Auto Glossar - AutoScout24: Betriebserlaubnis

Betriebserlaubnis

Damit ein Fahrzeug in Deutschland ordnungsgemäß angemeldet und betrieben werden kann, muss eine Betriebserlaubnis vorliegen. Der Fahrzeugschein ist praktisch die Betriebserlaubnis. In ihm sind Dinge wie Leistung, Höchstgeschwindigkeit und Reifengrößen hinterlegt. Die Betriebserlaubnis erlischt, wenn das Fahrzeug keine gültige TÜV-Plakatte besitzt oder technisch umgerüstet wurde. Jede bauliche Veränderung am Fahrzeug benötigt entsprechend einen Nachweis.

Es gibt zwei unterschiedliche Nachweisarten, die entsprechend unterschiedlich gehandhabt werden. Die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) wird Anbauteilen beigelegt, die ohne weitere Veränderungen an das Fahrzeug montiert werden können. Die ABE gilt nur für das jeweilige Bauteil mit der in der ABE vermerkten Nummer und dem explizit beschriebenen Fahrzeugtyp. Beispielsweise besitzen einige Alufelgen eine ABE, wenn sie den serienmäßigen Abmessungen entsprechen oder Auspuffanlagen wenn sie sich ebenfalls im Bereich der Serienlautstärke bewegen. Die ABE muss im Fahrzeug mitgeführt werden und ist auf Verlangen vorzuzeigen. Auch eine Hauptuntersuchung ist nur dann erfolgreich, wenn für das Anbauteil eine entsprechende ABE vorliegt.

Ein Teilegutachten liegt Teilen bei, die das Fahrzeug in seinen Eigenschaften verändern oder Nacharbeiten erforderlich machen die die Sicherheit beeinflussen und von einem technischen Prüfer kontrolliert werden müssen. Als Beispiel werden dabei immer wieder besonders große und breite Felgen genannt. Zur Verwendung müssen oftmals Karosseriearbeiten durchgeführt werden, damit die Reifen nicht schleifen. Dies wird vom TÜV abgenommen und schriftlich festgehalten. Diese Eintragung kostet rund vierzig Euro. Leistungssteigerungen sind ebenfalls immer eintragungspflichtig, da sie Leistung und Höchstgeschwindigkeit verändern. In diesem Fall muss sogar ein geänderter Fahrzeugschein ausgestellt werden.

ABE und Teilegutachten sind immer nur für das entsprechende Teil in Verbindung mit dem serienmäßigen Fahrzeugzustand gültig. Geht den breiten Felgen beispielsweise eine Tieferlegung voraus, muss diese Kombination gesondert begutachtet und neu eingetragen werden.
Nicht mit einer Betriebserlaubnis versehene Bauteile führen bei einer Kontrolle zu einem Bußgeld von fünfzig Euro und drei Punkten im Verkehrszentralregister. Die Polizei darf das Fahrzeug stilllegen. Im Falle eines Unfalls kann die Versicherung die Kostenübernahme verweigern.

 

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