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Galerie: Erster Test VW T5 Multivan

Erster Test: VW T5 Multivan

Bullys Erbe

13.07.2007

Früher gab es einen einzigen VW Bus - heute hat der T5-Kunde die Wahl zwischen 250 Modellvarianten. Den Großteil stellen naturgemäß die Nutzfahrzeuge, doch auch im Privatkundenbereich hat der große Volkswagen einiges zu bieten. 40 Zentimeter mehr Radstand sorgen im kommenden Modelljahr für noch üppigere Platzverhältnisse.

Fangen wir mit dem Fahrverhalten an: Egal ob nun 4,89 oder 5,29 Meter, den Unterschied merkt man nur beim Einparken. Auf der Straße überzeugen beide mit einem ausgewogenen Fahrwerk. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern sitzt man im VW auch in der letzten Reihe noch komfortabel, ohne durch die Luft geschleudert zu werden.

Hoch hinaus

Galerie: Erster Test VW T5 MultivanDas 1,97 Meter Höhe deutlich zu spüren sind, ist keine Überraschung. Doch trotz deutlicher Seitenneigung vermittelt der T5 ausreichend Sicherheit, um Kurven auch mal einen Tick schneller zu nehmen - natürlich alles in Maßen, ein Sportwagen wird der VW sicherlich nicht. Der optionale Allradantrieb 4Motion sorgt für zusätzliche Fahrstabilität.

Je nach Ausstattungslinie hat der Käufer die Wahl zwischen maximal sechs Motoren. Eine untergeordnete Rolle spielen die beiden Benziner: Im Programm sind ein zwei Liter Vierzylinder mit 115 PS sowie ein 235 PS starker V6 mit 3,2 Liter Hubraum.

Große Dieselauswahl

Zwei Hubraumgrößen gibt es auf der Dieselseite. Das 1,9 Liter große Aggregat ist in den Leistungsstufen 83 und 102 PS erhältlich und wird wahlweise mit oder ohne Dieselpartikelfilter ausgeliefert. Serienmäßig an Bord ist der Filter bei den beiden 2,5 Liter großen Vierzylindern. Wer einigermaßen flott vorankommen will - und das im schlimmsten Fall auch noch voll bepackt - sollte sich für eines dieser beiden Aggregate entscheiden.

Galerie: Erster Test VW T5 MultivanMit 130 PS bewegt der schwächere 2.5er den Transporter nach langen 15,3 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 168 km/h. Die beiden schwächsten Selbstzünder gönnen sich dafür um die zwanzig Sekunden.

Deutlich dynamischer erweist sich der 174 PS starke 2.5 TDI, der den Standardsprint in 12,2 Sekunden absolviert. Seine 400 Newtonmeter reichen auch für spontane Überholmanöver. Bei keinem der Motoren ist zu überhören, dass es sich um Diesel handelt. Munter Nageln die Aggregate drauf los.

Unzählige Wahlmöglichkeiten

Galerie: Erster Test VW T5 MultivanSpannender als das Fahrverhalten sind die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten, die T5 Käufer haben. Einfachste Version ist der Caravelle. Der reine Personentransporter ist mit zwei Radständen erhältlich und bietet Platz für bis zu neun Passagiere. Die Ausstattung ist eher praxisorientiert, auf überflüssigen Schnickschnack hat VW verzichtet.

Den gibt es dafür im Multivan, der vor allem durch sein flexibles Sitzkonzept überzeugt. Egal ob als fünf, sechs, oder Siebensitzer, in drei oder zwei Reihen oder sogar in Vis-à-Vis-Anordnung: Der Multivan lässt sich mit einfachen Handgriffen an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen.

Noch mehr Platz

Galerie: Erster Test VW T5 MultivanDie neue, verlängerte Version mit 40 Zentimetern mehr Radstand bietet nun auch bei voller Bestuhlung noch ausreichend Stauraum für Gepäck. Im besten Fall schluckt der T5 weit über 4.500 Liter und stellt mit einer maximalen Ladefläche von fünf Quadratmetern die meisten Mitbewerber in den Schatten.

Was die Inneneinrichtung anbelangt, gibt es kaum Grenzen: Eine oder zwei Schiebetüren, Heckklappe oder zwei Klapptüren, edles Leder, Mehr-Zonen-Klimaanlage, Kühlschrank, elektrische Sitze, Unterhaltungssystem. Was immer der Kunde wünscht - und der Geldbeutel hergibt - hat VW im Programm.

Teures Vergnügen

Doch der Spaß hat seinen nicht geringen Preis. Ab 30.702 Euro ist der günstigste Caravelle zu haben, für einen Multivan in der eher mageren Ausstattungslinie „Startline“ muss man 29.517 Euro einkalkulieren. Die gut ausgestattete „Highline“-Version gibt es ab 46.725 Euro.

Galerie: Erster Test VW T5 MultivanRichtig teuer wird die „Business“ genannte Exklusiv-Linie, die vor allem Geschäftsleute ansprechen soll, die im Auto arbeiten wollen. Der komplett mit feinem Alcantara-Leder ausgeschlagene Innenraum bietet jeden erdenklichen Komfort. Zu einem äußerst happigen Preis. Mit mehr als 130.000 Euro verlangt VW in etwa den Gegenwert einer kleinen Immobilie.

Fazit

Wer viel Platz braucht aber auf Komfort nicht verzichten will, liegt beim Multivan genau richtig. Einziges Manko - neben dem hohen Anschaffungspreis - sind die relativ alten Motoren, nur die beiden stärksten Aggregate sorgen für einigermaßen schnelles Vorankommen. Wem es nur darauf ankommt, viele Personen von A nach B zu transportieren, fährt mit dem Caravelle günstiger.

 

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