Auto Glossar - AutoScout24: Autoreifen

Autoreifen

Als oft vernachlässigte, aber dennoch entscheidende, Komponente bei einem Fahrzeug, können Autoreifen bezeichnet werden. Die Autoreifen sind mehr als nur Gummiprodukte, sie sind maßgeblich für den Fahrbahnkontakt und das Fahrverhalten zuständig.

In der Automobilbranche unterscheidet man drei verschiedene Reifentypen, die sich nach der Jahreszeit differenzieren. Neuwagen werden stets mit Sommerreifen ausgeliefert. Dieser Reifentyp ist auf den Straßen auch am weitesten verbreitet. Moderne Sommerreifen besitzen einen besonders niedrigen Rollwiderstand und sorgen damit für eine optimale Effizienz. Dies fördert die Einsparung von Kraftstoff und reduziert Abrollgeräusche. Des Weiteren müssen gute Sommerreifen über die Fähigkeit verfügen, sowohl auf trockener Straße als auch auf nasser Straße zu funktionieren. Breite Rillen sorgen für eine optimale Wasserverdrängung und steife Profilblöcke für ein optimales Traktionsverhältnis bei trockener Straße. Die Rillen bzw. das Profil ist so aufgebaut, dass das Wasser wie durch Kanäle zur Seite hin ablaufen kann. Dies reduziert die Neigung zum Aufschwimmen und damit die Neigung zum Aquaplaning. Sommerreifen werden unterschiedlich ausgelegt. Ausgewogene Sommerreifen bieten ein Höchstmaß an Komfort, Sicherheit und Effizienz. Sportliche Modelle sind dagegen breiter und flacher. Auch die Gummimischung ist weicher, was zu einer erhöhten Griffigkeit führt. Im Umkehrschluss haben breite Sportreifen Nachteile bei Nässe und der Effizienz. Auch die Langlebigkeit ist durch den niedrigen Reifenquerschnitt geringer. Als weitere Gattung bieten einige Hersteller so genannte Ultra High Performance Reifen an. Diese besitzen eine Straßenzulassung, sind aber für maximale Traktion auf trockener Straße ausgelegt. Entsprechend sind diese Modelle was für Hobbyrennfahrer mit regelmäßigen Besuchen auf einer Rennstrecke. Bei Nässe ist höchste Vorsicht geboten, da das Verdrängungspotenzial bei den slickähnlichen Reifen eingeschränkt ist.

Spezialisten für schlechte Witterungsverhältnisse und den Winter sind Winterreifen. Diese besitzen eine weichere Profilmischung und ein gröberes Profil. Entsprechend sind diese Reifen nicht ganz so Effizienz, da sie einen höheren Rollwiderstand aufweisen. Auch der Geräuschpegel nimmt zu. Bei Temperaturen von weniger als sieben Grad haben Winterreifen durch das weiche Profil Traktionsvorteile. Deshalb sollte man als gewissenhafter Autofahrer zwei Reifensätze zur Verfügung haben. Des Weiteren kann die Versicherung bei einem Unfall im Winter mit Sommerreifen eine Teilschuld an den Fahrer und Verursacher abwälzen. Wer mit zwei Reifensätzen unterwegs ist, der minimiert auch den Verschleiß. Ab einer Temperatur von mehr als sieben Grad haben Winterreifen einen deutlich höheren Abrieb. Schnelle Autobahnfahrten erhitzen den Reifen weiter. Aus diesem Grund sollte man den Winterreifen nicht länger als nötig fahren.

Die dritte Gattung unter den Autoreifen nennt sich Allwetterreifen oder auch Ganzjahresreifen und stellt eine Mischung aus Sommer- und Winterreifen dar. Hier wird versucht die Vorteile der Reifentypen zu vereinen. Das Resultat ist ernüchternd, denn Allwetterreifen funktionieren sowohl im Winter als auch im Sommer schlechter als die Spezialisten. Bei einem Verschleiß, der zwei Reifensätze rechtfertigt.

 

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