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Galerie: Erster Test Audi A4 Avant

Erster Test: Audi A4 Avant

Frühling bei Audi

04.04.2008

Keine Frühjahrsmüdigkeit bei Audi: Mit dem neuen Audi A4 Avant haben die Ingolstädter in diesem Jahr schon das dritte Modell - nach RS6 Avant und A3 Cabrio - vorgestellt. Der schicke Kombi soll nahtlos an den Erfolg der Limousine anknüpfen. Die wurde immerhin seit Herbst 2007 schon 60.000 Mal verkauft. Wir haben getestet, ob auch der Avant das Zeug zum Kassenschlager hat.

Vor allem in Deutschland, aber auch für viele weitere europäische Märkte, spielt der Avant eine bedeutende Rolle. Von bis zu 70 Prozent Marktanteil in der Bundesrepublik ist in Ingolstadt die Rede. Kein Wunder also, dass Wolfram Bauer, verantwortlich für das Produktmarketing der A4-Reihe, vom Frühling bei Audi spricht. Schließlich steht die Jahreszeit wie keine andere für Aufbruch - sprich: Erfolg!

Technik aus der Limousine

Galerie: Erster Test Audi A4 AvantDie Basis für den erhofften Erfolg stimmt: Mit der A4 Limousine hat Audi vergangenes Jahr ein solides, ausgereiftes Auto auf die Beine gestellt. Davon profitiert natürlich auch die zweite Ausbaustufe, der Avant. Unter anderem haben Schmankerl aus der Limousine wie die supergenaue Direktlenkung und das „Drive Select“-Fahrwerk, bei dem der Fahrer Dämpferabstimmung, Ansprechverhalten des Motors und weitere Parameter individuell einstellen kann, im Kombi Einzug gehalten.

Neben den technischen Spielereien wurde das Cockpit originalgetreu von der Limousine übernommen. Schnell finden sich auch Audi-Neulinge zurecht, das Bediensystem MMI ist selbsterklärend, Schalter und Tasten sind logisch angeordnet. Überzeugend sind zudem auch Materialqualität und Verarbeitung.

Großzügiges Platzangebot

Galerie: Erster Test Audi A4 AvantMit einer Länge von nun mehr als 4,70 Metern misst der Kombi ohnehin zwölf Zentimeter mehr als der Vorgänger. Durch den geänderten Vorderwagen konnten die Ingenieure aber, wie schon bei der Limousine, noch mehr Platz rausschlagen, von dem vor allem die Passagiere profitieren. Große Menschen sitzen auch im Fond komfortabel, weder an den Knien noch nach oben wird es eng. Nur der Mittelplatz wurde im neuen A4 endgültig zum Notsitz degradiert: Wer dort Platz nimmt muss seine Füße auf dem ausgesprochen hohen Kardantunnel platzieren. Dafür gibt es jetzt eine 220-Volt-Steckdose, an der zum Beispiel der Laptop geladen werden kann.

Ein Teil des Zuwachses wurde dem Gepäckabteil zugeschlagen, das nun zwischen 490 und 1.430 Liter aufnehmen kann (plus 50 Liter gegenüber dem Vorgänger). Mit einem Handgriff klappt die im Verhältnis 40:60 geteilte Rückbank um und bietet einen nahezu ebenen Ladeboden. Dass der Rollokasten für Laderaumabdeckung und Gepäcknetz in der neuen Generation nicht mehr mit der Rückbank verbunden ist, hat Vor- und Nachteile: Früher musste der Kasten ausgebaut werden, wenn nicht beide Teile umgelegt wurden, jetzt hängt das System eben in der Luft.

Praktische Details im Kofferraum

Apropos Laderaumabdeckung: Ein kurzes Antippen reicht, und das Rollo fährt nach oben. Praktisch, doch vergisst man anfangs nur zu gern, ihn wieder runter zu ziehen. Spätestens der Blick in den Rückspiegel erinnert den Fahrer dann aber daran…

Galerie: Erster Test Audi A4 AvantEbenfalls serienmäßig ist, neben zwei praktischen Taschenhaken im Gepäckraum, der wendbare Ladeboden. Auf der einen Seite ist er, wie der Rest, mit weichem Teppichboden ausgeschlagen. Dreht man ihn um, entsteht eine fünf Zentimeter tiefe Wanne mit rutschfestem und schmutzabweisendem Boden. Dort finden etwa Skistiefel, Golfschuhe oder auch die Blumen für den Garten ihren Platz.

Entgegen dem aktuellen Trend setzten die Kreativen weiterhin auf eine schräg abfallende Dachlinie - und opfern so einen Teil des Ladevolumens der Optik. Doch das Opfer zahlt sich aus, der A4 Avant wirkt modern, dynamisch und elegant. Besonders auffällig sind, wie bei der Limousine, die Bi-Xenon-Scheinwerfer mit geschwungenem LED-Tagfahrlicht. Stefan Sielaff, Leiter des Audi Designteams, bezeichnet die Leuchten gar als einen Mikrokosmos, spricht weiter von Keyfeatures und Tornadolinie und philosphiert über Abrisskanten und Airflow und fasst schließlich zusammen: Schöne Kombis heißen Avant. Recht hat er!

Breite Palette

Galerie: Erster Test Audi A4 AvantZum Marktstart am 25. April 2008 stehen auf Benzinerseite der 1.8 TFSI mit 160 PS sowie der 265 PS starke V6 im 3.2 FSI zur Wahl. Dieselfahrer können sich vorerst zwischen dem 2.0 TDI mit 143 PS und den beiden Sechszylindern 2.7 TDI (190 PS) und 3.0 TDI (240 PS) entscheiden.

Im Laufe des Jahres gesellen sich weitere Aggregate dazu: Der 120 PS starke Einstiegsmotor auf Basis des 1.8 TFSI kommt im Kombi gegen Ende des Jahres, der 2.0 TFSI mit 180 und 211 PS ist ab Sommer 2008 erhältlich. Auch die Selbstzünder beginnen schließlich bei 120 PS: Der 2.0 TDI kommt in seiner schwächsten Form im Sommer, im Herbst folgt die 170 PS starke Ausbaustufe.

Äußerst kultiviert

Galerie: Erster Test Audi A4 AvantSchon jetzt konnten wir den stärksten Zwei-Liter-Diesel testen, und: Es lohnt sich zu warten! Gegenüber den bisherigen Pumpe-Düse-Modellen präsentiert sich die neue Generation von Common-Rail-Dieseln auffällig unauffällig. Kultiviert, laufruhig und leise verrichtet der Vierzylinder seine Arbeit, entwickelt schon bei 1.750 Umdrehungen 350 Newtonmeter und beschleunigt in 8,6 Sekunden auf Tempo 100. Seine 170 PS reichen aus, um 222 km/h schnell zu fahren. Und der Verbrauch liegt mit 5,8 Litern laut Datenblatt auf niedrigem Niveau.

Galerie: Erster Test Audi A4 AvantDie Gangwechsel erfolgen über ein manuelles Sechsgang-Getriebe, das perfekt abgestimmt und leichtgängig arbeitet. Allerdings verleitet der Diesel zum schaltfaulen cruisen. Er bietet im unteren Drehzahlbereich ausreichend Kraft, um beherzt aus dem Keller heraus zu beschleunigen. Der Turbolader macht sich nur mehr durch ein leises säuseln bemerkbar. Von einem Turboloch fehlt jede Spur, spontan setzt sich der 1,5 Tonnen schwere Audi in Bewegung.

Schon in der Standardabstimmung bietet der Avant eine gelungene Abstimmung zwischen sportlicher Dynamik und bequemen Komfort. Unebenheiten neutralisiert das Fahrwerk gekonnt, bei flotter Fahrt dagegen hält es den Audi sicher auf der vorgegebenen Spur. Über das optionale „Drive Select“-System (300 Euro) kann der Fahrer zudem Einfluss nehmen und zwischen den Modi Comfort, Auto und Dynamic wählen.

Gut 30.000 Euro

Galerie: Erster Test Audi A4 AvantDas vorläufige Einstiegsmodell, der 160 PS starker 1.8 TFSI, ist ab sofort für 30.600 bestellbar. Für den bislang günstigsten Diesel (143 PS, 2.0 TDI) werden 32.050 Euro fällig. Der gegen Ende 2008 auf den Markt kommende 1.8er-Benziner mit 120 PS senkt dann den Einstiegspreis auf 27.550 Euro. Kunden haben die Wahl zwischen drei Ausstattungslinien, zusätzlich bietet Audi das „S line“-Sportpaket mit 18-Zoll-Rädern, Tieferlegung, Sportsitzen und Alu-Dekor an.

Die Serienausstattung aller A4 Avants umfasst unter anderem ein CD-Radio, Bordcomputer, Nebelscheinwerfer, Klimaautomatik und elektrische Fensterheber rundum. Auch die umfangreiche Sicherheitsausstattung (Airbags rundum, ESP, elektronische Differenzialsperre) gehört zum Standard. Gegen Aufpreis gibt es technische Helfer wie den Spurhalteassistent, ein Assistent zur Überwachung des toten Winkels oder ein Bang&Olufsen-Soundsystem.

Fazit

Alles neu, macht der Mai: Mit dem neuen A4 Avant bietet Audi viel Auto - und verglichen mit der Konkurrenz auch noch zu einem fairen Preis. Viele technische Spielereien aus der Oberklasse werten den A4 auf, auch der Längenzuwachs bringt ihn näher an den großen Bruder A6 ran. Platzprobleme dürfte es im neuen A4 nicht mehr geben. Mit der neuen Generation von Common-Rail-Dieseln ist der Kombi zudem bestens motorisiert. Die Selbstzünder sind leise, stark und sparsam.

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