Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Erster Test Audi A3 Facelift

Erster Test: Audi A3 Facelift

Kleiner Motor, großes Getriebe

29.05.2008

Diesel ist out. Bei den aktuellen Spritpreisen ist Dieselkraftstoff teils teurer als Superbenzin. Was in der Schweiz seit jeher so ist, tritt erstmals in Deutschland ein. Selbstzünder lohnen sich nur noch für Vielfahrer. Für alle anderen bietet Audi im neuen A3 eine Alternative: den 1,4-Liter-Turbobenziner mit 125 PS, 200 Newtonmeter und 5,6 Liter Verbrauch.

Diesel ist Luxus: Jetzt sind Selbstzünder nicht nur in der Anschaffung und im Unterhalt teurer als gleichstarke Benziner, dank der Mineralölkonzerne kostet der Dieselsprit nun teils mehr als Superbenzin. Begründet wird dies mit der exponentiell gestiegenen Nachfrage nach dem Kraftstoff. Es ist also damit zu rechnen, dass Benziner bald wieder die Oberhand haben werden.

Dieselbumms auch im Benziner

Galerie: Erster Test Audi A3 FaceliftAudi sorgt da schon mal vor und bietet den neuen A3 als sparsamen 1.4T mit Siebengang-Direktschaltgetriebe an. 125 PS leistet das kleine Direkteinspritz-Aggregat, 200 Newtonmeter lautet das Drehmomentmaximum. Der druckvolle und gleichmäßige Turboschub setzt schon bei 1.500 Touren ein und hält ungeniert bis 5.000 Umdrehungen an. Damit lässt sich sowohl sportlich, als auch sparsam fahren.

5,6 Liter Verbrauch gibt Audi in Kombination mit S-Tronic (DSG) an. Ein minimalistischer Wert, den der mit (altem) Sechsang-DSG ausgestattete 1.9 TDI mit 105 PS nur minimal unterbietet. Er benötigt laut Audi 5,5 Liter Diesel. Der kleine 1.4T ist aber schneller, viel laufruhiger und vor allem 1.850 Euro günstiger. Um diesen Wert in der Realität zu erfahren, bedarf es allerdings eines extrem behutsamen Gasfußes.

Galerie: Erster Test Audi A3 FaceliftDass sich Benziner und Diesel im Verbrauch so nahe kommen, liegt hauptsächlich am superschnellen und hochkomfortablen Siebengang-Direktschaltgetriebe, das es seit einigen Monaten auch in VW-Modellen gibt: http://ww2.autoscout24.de/magazine/mz_search.aspx?article=63159. Bei Autobahn-Richtgeschwindigkeit dreht der Audi A3 1.4T im siebten Gang lediglich 2.700 Mal pro Minute. Wer den Spritspareffekt auf die Spitze treiben möchte, kann schon knapp unter 50 km/h den siebten Gang einlegen und mit Standgas geräuscharm und umweltschonend gleiten.

Warum also noch Diesel? Bei den Fahrleistungen stellt der 1.4er den TDI in den Schatten und hängt sogar dicht am 140 PS Diesel dran. Landstraßentempo erreicht der TFSI nach 9,3 Sekunden, auf der Autobahn schwingt er sich flink auf 203 km/h. Zum Vergleich: Der 1.9 TDI läuft 187 km/h und benötigt mit S-Tronic 11,1 Sekunden.

Sanftes Gleiten nun auch im A3

Galerie: Erster Test Audi A3 FaceliftSanftes Gleiten war eigentlich nie eine Domäne des A3-Fahrwerks. Nun bitetet das Serienfahrwerk für Audi-Verhältnisse viel Fahrkomfort bei weiterhin dynamischen Talenten. Der A3 federt selbst mit 17-Zoll-Felgen harmonisch und lässt nie den Wunsch nach etwas anderem Aufkommen. Wäre da nicht das variable Dämpfersystem Magnetic Ride, das nun auch in einigen A3-Modellen Einzug hält. Auf Knopfdruck ändert sich die Abstimmung von Komfort in Sport oder umgekehrt. Die Unterschiede sind gravierend. Eben noch glätten die Dämpfer selbst grobe Nachlässigkeiten in der Fahrbahn, um kurz darauf jedes Kieselsteinchen erfahrbar zu machen. Nachteil des Systems: erst ab 140 PS und dann für 1.050 Euro extra.

Keine Option gibt es bei der Bremsanlage. Knapp 290 Millimeter messen die vorderen Scheiben am 1.4T und stoppen zuverlässig. Gewöhnungsbedürftig ist der Höhenunterschied zwischen Gas- und Bremspedal beim S-Tronic. Besser wäre ein identisches Pedalniveau.

Wer suchet, der findet

IGalerie: Erster Test Audi A3 Faceliftm Innenraum spüren die Insassen nichts vom Facelift. Mini-Änderungen an Cockpit und Schaltern versprechen keine Aufmerksamkeit bei den Passagieren. Egal, schick und passend war der Innenraum ja auch vorher schon. Beim Zweitürer ist der Einstieg in den Fond trotz Easy-Entry beschwerlich, beim Sportback, wie der Viertürer genannt wird, ist er dagegen perfekt. Auch reichen Knie- und Kopffreiheit hier wie dort selbst langen Menschen aus. Der Kofferraum fasst nach wie vor 350 Liter respektive 370 Liter beim Sportback.

Wing-a-Ding

An der Außenhaut hat sich ebenfalls nicht viel getan. Und dennoch sticht der A3 aus der Masse hervor. Grund für die verstärkte Wahrnehmung ist das neue Tagfahrlicht. Serienmäßig besitzt der A3 Halogen-Scheinwerfer mit integriertem Tagfahrlicht mit Glühlampen-Technik. Wer 870 Euro für Xenonlicht investiert, erhält flügelförmig (wing) im Hauptscheinwerfer integriertes Tagfahrlicht mit je sieben LED. Eine prägnantere Nase mit behutsam modifiziertem Singleframe-Kühlergrill und eine ebenso leicht geänderte Motorhaube sind dagegen kaum der Rede wert. Eher schon die großen Außenspiegel. Sie bieten neben verbesserter Rücksicht nun LED-Blinker.

Galerie: Erster Test Audi A3 FaceliftAm Heck kommt der Viertürer mit Hightech in Lichtleittechnik, der Zweitürer muss sich dagegen mit herkömmlichen Glühlampen begnügen. Neu sind beim A3 eine feine Lichtkante unterhalb der Heckscheibe sowie die sportlich gestaltete Heckschürze mit unlackiertem Mittelteil. Kleine Unterschiede gibt es bei der Abgasanlage. Der 102 PS starke 1,6-Liter-Basismotor hat ein Endrohr, der 1.4T sowie der kleine TDI haben zwei dünnwandige und alle anderen verchromte Doppelendrohre. Apropos alle anderen: Im Portfolio sind nach wie vor der 1.8TFSI (160 PS), der 2.0TFSI (200 PS) sowie der 3.2 V6 mit 250 PS und das Topmodell S3 mit 265 PS. Die Dieselfraktion ist neben dem Einsneuner mit zwei Common-Rail-TDIs vertreten. Sie schöpfen aus zwei Liter Hubraum 140 sowie 170 PS und glänzen mit einer bislang nicht gekannten Laufruhe im TDI-A3.

Empfehlung: 1.4T Ambition

Galerie: Erster Test Audi A3 FaceliftFür den A3 stehen weiterhin drei Ausstattungslinien bereit. Attraction (Basis), Ambition (sportlich) und Ambiente (nobel). Als Kaufempfehlung gilt zweifellos der 1.4T Ambition. Im Umfang enthalten sind unter anderem: 17-Zoll-Alus, Nebellicht, Bordcomputer sowie erstklassige Sportsitze vorne. Als Extra sollten das Siebengang-DSG für 1.750 Euro, die beheizbaren Außenspiegel für 125 Euro, die Einparkhilfe hinten (370 Euro), die unverzichtbare Klimaautomatik für 1.425 Euro, sowie der Tempomat für 265 Euro hinzugewählt werden. Damit kommt der A3 1.4T mit S-Tronic auf 27.575 Euro. Ach ja, übrigens parkt nun auch der A3 von selbst ein. Der Parkassistent kostet mit 790 bloß 140 Euro mehr als die Parkhilfe an Front und Heck.

Fazit

Audi hat an den richtigen Stellschrauben gedreht. Das Fahrwerk des gelifteten A3 passt glänzend zum Markenverständnis, die Optik ist zeitlos und blieb vielleicht auch daher nahezu unangetastet.

Der kleinste Turbobenziner ist eine Wucht, vor allem in Kombination mit dem Siebengang-Direktschaltgetriebe. Er ist sehr schnell und/oder sehr sparsam. Er kostet bei ähnlichem Kraftstoffkonsum 1.850 Euro weniger als der lethargische und laute 1.9 TDI. Ade TDI, herzlich willkommen kleiner TFSI.

Galerie: Erster Test Audi A3 Facelift

 
3
53

Offene Schnäppchen

Gebrauchte Cabrios unter 10.000 Euro

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

AutoScout24-TV
Studie: Qoros 9

Frage der Woche

E-Smart im Dauertest

Wie lebt es sich mit einem Elektroauto?

AutoWelten

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.