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Galerie: Erster Test Audi A6 Avant

Erster Test: Audi A6 Avant

Latte. Messlatte.

22.07.2011

Es gibt Autohersteller, die sagen, was Sache ist. Audi ist so einer. Nachdem in Ingolstadt nicht nur der Vorsprung durch Technik beansprucht wird, stellen Audi-Vertreter bei der Vorstellung des A6 Avant auch klar, dass sie den Premiumkombi erfunden haben. Und dass sie bei Innenraumqualität und –verarbeitung den bisherigen Benchmark definierten und die Messlatte nochmals höher legen. Und dass der Audi A6 Avant auch noch das beste Angebot in der Oberklasse darstellt.
Fast ein bisschen viel, für ein Auto.

Folgt man der Logik von Audi, konkurriert der große A8 gegen Maybach und Rolls Royce in der Klasse der Luxusautos. Bis es so weit ist, werden wir den A6 jedoch noch in der oberen Mittelklasse zum Beispiel mit dem BMW 5er und der Mercedes E-Klasse vergleichen.

Führungsanspruch

Audi A6 AvantNichtsdestotrotz ist der große Avant eine Erfolgsgeschichte, seit 1977 wurden 1,2 Millionen Exemplare gebaut. Zwar gab es damals schon einen gehobenen Kombi von Mercedes und das Wort „Premium“ hatte noch nichts mit Autos zu tun. Doch „Avant“garde war der damalige Audi 100 schon – eben wegen seines flach abfallenden Hecks.

Das ist auch 34 Jahre später stilprägend für Ingolstädter Livestyle-Kombis, die diese Dynamik durch die ab der B-Säule abfallende Dachlinie und die flachen hinteren Seitenscheiben unterstreichen.

Platz

Audi A6 AvantIn der Außenlänge bleibt der neueste A6 Kombi gegenüber dem Vorgänger unverändert: stolze 4,93 Meter Länge bieten den Passagieren jedoch mehr Innenraum, dank des sieben Zentimeter längeren Radstandes. Der vordere Überhang konnte gleichzeitig um ganze acht Zentimeter verkürzt werden, was dem Neuen eine nochmals sportlichere Note verleiht.

Eines der wichtigsten Kriterien für einen Kombi ist der Stauraum und der ist mit 565 Litern großzügig bemessen. Die Ladekante bleibt mit 63 Zentimetern erfreulich niedrig, der flache Ladeboden ist durchgehend 105 Zentimeter breit. Die umgelegte Rückbank steigt nach vorne leider an, doch ist der Stauraum mit maximal 1.680 Litern nochmals um 20 Liter größer als vorher und 193 Zentimeter lang.

Power

Audi A6 AvantMotorseitig sind die neuen Audi A6 Avant laut Hersteller deutlich sparsamer geworden, was einerseits an der erreichten Gewichtsreduktion (um bis zu 70 Kilogramm) und andererseits an teils völlig neuen Motoren liegt. Das Flaggschiff stellt ein V6-Biturbo Diesel, der 313 PS leistet und dabei 650 Newtonmeter Drehmoment abliefert. Neben einer überragenden Performance ist es vor allem sein Sound, der weder nach Diesel, noch nach V6 klingt - das sonore Bollern erinnert vielmehr an einen V8. Realisieren ließ sich dieser vorbildliche Sound mit einem Aktuator, einem eigenen Schallgehäuse, das direkt an den Endschalldämpfer gekoppelt ist. Sound und Performance zum Trotz soll im EU-Zyklus nur ein Verbrauch von 5,9 Liter möglich sein.

Sein kleinerer Bruder mit 204 PS soll bei einem Gewicht von 1.790 Kilogramm laut Audi leichter als die Konkurrenz aus München und Stuttgart sein.

Den Einstieg bilden der 2.0 tdi mit 177 PS und der 2.0 tfsi mit 180 PS dar, wobei der Diesel die wohl eine attraktive Variante für die meisten Vielfahrer darstellen dürfte. Im EU-Zyklus soll er mit glatten fünf Litern auskommen, der Benziner liegt bei 5,8 Litern.

Assistenz

Audi A6 AvantWie bei anderen Herstellern gibt es auch im Audi A6 Avant ein Rundumkamerasystem, das einem nicht nur die Sicht nach hinten, sondern auch auf den Nachbar-Parker oder den Bordstein ermöglicht. Auch an anderen Assistenzsystemen herrscht kein Mangel, sie seien der Vollständigkeit halber schnell aufgezählt: Der Parkassistent funktioniert Längs und quer und der aktive Spurassistent hilft notfalls aus eigener Kraft auf die Spur zurück. Bei drohender Kollision von vorne oder von hinten (das ist neu) werden vom PreSense-System Fenster und Schiebedach geschlossen und die Gurte gestrafft. Der Abstandstempomat verzögert bis zum Stillstand, das intelligente Abblendlicht holt sich Informationen vom Navigationssystem und von der vor dem Innenspiegel eingebauten Kamera um je nach Verkehr und Straße die Fahrbahn optimal auszuleuchten. Ein Nachtsichtgerät erkennt Fußgänger, wilde und zahme Tiere.

Auch an Mütter ist gedacht, wenn sie mit dem Nachwuchs im Schlepptau und dem Einkauf in der Hand den Kofferraum öffnen müssen: Ein angedeuteter Tritt gegen die Heckstoßstange (ein abgestimmtes Timing mit der gerade beendeten Fußball WM konnte seitens Audi nicht bestätigt werden) lässt die elektrische Heckklappe sich öffnen – eine durchdachte und unerwartete Weiterentwicklung des Schlüssel-losen Zugangs für den Alltag.

Fazit

Die obere Mittelklasse hat mit dem Neuen Audi A6 Avant einen neuen Platzhirsch der Mercedes E-Klasse T-Modell und BMW 5er Touring alt aussehen lassen soll. Im Innenraum ist er überzeugend hochwertig geworden, das Styling ist ebenso modern und eigenständig wie das der Konkurrenz. Die Auswahl an Assistenzsystemen und Internet-Anbindung sind beispielhaft vielfältig, für den Besitzer wird sich während der Fahrt die Frage nach der Konzentration auf das Wesentliche stellen, seine Passagiere können in der Zwischenzeit mit bis zu acht Endgeräten im Internet mobil surfen. Bei dem überzeugenden Platzangebot werden so auch lange Strecken das leicht fallen. Der A6 Avant ist somit ein rundum überzeugendes Angebot in der Business-Klasse.

Die Preise beginnen bei selbstbewussten 40.850 Euro für den 2.0 TDI, lieferbar ist er ab der IAA, in der zweiten Septemberhälfte.

Audi A6 Avant

 
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