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Galerie: Erster Test VW Cross Polo

Erster Test: VW Cross Polo

Der Beste

22.06.2010

Der VW Polo Fun machte im Mai 2004 den Anfang einer neuen VW-Ära. Mit erhöhter Bodenfreiheit, 4x4-Optik, Dachreling, fein abgestimmtem Fahrwerk und breiten 17-Zoll-Alurädern ging er bei denjenigen auf Kundenfang, denen der Normal-Polo zu bieder war. Das ist gelungen, denn aus dem auf 5.000 Exemplare limitierten Sondermodell wurde eine Erfolgsstory mit weiteren Ablegern. Ende 2005 folgte der geliftete VW Cross Polo, danach kamen Cross Touran und Cross Golf – alle ohne Allradantrieb. Jetzt startet der neueste Cross Polo. Der beste Polo überhaupt.

Bereits optisch vermag der neue Cross Polo zu überzeugen. Die massive Front mit silber lackiertem Unterfahrschutz-Imitat sieht imposanter aus als die zierliche Normal-Polo-Front. Am Heck des um 1,7 Zentimeter in der Länge gewachsenen Kleinwagens gibt’s ebenfalls markante Änderungen. Die Radhaus-Verbreiterungen samt schicker 17-Zoll-Leichtmetallräder sowie die Dachreling, die mit maximal 75 Kilogramm beladen werden darf, lassen ihn erwachsener aussehen. Das um 15 Millimeter höher gelegte Schlechtwege-Fahrwerk kann hingegen mehr als nur gut aussehen

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Galerie: Erster Test VW Cross Polo

Eines der besten Fahrwerke

Das Fahrwerks-Setup des Cross Polo gehört nämlich zu den besten, die es im Kleinwagen-Segment gibt. Zugegeben, es ist straff und fördert die dynamische Gangart. Der Polo schiebt aufgrund dessen aber extrem spät über die Vorderachse und kommt selbst bei groben Schnitzern des Fahrers lange ohne ESP-Eingriff aus. Trotz dieses Dynamikpotenzials bleibt ausreichend Restkomfort, um auch Langstrecken komfortabel absolvieren zu können. Die Federungselemente sprechen auf den ersten Millimetern sehr sanft an, verhärten dann aber deutlich – sehr gelungen.

Den Wohlfühlfaktor erhöht auch das wohnliche und astrein verarbeitete Interieur. Die serienmäßigen Sportsitze sind gemütlich und bieten vernünftigen Seitenhalt, eine Lendenwirbelstütze wäre schön, ist allerdings nicht erhältlich. Dafür gibt es aber eine perfekte Sitzposition für den Fahrer, denn die Einstellmöglichkeiten sind vorbildlich.

Galerie: Erster Test VW Cross PoloAlleinstellungsmerkmale des Cross Polo im Innenraum gibt es in Form der Sitzbezüge, des perforierten Lederlenkrades (nicht bei Bestellung des Multifunktionslenkrades) und der Alu-Pedalkappen. Ansonsten haben die Designer dem Cross Polo innen ebenso viel Alu verabreicht, wie dem GTI. Wie bei allen anderen Polos reicht auch im Cross der Platz hinten für zwei Personen. In den Kofferraum passen nach wie vor zwischen 261 Liter bei Rückbank-Normalstellung und 952 Liter bei umgeklappten Sitzen und dachhoher Beladung.

Kleineres Spektrum

Das Motorenspektrum reicht derzeit von 70 bis 105 PS. Die goldene Mitte markiert das 85-PS-Benzin-Aggregat, gleichzeitig meistverkaufter Motor im Polo. Und damit treffen die meisten Käufer auch eine feine Wahl. Der indirekt einspritzende 1.4er wird zwar demnächst von dem ebenso starken 1.2 TSI, wie er bereits im Roomster und Audi A1 im Einsatz ist, ersetzt, doch Kaufzurückhaltung ist deswegen nicht angeraten. Denn der turbolose Vier-Ventiler macht seine Aufgabe richtig gut und schiebt den mindestens 1.130 Kilogramm schweren Cross Polo ordentlich an.

Galerie: Erster Test VW Cross PoloBinnen 12,6 Sekunden erreicht der Wolfsburger aus dem Stand Tempo 100, 173 km/h sind möglich. Dabei liegt der Normverbrauch bei 6,1 Liter. Das ist zwar rund ein Liter mehr als Audi für den A1 1.2 TSI (85 PS) veranschlagt, in der Praxis wird sich der Wert aber egalisieren. Der 1.4er zieht auch ohne Aufladung sauber, ruckfrei und gleichmäßig die Drehzahlleiter empor und läuft angenehm ruhig. Ein dezenter Auspuffton vermittelt im oberen Bereich sogar eine gewisse Sportlichkeit. Gekoppelt ist die Maschine serienmäßig an ein Fünf-Gang-Handschaltgetriebe. Für 1.425 Euro Extra gibt es das 7-Gang-DSG, eine feine Alternative, nicht nur für Schaltfaule, denn der Verbrauch sinkt um 0,2 Liter.

Starker Turbo könnte folgen

Der 70-PS-Benziner und der 75-PS-1.6-TDI stellen für den Cross Polo die Basisaggregate dar. Beim TDI gibt es noch eine 90- und eine 105-PS-Version. Bei den Ottos markiert derzeit der 1.2 TSI mit 105 PS die Spitze, doch eine Turboversion mit rund 150 PS (1.4 TSI) ist nach VW-Aussagen nicht ausgeschlossen.

Galerie: Erster Test VW Cross PoloPreislich startet der Cross Polo bei 16.550 Euro. Der kleinste Diesel kostet 18.700 Euro. Der 1.4 beginnt bei 17.500 Euro. Damit ist der Cross Polo per se gut 2.000 Euro teurer als ein Polo Comfortline. Bereinigt man die Ausstattungsdifferenzen, schmilzt der Unterschied auf rund 600 Euro. Und dann sind Details wie das tolle Fahrwerk, die 4x4-Anbauteile, Dachreling und die Stoff-bezogenen Sportsitze noch nicht einberechnet, denn diese Optionen bietet exklusiv nur der Cross Polo.

Technische Daten
 
Marke und Modell   VW Cross Polo 1.2   VW Cross Polo 1.4
Ausstattungsvariante        
Abmessung und Gewicht        
Länge/Breite/Höhe (mm)   3.987 / 1.698 / 1.488   3.987 / 1.698 / 1.488
Radstand (mm)   2.469   2.469
Wendekreis (m)   10,6   10,6
Leergewicht (kg)   ab 1.128   ab 1.127
Kofferraum (Liter)   261 - 952   261 - 952
Bereifung Testwagen   215/40 R17   215/40 R17
Motor        
Hubraum (ccm) / Zylinder (Zahl, Bauart)   1.198 / 3, Reihe   1.390 / 4, Reihe
Leistung Kw (PS)   51 (70)   63 (85)
Drehmoment (Nm) / Umdrehungen   112 bei 3.000   132 bei 3.800
Antriebsart   Front   Front
Getriebeart   5-Gang-Schalter   5-Gang-Schalter oder 7-Gang DSG
Verbrauch        
Krafstoffart   Super   Super
Kombiniert laut Werk (l/100km)   5,7   6,1 / 5,9 mit DSG
CO2-Emissionen (g/km)   132 / Euro 5   143 / 139 mit DSG/ Euro 5
AS24-Verbrauch (l/100km)   k.A.   k.A.
Fahrleistungen        
Werksangabe 0-100km/h (s)   14,9   12,6
AS24-Sprint 0-100km/h (s)   k.A.   k.A.
AS24-Bremstest 100-0km/h (m)   k.A.   k.A.
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   161   173
Preise        
ab (Euro)   16.550   17.500
Empfehlenswerte Extras   Klimaanlage und Radio (920 Euro), Fußmatten (96 Euro), Winterpaket mit beheizten Sitzen und Scheibenwaschdüsen sowie Scheinwerferreinigung und Warnleuchte fürs Waschwasser (400 Euro)   Klimaanlage und Radio (920 Euro), Fußmatten (96 Euro), Winterpaket mit beheizten Sitzen und Scheibenwaschdüsen sowie Scheinwerferreinigung und Warnleuchte fürs Waschwasser (400 Euro)
 
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Fazit

Wer sich seinen VW Polo sowieso fein ausstatten möchte, sollte zum Cross Polo greifen. Denn er besitzt bereits die besten Sitze des Polos, das beste Fahrwerk des Polos und eben die beste Optik aller Polos. Damit ist der Cross Polo die ideale Mischung aus komfortabel flinkem Kleinwagen mit toller Verarbeitung, gutem Image und angemessenem Preis. Beim Motor reicht der 85-PS-Benziner. Egal, ob derzeit noch ohne oder zukünftig mit Turbolader. Bei den Dieselversionen ist ebenfalls die goldene Mitte das Ideal. Mehr als 90 PS braucht’s auch im Cross Polo nicht.
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