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Galerie: Erster Test Volvo XC70

Erster Test: Volvo XC70

Waldmeister

04.07.2007

Zeitgleich mit dem neuen Volvo V70 startet auch der Offroad-Ableger XC70. Fast 15.000 Anhänger hat der Vorgänger  in Deutschland gefunden und positioniert sich damit weit oben auf der Crossover-Rangliste. Für schweres Gelände ist der Kombi nicht geeignet, wer beim Waldspaziergang aber nicht zu Fuß gehen will wird nicht enttäuscht.

Groß ist der Unterschied zum V70 nicht: Innen gleichen sie sich wie ein Ei dem Anderen, außen differenzieren den XC70 ein paar unlackierte Anbauteile, Unterfahrschutz und etwas mehr Bodenfreiheit von seinem Straßen-Bruder. Nicht mal der Allradantrieb ist der Offroad-Version vorbehalten, beim V70 T6 geht die Kraft serienmäßig auch an alle vier Räder.  

Exklusiver Kreis

Galerie: Erster Test Volvo XC70Dennoch hat sich der XC70, oder CrossCountry wie er früher einmal hieß, eine kleine aber feine Fangemeinde erworben. Gut 15.000 Käufer fand der Vorgänger allein in Deutschland, weltweit konnte Volvo 200.000 Einheiten an den Mann bringen. Hauptabsatzmarkt sind die USA, das wird sich auch mit dem neuen Modell nicht ändern.

Der kleineren Klientel entsprechend hat Volvo auch nicht die gesamte Motorenpalette des V70 im Angebot. Der Kunde hat lediglich die Wahl, ob er Benzin oder Diesel bevorzugt. Je nach dem erhält er dann den 238 PS starken 3.2 Ottomotor (320 Newtonmeter) oder den durchzugsstarken Selbstzünder D5.

Serienmäßiger Allradantrieb

Galerie: Erster Test Volvo XC70Der Diesel mobilisiert zwar nur 185 PS, punktet aber durch das im Gelände hilfreiche, höhere Drehmoment. 400 Newtonmeter fließen an die beiden Achsen, ein intelligentes Allradsystem regelt die Verteilung mittels elektronisch gesteuerter Haledxkupplung. Während beim Diesel der Fahrer die Gangwechsel ab Werk selbst übernehmen muss, zeichnet beim Benziner serienmäßig eine Sechsgang-Automatik dafür verantwortlich (2.050 Euro Aufpreis beim Diesel).

Bei den Fahreigenschaften nehmen sich XC70 und V70 nicht viel. Mit nahezu gleichem Gewicht, beide bringen rund 1.700 Kilogramm auf die Waage, ist keiner von beiden eine Sportskanone. Vorteil des XC70 ist der Allradantrieb, selbst wenn man ihn nur auf der Straße bewegt. Er reduziert die Tendenz zum Untersteuern des kopflastigen Kombis spürbar, und sorgt damit für sicherere Straßenlage.

Adaptives Fahrwerk gegen Aufpreis

Galerie: Erster Test Volvo XC70Wie beim V70 würde der Offroader von einer präziseren Lenkung profitieren. Allerdings sieht man ihm dieses Manko eher nach, schließlich bevorzugt man im Gelände die etwas indirektere Variante. Optional ist auch hier das Four C-Fahrwerk erhältlich (1.540 Euro), dass dem Fahrer die Möglichkeit gibt, die Abstimmung selbst auszuwählen. Die Höhe lässt sich darüber allerdings nicht regulieren.

Die Vorteile des XC70 abseits der befestigten Wege sind vor allem baulich bedingt. Mit 21 Zentimetern Bodenfreiheit übertrifft der Volvo seinen Hauptkonkurrenten, den Audi A6 Allroad um 25 Millimeter. Der vordere Böschungswinkel beträgt 19,2 Grad, hinten sind es 24 Grad. Damit lassen sich Problemlos auch steiler Strecken anfahren, ohne aufzusetzen. Bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern schreckt der Volvo auch nicht vor Wasserdurchfahrten zurück.

Bergabfahrhilfe

Galerie: Erster Test Volvo XC70Ein zusätzlicher, nur für den XC70 erhältlicher Helfer erleichtert das Vorankommen im Gelände. Serienmäßig hat der Schwede eine Bergabfahrhilfe an Bord. Das System arbeitet vorwärts wie rückwärts und bremst den Kombi automatisch ab, ohne dass der Fahrer aufs Bremspedal treten muss. Der soll sich so besser aufs Lenken konzentrieren können.

Preislich unterscheiden sich die beiden Brüder um rund 4.000 Euro. Der Benziner kostet mit 46.010 Euro exakt 4.360 Euro mehr als im V70, beim 42.840 Euro teuren Diesel beträgt der Aufpreis 3.890 Euro. Die üppige Serienausstattung - unter anderem Klimaautomatik, Radio mit CD, Leichtmetallräder, Tempomat und ein umfangreiches Sicherheitspaket - wird beim XC70 um den Allradantrieb, die Bergabfahrhilfe und die Dachreling erweitert.

Fazit

Für den Volvo XC70 gilt das gleiche, wie für alle so genannte Crossover: Für den richtig schweren Geländeeinsatz ist er nicht geeignet, das Plus an Bodenfreiheit lässt ihn aber durchaus ein Stück weiter in den Wald kommen, als ihre Straßenbrüder. Größtes Plus ist der serienmäßige Allradantrieb, der aber auch im Topmodell V70 T6 erhältlich ist. Abgesehen davon ist der Unterschied gering, 4.000 Euro Aufpreis dagegen sind nicht wenig.

 
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