Auto Glossar - AutoScout24: Chiptuning

Chiptuning

Das Verlangen nach mehr Leistung am Fahrzeug ist ungebrochen. Das Chiptuning bietet die Möglichkeit, das etwas zu schwach geratene Fahrzeug, sehr einfach etwas mehr Kraft zu verleihen. Jedoch nur wenn die Voraussetzungen stimmen und man sich der Mehrbelastung für die Komponenten bewusst ist.

Das Chiptuning erfolgt bei modernen Fahrzeugen mit OBD-Schnittstelle über die Diagnosebuchse. Hier liest der Tuner die originalen Fahrzeugdaten aus und ändert diese individuell auf einem Prüfstand. Nach abschließender Modifizierung wird die neue Motorsoftware wieder in das Steuergerät geladen und das Fahrzeug besitzt ein Plus an Leistung. Eine individuelle Abstimmung auf dem Prüfstand ist die beste Methode, um die verborgenen Reserven des Fahrzeugs auszuloten.
In der Regel wird jedoch eine vorgefertigte Software auf das Motorsteuergerät gespielt. Diese Software wurde an einem Referenzfahrzeug geschrieben und wird so bei baugleichen Modellen eingesetzt.

Die besten Voraussetzungen für ein Chiptuning bringen Fahrzeuge mit einem Turbolader mit. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Fahrzeug mit Diesel oder Benzin betrieben wird, die haltbare Leistungsausbeute ist bei beiden Varianten nahezu identisch. Im Wesentlichen wird der Ladedruck des Turboladers angehoben und weitere Parameter angepasst. Mit einem Plus von rund 20% sollte man bei einem seriösen Tuning rechnen. Dieser Wert ist mit den serienmäßigen Bauteilen auch noch vereinbar, auch wenn diese auf Grund der Mehrleistung stärker belastet sind. Der Hersteller plant jedoch Haltbarkeitsreserven ein, die bei einem seriösen Tuning nicht überschritten werden. Vor allem bei Dieselfahrzeugen ist der Drehmomentanstieg problematisch, da der Antriebsstrang deutlich stärker und vor allem dauerhaft belastet wird. Fahrzeuge mit Saugmotor können eine Steigerung von 3-5 Prozent erwarten, dies ist kaum spürbar.

Da Chiptuning von außen völlig unsichtbar ist und auch bei der Hauptuntersuchung nicht auffällt, lassen viele ihr Fahrzeug ohne TÜV-Abnahme tunen. Dies kann aber vor allem bei einem Unfall problematisch werden, denn Gutachter können mit dem richtigen Equipment sehr schnell feststellen ob das Fahrzeug mehr Leistung hat. Ist die Mehrleistung nicht eingetragen verliert das Fahrzeug die Betriebserlaubnis und damit den Versicherungsschutz. Auch beim Wiederverkauf muss das Chiptuning offen angegeben werden, ansonsten droht eine Anzeige wegen Täuschung.

 

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