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Galerie: Erstkontakt Opel Zafira 1.7 CDTI

Erstkontakt: Opel Zafira 1.7 CDTI

Kleinschliff

24.01.2008

Mario Hommen

Nicht ganz drei Jahre nach der Einführung der zweiten Zafira-Generation hat Opel seinen kompakten Siebensitzer bereits leicht überarbeitet. Optische Retuschen und neue Motoren sollen den Verkauf wieder etwas ankurbeln. Schon bald wird der zweimillionste Zafira vom Band laufen – attraktiv wie nie zuvor.

Laut Opel wurde der Zafira „authentisch und stilsicher weiterentwickelt“. Man hat also nicht großartig herumexperimentiert, sondern die optische Harmonie nur in Details verfeinert. Der Feinschliff ist also ein Kleinschliff. So wurde die V-Form des Kühlergrills stärker betont. Außerdem gibt es mehr Chrom im Grill und leicht modifizierte Frontscheinwerfer. Die neuen Seitenschweller sorgen für einen etwas dynamischeren Charakter. Schließlich bilden die überarbeiteten Heckleuchten zusammen mit einer neuen Chromleiste einen attraktiveren Abschluss.

Schön flexibel

Galerie: Erstkontakt Opel Zafira 1.7 CDTINoch marginaler sind die Änderungen im Innenraum. Neue Zierleisten und ein Aux-Adapter für MP3-Spieler werten das ohnehin gut verarbeitete und wohnlich-funktionale Interieur minimal auf. Ansonsten ist auch hier alles wie gehabt: geräumig und flexibel. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Zafira zum Siebensitzer wandeln. Wer Platz für Gepäck braucht, kann die hinteren fünf Sitze wegklappen und bis zu 1.820 Liter einladen.

Flexibel ist auch das Angebot an Motoren. Zwischen 94 und 240 PS reicht das Leistungsspektrum der zehn möglichen Aggregate. Neu ist ein 2,2-Liter-Benziner mit Direkteinspritzung. Der Vierzylinder leistet 150 PS. Außerdem gibt es jetzt einen 1,7-Liter-Turbodiesel in zwei Leistungsvarianten mit 110 und 125 PS. Beide Versionen sollen gute Fahrleistungen bieten und dabei wenig verbrauchen. Die 125-PS-Version stand uns während einer Testfahrt zur Verfügung.

Neuer Diesel

Galerie: Erstkontakt Opel Zafira 1.7 CDTIDer im Zafira neue CDTI-Motor hält sich mit seinen Dieselgeräuschen angenehm zurück. Die bei Opel-Selbstzündern oft ausgeprägte Anfahrschwäche fällt in diesem Fall gering aus. Schon bei 1.500 Touren sorgt der Motor für ausreichend Schub. Die Leistungsabgabe ist danach füllig und homogen. Für alle Lebenslagen bietet der Antrieb ausreichend Kraft. Das üppige Drehmoment von 280 Newtonmetern liegt bei 2.300 Umdrehungen an. Selbst bei steilen Serpentinenfahrten wirkt der Motor nicht überfordert.

Eine richtige Übersetzung lässt sich im gut abgestuften Sechsgang-Schaltgetriebe problemlos finden. Aufgrund des hochgelegten Schalthebels sollte man eigentlich die Gänge locker aus dem Handgelenk wechseln können. Doch leider braucht man zusätzlich noch Kraft aus dem Arm, um den etwas schwergängigen Hebel in die gewünschte Gasse zu führen.

Flott und genügsam

Galerie: Erstkontakt Opel Zafira 1.7 CDTIMaximal kann der 1,5-Tonner auf 189 km/h beschleunigt werden. Den 100-km/h-Sprint absolviert er nach 12,3 Sekunden. Den Durchschnittsverbrauch gibt Opel mit 5,7 Litern an. Das sind 0,3 Liter weniger als beim bisherigen 1,9-Liter-CDTI. Bei unserer sehr zurückhaltenden Testfahrt zeigte der Bordcomputer bescheidene 6,1 Liter an. Wer gedankenlos drauflos brettert, dürfte allerdings zwischen sieben und acht Liter verbrauchen.

Unangetastet blieb das hervorragende Fahrwerk des Zafira. Es ist straff und verbindlich. Selbst in schnellen Kurven bleibt der Van beeindruckend gut beherrschbar. Die Wankneigung der Karosserie ist gering, die Lenkung wirkt präzise. Und trotz dieser recht sportlichen Auslegung ist der Zafira kein unkomfortables Fahrzeug.

Keine Preisanhebung

Wie bisher, ist das Zafira-Einstiegsmodell mit einem 115 PS starken 1,6-Liter-Benziner ausgerüstet. Wie bisher verlangt Opel hierfür mindestens 21.210 Euro. Trotz dezenter Modernisierungen bleibt der Preis für den Kompaktvan also unverändert. Den 1.7 CDTI gibt es ab 23.720 Euro in der 110 PS starken Variante. Das von uns gefahrene Modell mit 125 PS kostet 24.800 Euro. Während die Sicherheitsausstattung für die Basisversion bereits sehr umfangreich ist, muss man für viele Komfortdetails hingegen Aufpreis zahlen. Ab Februar 2008 ist der Zafira im Handel.

Fazit

Der Zafira II ist auch nach fast drei Jahren noch ein besonders attraktiver Kompaktvan. Opel hat dennoch Hand angelegt und in einigen Details Verbesserungen vorgenommen. Der Feinschliff steht dem Siebensitzer gut. Höhepunkt ist aber der 125 PS starke 1,7-Liter-Dieselmotor. Er kann mit Kultiviertheit und ordentlichen Fahrleistungen bei angemessenem Verbrauch punkten. Störend ist allein sein etwas schwergäniges Sechsgang-Schaltgetriebe. Das Erfreuliche: Trotz einiger Detailverbesserungen bleibt der Preis für den Zafira vorläufig unverändert.

 

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