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Gebrauchtwagen-Kaufberater: Cabriokauf

Gebrauchtwagen-Kaufberater: Cabriokauf

Gut abgedeckt

15.04.2015

Beim Kauf eines gebrauchten Cabrios gibt es - neben den üblichen Fallen eines Erwerbs aus Vorbesitz - einige spezielle Dinge zu beachten. Zum einen sollte natürlich das Verdeck einer besonderen Prüfung unterzogen werden. Zum anderen aber auch der Vorbesitzer.

Verdeck in Schuss?

Unbedingt sollte man die Funktion von Metall- oder Stoffdach testen bei Regen fährt man in eine Garage, unter eine Brücke oder an eine überdachte Tankstelle. Es darf nichts haken, das Verdeck sollte sich mühelos öffnen und schließen lassen. Hat sich das Gestänge verzogen, kann eine teure Reparatur die Folge sein. Knickstellen im Verdeck verschleißen schnell, hier besonders gut hinsehen. Den Nähten sollte man ebenfalls einen kritischen Blick widmen. Ein Indiz für ein undichtes Dach oder poröse Dichtungen (insbesondere die Dichtung am Übergang zwischen Heckscheibe und Dach überprüfen) ist Feuchtigkeit im Innen- oder im Kofferraum. Die äußert sich oft durch einen muffigen Geruch, weshalb es sinnvoll ist, Türen und Fenster eine Weile zu schließen und zu schnuppern, ob sich ein Modergeruch ausbreitet.

Wer sich unsicher ist, ob der Verkäufer ehrliche Angaben zur Dichtigkeit des Verdecks gemacht hat, fährt mit dem Auto testweise in die Waschanlage. Muss ein Cabriodach neu bezogen werden, kostet das je nach Modell und Anbieter schnell 1500 Euro. Deshalb auch auf die Heckscheibe achten, sie ist oft aus Kunststoff, hat Knicke und Kratzer oder ist schon blind. Zwar lässt sie sich austauschen, das ist aber oft mit relativ viel (Kosten-) Aufwand verbunden.

Nach Möglichkeit sollte man das Cabrio sowohl offen als auch geschlossen testen und zwar auch in etwas schnellerer Gangart. So merkt man, ob das Fahrgefühl ohne Verdeck den eigenen Vorstellungen entspricht und auch, wie laut das Auto mit und ohne Dach ist.

Sonderbehandlung tut am besten

Gebrauchtwagen-Kaufberater CabriokaufNicht zuletzt sollte auch der Vorbesitzer in die Pro-und-Contra-Liste miteinbezogen werden. Weil Cabrios Spaßautos sind, werden sie oft nur einen Sommer gefahren und dann wieder verkauft also nicht besonders gut gepflegt. In solchen Fällen besteht möglicherweise ein Wartungsstau. Die Rechnungen für den letzten Ölwechsel oder die letzte Inspektion sollte der Vorbesitzer zeigen können. Auch ein offenes Auto, das im Winter gefahren wurde oder draußen stand, ist höchstwahrscheinlich nicht so gut erhalten wie eines mit Winterquartier.

Denn gerade Cabrios mit Stoffverdeck leiden bei Dauerregen, Eis und Schnee. Deshalb sollte man sich bei der Anschaffung bereits Gedanken über einen Stellplatz im Winter machen. Kosten für Kfz-Steuer und Versicherung sparen kann man mit einem Saisonkennzeichen, dann fällt auch das An- und Abmelden weg. In der Pause ist allerdings selbst Parken auf der Straße tabu. (as/sp-x)

 
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