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Galerie: Erster Test VW Golf Variant

Erster Test: VW Golf Variant

Nachzögling

09.05.2007

Die Strategie ging nicht auf: Als VW 2003 den Golf V auf den Markt brachte, war man in Wolfsburg der Meinung, ohne einen Kombi-Ableger auszukommen. Golf Plus, Touran und Passat Kombi sollten schließlich für jeden eine Alternative bieten. Doch die Käufer sahen die Situation ganz anders…  

Kombifahrer wollen einen Kombi, kein Hochdachfahrzeug und keinen Van. Und sie wollen auch nicht so viel Geld für einen Passat Kombi ausgeben. Kurzum: Ein Golf Variant musste her. Ab 01. Juni steht er bei den sehnsüchtig wartenden Händlern.

Groß geworden

Galerie: Erster Test VW Golf Variant16 Zentimeter mehr bietet der 4,56 Meter lange Kombi gegenüber dem Vorgänger. Bei voller Bestuhlung fasst das Gepäckabteil 560 Liter, maximal können 1.550 Liter genutzt werden. Umständlich: Das Umklappen der 40:60 geteilten Rückbank erfordert immer noch das separate Wegklappen der Sitzflächen sowie das Entfernen der Kopfstützen.

Danach steht ein 1,74 Meter langer, ebener Laderaum und eine über einem Meter breite Öffnung zur Verfügung, die selbst eine Euro-Palette aufnehmen könnte. Mit 57 Zentimetern fällt zudem die Ladekante erfreulich niedrig aus.

Gleiche Front

Galerie: Erster Test VW Golf VariantDie Karosserie gleicht dem Jetta bis zur B-Säule, auch der Innenraum hält keine Überraschungen parat. Solide Verarbeitet und von guter Qualität aber nüchtern präsentiert sich das funktionale Cockpit im typischen VW-Look. Diskussionen werfen die eigenwilligen Heckleuchten auf. Sie ziehen sich weit in die Kotflügel und wirken nur wenig dynamisch. Ein Ausblick auf den Golf VI dürften sie aber allemal sein.

Ein echter Hingucker ist dagegen das neue Panorama-Dach. Mit einer Länge von 1,36 Metern und 87 Zentimetern Breite überspannt es große Teile des Innenraums und lässt viel Licht zu den Passagieren durchdringen. Der vordere Teil ist sowohl ausstellbar als auch komplett zu öffnen.

Vorwiegend moderne Motoren

Galerie: Erster Test VW Golf VariantFür 18.875 Euro erhalten Kunden einen Golf Variant mit 1,6-Liter-Benziner. Das mittlerweile etwas angestaubte Aggregat leistet 102 PS und muss als einziges noch ohne Direkteinspritzung arbeiten. Ebenfalls ist es der einzige Motor der nicht mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG kombinierbar ist. Der Durchschnittsverbrauch soll bei rund 7,4 Litern Superbenzin liegen.

Darüber und eigentlich doch darunter liegt der 1.4 TSI der trotz des geringeren Hubraums in den Leistungsstufen 140 und 170 PS erhältlich ist. Die doppelte Aufladung durch Kompressor und Turbolader ermöglicht die hohe Ausbeute.

Bei unserer Testfahrt erwies sich die 140 PS-Variante als vollkommen ausreichend. Zwischen 1.500 und 4.000 Touren liegen 220 Newtonmeter Drehmoment an. Zügig beschleunigt der Golf mit manuellem Sechsgang-Getriebe von unten heraus, nur die Gasannahme könnte einen Tick direkter sein.

Hoher Verbrauch

Den angegebenen Verbrauch von 7,1 Litern konnten wir bei moderater Fahrweise nicht erreichen. Unser Bordcomputer ermittelte einen Durchschnitt von 8,5 Litern. Schuld ist das hohe Gewicht: Leer wiegt der neue Golf Variant 1.376 Kilogramm, rund 120 Kilogramm mehr als der Vorgänger.

Dieselseitig stehen zwei alte Bekannte im Regal. Sowohl der 1.9 TDI mit 105 PS als auch der 140 PS starke Zweiliter Selbstzünder kommen im Variant zum Einsatz und dürften das Gros der Bestellungen ausmachen. Immerhin rechnet VW mit einem Gewerbekundenanteil von 65 Prozent, die nahezu ausschließlich die Selbstzünder ordern werden.

Harter Kerl

Galerie: Erster Test VW Golf VariantFahrwerksabstimmungen sind immer ein Kompromiss, bei VW entschied man sich zu Gunsten einer höheren Zuladung für eine straffere Auslegung von Federn und Dämpfern. Mehr als 600 Kilogramm dürfen in den Golf Variant gepackt werden. Folge: Der Variant federt nur kurz ein und wirkt auf unebenen Straßen stößig. Das sichere Fahrverhalten und die genaue Lenkung dagegen gefallen.

Wem die Basisausstattung Trendline, die außer elektrischen Fensterhebern kaum Komfortextras bietet, zu spärlich erscheint, kann zwischen Comfort- und Sportline wählen. Letztere ist mit Panorama-Dach, Klimaautomatik, tiefergelegtem Fahrwerk, Bordcomputer und Tempomat üppig bestückt. Ein 2.0 TDI Sportline mit optionalem DSG schlägt aber mit 28.665 Euro aufs Budget.

Fazit

Lange mussten die Kunden auf den Variant warten, doch es hat sich gelohnt. Der neue Golf Kombi ist ein optimaler Lademeister. Sein Kofferraum schluckt über 1.500 Liter, 600 Kilogramm Zuladung sind vorbildlich. Fragwürdig, gerade ob der aktuellen Klimadiskussion, ist die Tatsache, dass VW die Dieselmotoren optional ohne Partikelfilter anbietet.

 

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