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Erster Test: VW Passat Umweltmodelle

Erster Test: VW Passat Umweltmodelle

Drei VW für die Umwelt

25.03.2009

BlueMotion II, Blue TDI und TSI EcoFuel sind die drei neuesten Vertreter der Passat-Familie, die unter dem Schirm der neuen Dachmarke „BlueMotion Technologies“ auf den Markt kommen. Während beim BlueMotion eindeutig die Spritersparnis im Vordergrund steht, geht es beim BlueTDI vor allem um die Abgasreinigung, also die saubere Luft. Und mit dem gasbetriebenen EcoFuel setzen die Wolfsburger auf eine umweltfreundliche Geldspar-Alternative

Mit dem Passat BlueMotion II erweitert VW die 2005 beim Polo eingeführten Spritsparmaßnahmen. Für die erste BlueMotion-Generation wurden zur Verbrauchssenkung Motor, Getriebe und Reifen optimiert sowie die Aerodynamik verbessert. In der zweiten Stufe kommt nun eine Start-Stopp-Automatik hinzu, die den Dieselmotor bei Ampelstopps komplett abschaltet.

Erster Test VW Passat UmweltmodelleAbgesehen davon verhält sich der 2.0 TDI wie seine konventionellen Brüder. Mit 110 PS ist der Selbstzünder kein Ausbund von Spritzigkeit, doch wer Sprit sparen will, sollte auf Kavalierstarts und rasante Überholmanöver ohnehin verzichten. Schade: Auch der Passat BlueMotion II muss sich wie bisher mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe begnügen. Dabei könnte gerade ein sechster Gang - oder gar das Doppelkupplungsgetriebe DSG -  den Verbrauch noch einmal deutlich senken. Letzteres wird für das Jahr 2010 angekündigt.

Immerhin:  Die Entwickler konnten den Verbrauch im Idealfall von 5,5 auf 4,9 Liter Diesel je 100 Kilometer senken. Allerdings konnte sich VW nicht, wie etwa BMW, dazu durchringen, das Spritsparpaket serienmäßig zu verbauen. Der BlueMotion-Aufpreis beträgt 550 Euro, damit startet die Limousine bei 26.750 Euro (Variant: 27.900 Euro).  

Sauberer Diesel

Erster Test VW Passat UmweltmodelleEtwas teurer ist der ab 29.225 Euro (Variant: 30.375 Euro) erhältliche Passat BlueTDI. Anders als beim BlueMotion steht hier weniger die Verbrauchsreduzierung im Vordergrund, sondern die Abgasreinigung.    Der auf dem 2.0 TDI basierende, 143 PS starke BlueTDI erfüllt bereits jetzt die strengen, für 2014 geplanten Euro-6-Vorschriften.

Ermöglicht wird dies durch einen so genannten SCR-Katalysator, in dem eingespritzter Harnstoff mit den gefährlichen Stickoxiden in den Abgasen reagiert und diese in harmlosen Stickstoff und Wasser aufspaltet. Den Verbrauch der AdBlue genannten Harnstofflösung beziffert VW mit 1,5 bis zwei Prozent des Kraftstoffverbrauchs, also rund 0,05 bis 0,1 Liter pro 100 Kilometer. Der 17-Liter-Harnstoffvorrat reicht demnach für 17.000 bis 20.000 Kilometer und kann bei den turnusmäßigen Inspektionen aufgefüllt werden.

Nicht ohne

Erster Test VW Passat UmweltmodelleAndernfalls kann der Fahrer den AdBlue-Tank mit dem an immer mehr Tankstellen erhältlichen Harnstoff selbst befüllen. Denn: Ist der Zusatzstoff aufgebraucht, springt der Wagen nicht mehr an. Das allerdings nicht aus technischen Gründen, sondern aufgrund rechtlicher Vorschriften.

Obwohl der Passat BlueTDI über drei PS mehr verfügt als der konventionelle 2.0 TDI, konnten die Ingenieure im Rahmen der Anpassungsarbeiten für das SCR-System den Diesel-Verbrauch der handgeschalteten Limousine von 5,6 auf 5,2 Liter senken. Somit stößt der Passat nur noch 137 Gramm CO2 je 100 Kilometer aus.

Noch weniger CO2

Noch weniger Kohlenstoffdioxid emittiert der Passat TSI EcoFuel (Limousine: 29.975 Euro, Variant: 31.125 Euro) . Mit 119 Gramm CO2 je 100 Kilometer unterbietet das Mittelklasse-Modell aus Wolfsburg sogar die 120er-Grenze. Allerdings nur als Limousine und mit DSG. Die Handschalter stoßen vier Gramm mehr aus, der Variant liegt bei 121 beziehungsweise 124 Gramm CO2.

Erster Test VW Passat UmweltmodelleVoraussetzung: Der 1.4-TSI-Motor wird mit Erdgas betrieben. Für Notfälle, wenn nämlich die 21 Kilogramm fassenden Gastanks nach rund 480 Kilometern leer sind, kann der EcoFuel auch mit Benzin gefahren werden. Mit 6,8 Litern je 100 Kilometer dann allerdings nicht sonderlich sparsam und dementsprechend auch nicht mehr besonders klimafreundlich. Deshalb ist auch eine manueller Wechsel der Modi nicht vorgesehen.

Wurde sich der Sparspaß bei Gasfahrzeugen früher mit dem Verzicht auf Fahrspaß erkauft, vereint der Passat EcoFuel jetzt beides. Dank doppelter Aufladung durch Turbo und Kompressor geht der Wolfsburger spürbar temperamentvoller ans Werk und stellt schon bei 1.500 Umdrehungen sein Drehmoment von 220 Newtonmetern bereit.   

Zwei Tankuhren

Erster Test VW Passat UmweltmodelleEine Extra-Tankuhr informiert den Fahrer über den Füllstand der drei im Fahrzeugboden liegenden Erdgastanks und der speziell für den TSI EcoFuel überarbeitete Bordcomputer zeigt erstmals auch den Gasverbrauch in Kilogramm pro 100 Kilometer an.

Erkenntlich zeigt sich der Gas-Passat vor allem an seiner geschlossenen Heckschürze. Da die Abgasanlage vor der Hinterachse endet, ist kein Auspuff-Endrohr mehr sichtbar. Unauffällig ist auch der Erdgas-Tankstutzen. Er befindet sich neben der Benzintank-Öffnung unter ein und derselben Klappe.

Kaufanreiz

Erster Test VW Passat UmweltmodelleSein Beitrag zum Umweltschutz ist das eine. Der für viele aber wahrscheinlich weitaus größere Kaufanreiz ist das finanzielle Sparpotenzial des TSI EcoFuel. Geht man von einem Durchschnittsverbrauch von 4,4 Kilogramm Erdgas je 100 Kilometer aus, entspricht dies rund 4,25 Euro Spritkosten.

Selbst im sparsamen Passat BlueMotion II müsste man für die gleiche Strecke rund fünf Euro berechnen.  Oder andersrum: Ein herkömmlicher Benziner dürfte gerade einmal dreieinhalb Liter konsumieren, um ähnlich günstig zu fahren.

Fazit

VW bringt mit den neuen Passat-Modellen drei unterschiedliche Konzepte auf den Markt. Egal, ob Verbrauchsreduzierung oder Abgasreinigung: der Umweltschutz steht bei allen Dreien an erster Stelle. Beim BlueMotion II wurde mit einfachen Maßnahmen der Spritkonsum gesenkt, der BlueTDI erfüllt als einziger Passat bereits jetzt die Euro 6-Norm und der TSI EcoFuel stößt am wenigsten CO2 aus. Letzterer dürfte dank seines finanziellen Vorteils auch die besten Absatzchancen haben.

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