo XC40Beim Außendesign setzt der XC40 auf die typischen Volvo-Gene: Klare Linien, wenig Schickschnack und glatte Oberflächen geben ihm das markentypische auftreten. Ganz klar erkennt man die Familienzugehörigkeit zu XC60 und XC90, unstimmig wirken nur die hinteren Türen, mit dem weit hochgezogenen Metall, wodurch das hintere Fenstereck wie ein Achtelstück Pizza aussieht.

Witziges Detail: Am Kotflügel hat Volvo eine kleine Schwedenflagge angebracht. Und ganz dem aktuellen Trend verschrieben, setzen auch die Schweden auf Individualisierung und bieten optional eine Zweifarb-Lackierung an. Und auch für den Innenraum wird Farbe geboten: Wer möchte, kann den Fahrzeugboden und die Türverkleidung mit einer Art buntem Nadelfilz verschönern. Drei Farben stehen hier zur Wahl, von denen ein knalliges Orange wohl den meisten Mut abverlangt, aber nicht schlecht aussieht.

Viele praktische Ablagen

Galerie: Erster Test Volvo XC40Neben den Verschönerungsaspekten haben die Volvo-Entwickler alles darangesetzt, dem Innenraum ein durchdachtes Raumkonzept zu bescheren. Unter der großen Mittelarmlehne ist genügend Platz für eine Taschentuch-Box, davor befindet sich – Skoda lässt grüßen – ein kleiner Mülleimer und vorne im Mitteltunnel ist eine tiefe Ablage für Smartphones mit induktiver Lademöglichkeit.

Unter dem Fahrersitz befindet sich zusätzlich eine Schublade, in der beispielsweise Laptop, Tablet oder Schreiblock verstaut werden können. Und auch die Fächer in den Seitentüren bieten mehr als genügend Stauraum, da man auf die sonst üblicherweise hier verbauten Lautsprecher – im Volvo-Fall einer Harman-Kardon-Anlage – verzichtet hat.

Versteck für Kofferraumabdeckung

Galerie: Erster Test Volvo XC40Doch nicht nur vorne ist die Platzausnutzung bestens durchdacht. Der Kofferraum nimmt es mit 460 Liter Gepäck auf, und per Knopfdruck lassen sich die Rücksitze bretteleben umlegen. Dann gehen bis zu 1.336 Liter in den kompakten Volvo. Der variable Ladeboden schließt eben mit der Ladekante ab und kann außerdem senkrecht aufgestellt werden, um dahinter beispielsweisung Ladung zu sichern. In dieser Position kann man zusätzlich an drei Haken Einkaufstaschen hängen. Unter dem Extraboden lässt sich zusätzliches Gepäck in einer tiefen Mulde unterbringen, und sogar die sonst so sperrige Kofferraumabdeckung, die man gerne mal beim Einpacken auf dem Ikea-Parkplatz vergisst, findet hier einen Platz.

Einmal alles verstaut, kann man sich aufs Wesentliche konzentrieren, dem Navi-Infotainment-System und der Cockpitanzeige. Bereits ab der Basisversion sind hier zwei große Displays verbaut. Alle wichtigen Infos zur Fahrt werden im Kombiinstrument auf 12,3 Zoll dargestellt. In der Mittelkonsole befindet sich das volvotypische, hochkant verbaute 9,2-Zoll-Touchdisplay für die Einstellung von Fahrzeugfunktionen und Infotainment. Da fast alles über dieses System eingestellt wird, wirkt es extrem Aufgeräumt. Allerdings braucht es auch im XC40 eine kleine Eingewöhnungsphase, bis man sich in den ganzen Menüs zurecht findet.

Zwei Motoren zum Marktstart

Galerie: Erster Test Volvo XC40Wenn der Volvo XC40 im Frühjahr 2018 beim Händler steht, bleibt potentiellen Kunden die Wahl aus zwei kräftigen Vierzylindermotoren. Ein 190 PS starker Zweiliter-Turbodiesel (D4) und der 247-PS-Zweiliter-Turbobenziner (T5). Beide werden serienmäßig mit einer Achtgangautomatik und Allradantrieb ausgeliefert. Für den D4 werden mindestens 44.800 Euro fällig, der T5 ist mit einem Preis ab 46.100 Euro etwas teurer. Bei unserer ersten Ausfahrt haben wir beide Motorisierungen für Sie getestet.

Beiden gemein ist die Fahrwerk-Abstimmung: Typisch SUV ist die Federung nicht zu straff ausgelegt. Bodenunebenheiten werden ordentlich verarbeitet und schlagen nicht in die Rücken der Insassen. Und dank der präzisen Lenkung lässt sich der Volvo XC40 sogar zu einer kleinen Kurvenjagd animieren.

Leichtfüßig aber laut

Galerie: Erster Test Volvo XC40Damit der T5 ordentlich auf Touren kommt und die obligatorische 100-km/h-Grenze in 6,5 Sekunden knackt, stellt er sein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter zwischen 1.800-4.800 Umdrehungen bereit; so legt er einen ziemlich leichtfüßigen Start hin. Die Achtgang-Automatik schaltet zuverlässig und flott durch die Gänge, wer zwischendurch allerdings maximale Power abfragt, zwingt den Vierzylinder zu hohen Touren und wird gleich mit knurrigem, ja fast gequälten Geräuschen konfrontiert. Eine bessere Dämmung wäre hier durchaus angebracht!

Die Maximalgeschwindigkeit mit dem Benziner liegt bei 230 km/h. Wer sich der häufiger nähert, muss auf den durchschnittlich abgegebenen Verbrauch von 7,3 Liter rund zwei Liter aufschlagen, bei kommoder Fahrt ließ sich der XC40 auf unserer ersten Runde mit gut achteinhalb Litern bewegen. Deutlich genügsamer ist der Turbodiesel, der sich laut Norm 5,1 Liter nimmt. Seine maximal 400 Newtonmeter Drehmoment liegen zwischen 1.750 und 2.500 Umdrehungen an; auf Landstraßentempo kommt der Selbstzünder damit in 7,9 Sekunden. Das ist zwar etwas langsamer als der Benziner, insgesamt wirkt der Diesel aber harmonischer Schluss ist für den entspannten Cruiser bei immer noch völlig ausreichenden 210 km/h. Vorbildlich: Beide Motoren erfüllen die neue Abgasnorm Euro 6d Temp.  

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Der neue Volvo XC40 wirkt dynamisch, frisch und lässt sich individuell aufhübschen. Sein durchdachtes Raumkonzept mit vielen Verstaumöglichkeiten überzeugt. Wer sich gleich zum Marktstart im Februar 2018 einen Volvo XC40 in die Einfahrt stellen möchte, dem können wir den D4 wärmstens ans Herz legen. Neben dem genügsamen Verbrauch von rund fünf Litern ist er die ruhigere und entspannte Wahl, gerade wenn man ihn auch auf der Langstrecke nutzen möchte. Und mit dem Erfüllen der neuen Euro-6d-Temp-Norm sollte es auch in Zukunft keine unliebsamen Überraschungen geben.
 
 

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