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Galerie: Erster Test VW Caddy Maxi

Erster Test: VW Caddy Maxi

Maxi-Menü zum Mitnehmen

13.02.2008

Seit 25 Jahren baut VW den Caddy und beglückt damit Handwerker, Kurierdienste und jeden anderen, der viel zu transportieren hat. Neben den reinen Lieferwagen bieten die Wolfsburger seit einiger Zeit auch einen PKW-Ableger an, den Caddy Life. Jetzt gibt es den praktischen Transporter in einer um knapp einen halben Meter gestreckten Maxi-Version, mit viel Platz zum mitnehmen…

Der Unterschied zwischen Maxi- und Normalversion beträgt stolze 47 Zentimetern, die vor allem dem Radstand zu Gute kommen. Dieser wächst um 32 Zentimeter auf drei Meter. Die anderen 15 Zentimeter werden dem hinteren Überhang zugeschlagen, insgesamt wächst der Caddy so auf 4,88 Meter.

Mit der Länge vergrößert sich naturgemäß auch der Innenraum: Bis zu 4,2 Kubikmeter schluckt der Caddy Maxi je nach Ausstattung und übertrifft den „kleinen“ um genau 1.000 Liter. Apropos Ausstattung: Wie schon der kurze Caddy ist auch der Maxi als Kastenwagen, Kombi und PKW-Version „Life“ orderbar.

Viel Platz im Kastenwagen

Galerie: Erster Test VW Caddy MaxiMit den erwähnten 4.200 Liter Stauraum und 800 Kilogramm Zuladung markiert der Kastenwagen die Spitze in Sachen Transporttauglichkeit. Er verfügt serienmäßig nur über zwei Sitze die durch eine Trennwand vom Laderaum separiert sind. Eine Schiebetür rechts sowie zwei Hecktüren bieten komfortablen Zugang zu der 2,25 Meter langen Ladefläche. Eine zweite Seitentür sowie eine Heckklappe anstatt der Flügeltüren gibt es optional.

Serienmäßig fünf Sitzplätze bietet der Caddy Maxi Kombi, auf Wunsch gibt es noch eine dritte Sitzreihe mit zwei weiteren Plätzen. Als Fünfsitzer fasst der Kombi 1.650 Liter Gepäck, klappt man die zweite Sitzreihe um, erweitert sich das Volumen auf 3.950 Liter. Die Ausstattung des Kombis ist eher spärlich, orientiert sich mehr am Handwerkerbedarf als am Familienanspruch. Viele Ablagen nehmen allerhand Klein- und Großkram auf.

Perfekt für Großfamilien

Galerie: Erster Test VW Caddy MaxiSpeziell auf die Bedürfnisse von Großfamilien zugeschnitten ist der Caddy Maxi Life. Ab Werk verfügt er über drei Sitzreihen, beidseitige Schiebetüren und eine Heckklappe. Sind alle sieben Sitze belegt bleibt ein Stauraum von 380 Liter. Die hintere Reihe - auf der auch große Passagiere noch kommod sitzen - lässt sich mit einfachen Handgriffen ausbauen, die mittlere Bank kann umgeklappt werden. So fasst auch der Maxi Life bis zu 3.700 Liter Gepäck.

Gegenüber dem Kombi überzeugt der Life durch deutlich mehr Komfort und Wohlfühlambiente. Schon die Vollverkleidung macht den Innenraum wohnlicher, wenngleich man den Kunststoffen nach wie vor ansieht dass es sich eigentlich um ein Nutzfahrzeug handelt. Wie bei allen Caddys ist das Lenkrad serienmäßig in Höhe und Länge justierbar, der Fahrersitz kann nach oben gepumpt werden. Ein Radio mit CD-Spieler gehört zur Basisausstattung. Auch der „Life“ verfügt über eine Vielzahl von Ablagen, angefangen bei einer Dachgalerie über der Windschutzscheibe bis hin zu kleinen Gepäcknetzen am Himmel im Fond.

Starrachse für mehr Zuladung

Galerie: Erster Test VW Caddy MaxiWie seine Brüder verfügt auch der Caddy Maxi Life hinten über eine Starrachse mit Blattfedern. Der Vorteil: Der Fahrzeugboden ist deutlich tiefer, der gewonnene Platz kommt dem Innenraum zu Gute. Zudem ermöglicht diese Konstruktionsart eine deutlich höhere Zuladung. Die Nachteile müssen die Passagiere in der dritten Reihe ausbaden: Da sie förmlich auf der Achse sitzen, fliegen sie bei Unebenheiten spürbar in die Höhe. Zumindest, wenn der Caddy nicht voll Beladen ist.

Neben der straffen Abstimmung spricht die indirekt ausgelegte Lenkung für eine hohe Beladung. Zu ruckartige Lenkmanöver wären im Falle eines vollbepackten Wagens fatal und könnten das Gefährt schnell in Gefahr bringen. Gegen 422 Euro Aufpreis bietet VW das elektronische Stabilitätsprogramm ESP für alle drei Karosserievarianten des Caddy Maxi an.

Nur drei Motoren

Galerie: Erster Test VW Caddy MaxiAnders als beim normalen Caddy umfasst die Motorenpalette für den Maxi nur drei Aggregate. Auf Benziner-Seite steht ein 102 PS starker Vierzylinder im Regal, der in Deutschland aber nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die Kaufentscheidung fällt in der Regel zwischen dem bewährten 105 PS starken 1.9 TDI und dem neuen 2,0-Liter-Diesel mit 140 PS. Beide arbeiten noch mit der Pumpe-Düse-Technik, letzterer hält zeitgleich mit dem Maxi auch in den kurzen Caddys Einzug.

In Verbindung mit seinen maximal 320 Newtonmetern zwischen 1.750 und 2.500 Umdrehungen macht der 2.0 TDI auch bei höheren Zuladungen nicht schlapp. Mit dem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe erreicht der Diesel in knapp elf Sekunden 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt Tempo 186. Mit einem angegebenen Verbrauch von 6,4 Litern erweist sich der partikelgefiltertete Selbstzünder zudem als Sparsam.

Galerie: Erster Test VW Caddy MaxiBeim kleineren Diesel lässt sich VW den Partikelfilter mit 595 Euro extra bezahlen, der Verbrauch liegt zudem nur unmerklich unter dem des Großen. Sein serienmäßiges Fünfgang-Schaltgetriebe lässt sich dafür gegen einen Aufpreis von rund 2.400 Euro in das sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe DSG umrüsten.

Die Preise beginnen bei 17.933 Euro für den Kastenwagen mit 1.6er Benziner, der Kombi kostet 422 Euro mehr. Der kleine Diesel startet bei 19.819 Euro. Für den Caddy Maxi Life werden mindestens 20.224 Euro (Benziner) beziehungsweise 22.122 Euro (1.9 TDI) fällig, der große Selbstzünder steht mit 24.633 Euro in der Preisliste. Die aufpreispflichtigen Extras reichen von Einparkhilfe (351 Euro) über Tempomat (303 Euro) bis hin zur Klimaautomatik (1.547 Euro).

Fazit

Der Längenzuwachs rückt den Caddy Maxi verdächtig nahe an den T5 Multivan ran. Wem der fast 30.000 Euro VW Bus zu teuer ist, findet im Caddy Maxi Life die günstigere alternative. Kleine Einbußen beim Komfort nimmt man dann gerne in Kauf. Doch der Caddy Maxi kannibalisiert noch zwei weitere VW-Modelle: Den Touran und den mittlerweile antiquierten Sharan. Beide übertrifft er hinsichtlich des Platzangebots, bleibt aber preislich darunter.

 
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