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Galerie: Erster Test VW Golf Sportsvan

Erster Test: VW Golf Sportsvan

Viel Van, wenig Sport

01.12.2017

Gut, dass Volkswagen seine Kundschaft darauf hinweist: Dass der Golf Sportsvan ein Facelift erhalten hat, sieht man wirklich nur auf den zweiten Blick. Dezent umrandete Frontscheinwerfer mit LED-Scheinwerfern auf Wunsch sowie ein dezent geändertes Layout der Rückleuchten kennzeichnen das Äußere des 2018er-Modelljahrgangs, der mit 20.475 Euro (1,0 mit 63 kW/85 PS) startet. Wer in den Genuss des neu entwickelten, aufgeladenen 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziners (96 kW/130 PS) mit variabler Turbinengeometrie sowie Zylinderabschaltung kommen will, muss mindestens 26.225 Euro ausgeben.

Mit dem Vierzylinder ist man recht ausgewogen motorisiert. Der 1,5er ist nicht überschwänglich, aber schon aus dem Drehzahlkeller zugkräftig genug (200 Nm Drehmoment ab 1.400 Touren), um den typischen Lkw am Berg in dynamischer Art hinter sich zu lassen. Dabei bleibt der Benziner akustisch zurückhaltend, meldet sich erst zu Wort, wenn die Nadel die 4.000er-Marke auf dem Drehzahlmesser überschreitet – und das muss sie in der Praxis eigentlich nie tun. Unsere erste Ausfahrt in der Variante mit mechanischer Schaltung zeigt: Es muss selbst anno 2017 nicht unbedingt die Automatik sein. Zwar ist die Box weit davon entfernt, sportlich oder knackig zu sein, aber leichtgängig und zielgenau rasten die Gänge sehr wohl ein.

Helferlein gegen Aufpreis

Galerie: Erster Test VW Golf SportsvanTechnikfans sehen sich allerdings doch genötigt, den rund 2.000 Euro teureren Automaten mit Doppelkupplung zu ordern. Denn in dieser Verbindung gibt es – und das ist übrigens ein Facelift-Merkmal – den aktiven Tempomat mit vollen Funktionsumfängen. Das heißt, der Geschwindigkeitsregler bremst, dem Vorfahrenden entsprechend, bis zum Stillstand herunter und kann neuerdings auch durch Kurven führen, solange der Fahrer seine Hände am Lenkrad lässt. Dieses Feature lassen sich die Wolfsburger mit 2.540 Euro durchaus solide bezahlen – aber darin enthalten sind auch eine Ausparkautomatik, ein automatisch abblendbarer Innenspiegel sowie vollvariable LED-Scheinwerfer. Für Kunden mit Langstrecken-Priorität ist diese Option empfehlenswert. Eine Fußgänger-Erkennung gehört außerdem jetzt zu den Sportsvan-Kompetenzen, autonom notgebremst wird je nach Line auch.

Nicht beim Platzangebot gespart

Galerie: Erster Test VW Golf SportsvanWer bereits einen Sportsvan fährt, wird beim Einstieg in die überarbeitete Version den mit Glasscheibe abgedeckten Touchscreen bemerken, der sieht nobler aus als die alten Monitor-Lösungen, aber kostet mindestens 440 Euro Aufpreis. Ein Navigationssystem ist ab der 565 Euro teuren „Discover Media“-Funktion dabei.

Galerie: Erster Test VW Golf SportsvanAn Bord kommt übrigens generell ein Wohlgefühl auf, weil der Sportsvan mit Platz nicht geizt, was insbesondere den Fondpassagieren auffallen wird. Viel Bein- und eine gute Portion Kopffreiheit lassen den Van in der zweiten Reihe deutlich luftiger erscheinen – durch den höhere Dachaufbau wirkt das Auto ohnehin größer als die Limousine, in Summe sind es allerdings tatsächlich rund zwölf Zentimeter Höhenunterschied. Der Radstand des Sportsvan fällt ebenfalls größer aus – hier sind es sechs Zentimeter Zuwachs gegenüber der Limousine. Zusammen mit der verschiebbaren Rücksitzbank ergibt sich daraus ein deutliches Plus an Praktikabilität und Variabilität. Das maximale Laderaumvolumen beträgt bis zu 1.520 Liter. Und statt Fahrdynamik gibt es hier ansehnlichen Federungskomfort, eigentlich könnte man das „Sport“ in der Modellbezeichnung streichen. Aber ein bisschen Marketing darf eben nicht fehlen. (sp-x/pb/jms)

 
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