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Galerie: Erster Test VW Golf GTI Edition 35

Erster Test: VW Golf GTI Edition 35

Mehr GTImmer

22.06.2011

VW feiert den 35. Geburtstag des Golf GTI mit einem Sondermodell. Etwas mehr Ausstattung, ein Paar Extra-PS und das ein oder andere Zierteil kennzeichnen die Edition 35. Und ein deutlich höherer Preis als für den normalen GTI.

Satte 30.425 Euro lässt sich VW von all denen zum Geburtstag schenken, die den Jubiläums-GTI ihr Eigen nennen wollen. Das sind über 3.000 Euro mehr als für den Standard-GTI – und fast doppelt so viel, wie für einen normalen Golf. Kühle Rechner dürfte das abschrecken, denn der Mehrwert ist eher gering. Doch für GTI-Enthusiasten sollte der Aufschlag keine Hürde darstellen. So geht VW davon aus, dass zukünftig jeder fünfte GTI ein Jubiläums-Exemplar sein wird.

Nur im Detail erkennbar

Galerie: Erster Test VW Golf GTI Edition 35Doch was bekommt man nun tatsächlich für den happigen Aufpreis? Eine leicht veränderte Frontpartie, neu gestaltete 18-Zoll-Räder und „35“-Schriftzüge an den Kotflügeln geben Aufschluss darüber, dass es sich um den Geburtstags-Golf handelt, serienmäßig hat die Edition 35 außerdem die abgedunkelten LED-Rückleuchten, eine LED-Kennzeichenleuchte hinten sowie getönte Scheiben im Fond.

Im Innenraum durften sich die Designer mit ein paar neuen Sitzbezügen verwirklichen, hinzu kommt ebenfalls das „35“-Logo auf den Sitzen. Freuen werden sich die Fans der ersten GTI-Generation: In der Edition 35 lässt VW den Schaltknauf in Golfball-Optik wieder aufleben, sowohl für die Handschalter, als auch für die DSG-Variante – die übrigens noch einmal 1.875 Euro teurer ist.

235-Geburtstags-PS

Galerie: Erster Test VW Golf GTI Edition 35Und dann ist da noch der Leistungszuwachs. Basis ist das gleiche, zwei Liter große Turbo-Aggregat, wie im Standard-GTI. Dort leistet es 210 PS und für die Geburtstagsversion haben die Ingenieure die Kraft um 25 Pferdestärken angehoben, auf – richtig – 235 PS; das Drehmoment stieg um 20 auf 300 Newtonmeter. Wer allerdings meint, diesen Zuwachs im Alltag wahrzunehmen, der braucht schon ein sehr sensibles Gespür oder eine ausgeprägte Einbildungskraft.

Zwar sinkt die Zeit für den Standardsprint von 6,9 auf 6,3 Sekunden – aber versuchen Sie mal 0,3 Sekunden abzuzählen. Und auch die Steigerung der Höchstgeschwindigkeit um sieben auf 247 km/h dürfte in der Messungenauigkeit des Tachos untergehen. Das ganze hat also eindeutig mehr psychologischen Wert, der aber bei den abendlichen Treffen an der örtlichen Tanke sicher schwer wiegen wird.

Leichtes Spiel

Galerie: Erster Test VW Golf GTI Edition 35Psychologie hin oder her: Fakt ist, dass der Vier-Zylinder ein wahres Kraftpaket ist, dass mit dem 1,4 Tonnen schweren Golf leichtes Spiel hat. Von einem Turboloch ist nichts zu spüren, direkt hängt der drehfreudige Benziner am Gas und treibt den GTI mit Nachdruck an – und zwar gut dosierbar und ohne dabei ruppig zu wirken. So lässt sich mit dem GTI nicht nur wild über die Landstraße preschen, sondern auch ganz lässig die Promenade entlang schleichen.

Und das sogar wahlweise laut oder leise. Denn bei niedrigen Touren hält sich das Triebwerk akustisch sehr zurück und ist kaum wahrzunehmen. Das ändert sich mit steigender Drehzahl hin zu einem kraftvollen Röhren – das allerdings nicht allein dem Motor zu verdanken ist. Hier hat man die sogenannten Sound-Ingenieure ans Werk gelassen, die den Klang mit Hilfe eines elektronischen Verstärkers optimiert haben und ihn in den Innenraum leiten.

Auf Wunsch komfortabel

Galerie: Erster Test VW Golf GTI Edition 35Wie der normale GTI, so liegt auch die Edition 35 uim 15 Millimeter tiefer als die normalen Golfs, auch das straffere Sportfahrwerk und die elektronische Differentialsperre an der Vorderachse sind Serie. Wem das im Alltag zu unkommod ist, der kann die adaptive Dämpferregelung DCC ordern und per Tastendruck zwischen Komfort, Normal und Sport wählen; im Komfort-Modus wird der GTI sogar zum richtig angenehmen Langstreckengleiter.

Mit Xenon-Kurven-Licht, Parkpilot, Klimaautomatik und CD-Radio ist die Edition 35 schon recht gut ausgestattet, trotzdem lässt es sich VW nicht nehmen, zahlreiche Schmankerl extra zu verkaufen; so etwa das Multifunktionslenkrad. den Tempomat, den Fernlichtassistent, einen USB- oder iPod-Anschluss, das schlüssellose Startsystem, den automatischen Parkassistenten oder aber auch Licht- und Regensensor. Es dürfte also kein Problem sein, die Edition 35 auf einen Preis von mindestens 35.000 Euro zu treiben.

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Fazit

Wem es um Leistung geht, für den sind die 25 Mehr-PS des Jubiläums-GTI keine Alternative – er wird weiterhin zum kompromissloseren Golf R greifen. Wer aber GTI um des GTI-Willens fährt oder fahren will, bekommt mit der Edition 35 das besondere Extra, das den Mythos sicher wieder ein Stück vorantreibt. Und in zehn, zwanzig Jahren dürfte auch der Geburtstags-GTI ein gesuchtes Sammlerstück sein.

 
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