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Galerie: Erster Test VW Tiguan

Erster Test: VW Tiguan

Aufbruchstimmung

20.09.2007

Wieder einmal ist VW spät dran. Wie schon beim Touran im Kompaktvan-Segment steigen die Wolfsburger erst Jahre verspätet auf einen fahrenden Zug auf. Einen Trend werden sie mit dem Tiguan also nicht setzen können. Dennoch wird der Tiguan ein Erfolg werden – er gibt sich einfach keine Blöße.

Schon der Einstiegspreis von knapp 27.000 Euro für den Tiguan „Trend and Fun“ ist eine deutliche Ansage gegen die bereits etablierte Konkurrenz in Form des Toyota RAV4, Nissan Quashquai und Kia Sportage. Dabei gibt es den Tiguan ausschließlich mit Allradantrieb – klassenüblich mit elektronisch geregelter Haldex-Kupplung.

Price and prejudice

Galerie: Erster Test VW TiguanDas Design des neuen Wolfsburgers ist, wie nicht anders zu erwarten, keine echte Offenbarung. Doch ist er auf den ersten Blick als „kleiner Bruder des Touareg“, wie es die VW-Mannen gerne sagen, zu erkennen. Dabei gibt es zwei deutlich unterscheidbare Gesichter, je nach Geschmack: Eine Pkw-ähnliche, tief herunter gezogene Frontschürze und eine flache, die sich wesentlich besser für gelegentliche Ausflüge ins Grüne eignet. Letztere bietet einen um zehn Grad vergrößerten und damit ordentlichen Böschungswinkel von 28 Grad.

Offroad and Onroad

Galerie: Erster Test VW TiguanFür den ambitionierten Abseitsfahrer bietet diese „Track and Field“ genannte Variante noch ein paar elektronische Offroad-Goodies mit einem Knopfdruck: ABS, ESP, Gasannahme und beim Automatikgetriebe auch noch die Gangwahl werden auf losen Untergrund getrimmt. Auch schaltet sich ein Bergabfahr-Assistent hinzu, der den 1,4-Tonner an glitschigen Passagen auf langsames Tempo herunterbremst – bei Bedarf wird dabei jedes Rad einzeln von der ABS-Regelelektronik angesteuert.

Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Tiguan, ebenso wenig wie seine Konkurrenten, kein echter Offroader ist. Sein Revier ist die Straße, dort fühlt er sich wohl. Dort hat er auch seine Stärken.

Power and Torque

Galerie: Erster Test VW TiguanDer von uns getestete 1,4-Liter-TSI-Motor kombiniert kleinen Hubraum mit Kompressor und Turbolader. Derart aufgemotzt leistet der Vierzylinder 150 PS, soll schon bei geringer Motordrehzahl ordentlich Schub liefern und dennoch Sprit sparen helfen. So weit die Theorie.

Tatsächlich kann man mit dem Tiguan sehr flott unterwegs sein. Doch benötigt der TwinCharger ordentlich Drehzahl um aus dem Knick zu kommen – die Musik spielt ab 3.000 Touren, die maximale Leistungsausbeute liegt laut VW erst bei 5.800 Touren an.

Forest and Street

Galerie: Erster Test VW TiguanDas Drehmoment von 240 Newtonmetern dagegen ist zwischen 1.750 und 2.500 Touren verfügbar. Das ist zwar kein Knaller im Vergleich zum Common-Rail-Diesel (320 Newtonmeter), doch zum entspannten Dahingleiten und schaltfaulen Fahren langt es allemal.

Das Fahrwerk ist jederzeit Herr der Lage und gefällt durch seine komfortable Abstimmung. Deutlich untersteuernd ausgelegt macht es den Tiguan zwar nicht zum Agilitätsmeister, dennoch vermittelt es ausreichenden Fahrbahnkontakt. Auch die Lenkung macht diesen komfortablen Spagat.

Music and more

Galerie: Erster Test VW TiguanNeben der schon genannten Ausstattungslinie „Track and Field“ gibt es noch zwei weitere: Basis ist „Trend and Fun“, die Topausstattung heißt „Sport and Style“. Dabei bietet letztere für einen Aufpreis von rund 2.000 Euro nur wenig unverzichtbare Extras, teure Optionsposten wie 18-Zoll-Räder oder Ledersessel kosten dann allerdings weniger Aufschlag (600 - 1.500 Euro beziehungsweise 2.100 - 2.700 Euro Aufpreis). Letztere sind jedoch angesichts der hervorragenden Stoffsitze weniger nötig als ein Navigationssystem (800  Euro mit Kartenmaterial auf CD, 2.500 - 3.000 Euro mit kombinierter DVD/Festplattennavigation), das nicht nur hervorragend funktioniert, sondern auch mit guter Kartendarstellung und 30 Gigabyte Festplatte für MP3-Musik und Karten gefällt.

Fazit

Weder in der Preisgestaltung, noch beim Design oder den Fahreigenschaften hat VW etwas falsch gemacht. Der Tiguan ist ein stimmiges Auto geworden, das jedoch weniger den Bauch anspricht als den VW-Fan, der bisher Toyota oder BMW fahren musste.

Wenn man partout meckern möchte, dann vielleicht über die umständlichen Ausstattungsbezeichnungen, die die Vielseitigkeit des Tiguan unterstreichen sollen: Spaß, Sport, Stil, Weg, Trend und Feld. Wobei, das mit dem Trend… das haben andere vorgemacht.

 
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