Chopper/Crusier
Chopper
Der Motorradtypus des Choppers entstand Ende der 1940er Jahre, als einige Besitzer von Harley-Davidson-Maschinen damit begannen, diese nach eigenem Geschmack umzubauen. Dabei wurden alle überflüssigen Bestandteile, allen voran Verkleidungen und Schutzbleche, abmontiert. Dadurch sparte man vor allem Gewicht und konnte die Geschwindigkeit der Maschine erhöhen. Das ursprüngliche Konzept eines Choppers lag also darin, das Aussehen eines Serienmodells individuell an den eigenen Stil anzupassen. Mittlerweile erfreuen sich Chopper bei Zweiradfans einer außerordentlichen Beliebtheit. Selbst von Laien werden die Chopper-Maschinen aufgrund ihrer charakteristischen Optik leicht erkannt.
Motorräder werden in der Regel dann als Chopper bezeichnet, wenn diese über eine lange und vergleichsweise flach angestellte Vorderradgabel verfügen. Die lange Gabel gilt als das charakteristische Bauteil einer jeden Chopper-Maschine. Ein weiteres klassisches Merkmal, das den Stil eines Choppers ausmacht, ist der hohe Lenker. Auch die Fußrastenanlage ist bei einem Chopper sehr weit vorne angebracht. Der Fahrer nimmt auf einem Chopper daher eine relativ niedrige Sitzposition ein. Der Begriff des Choppers hängt eng mit der Marke Harley-Davidson zusammen. Zunächst wollte vor allem Harley-Davidson nicht mit den modifizierten Motorrädern in Verbindung gebracht werden. Der entscheidende Grund hierfür lag in der Verbreitung dieser Maschinen im kriminellen Milieu. Erst Ende der 1980er Jahre begann auch der bekannteste Motorradhersteller der Welt damit, erste charakteristische Elemente der Choppers auch in die Fertigung der Serienbikes einzubeziehen. So entwickelte man eine Softail-Hinterradfederung, mit der die Optik eines ungefederten Starrrahmens imitiert wurde. Einige Jahre später bot Harley-Davidson dann auch wieder Springergabeln an.
Durch das charakteristische Design einer Chopper-Maschine ergeben sich einige Nachteile. So ist das Kurvenfahren aufgrund des langen Radstandes schwieriger als bei herkömmlichen Motorrädern. Zudem verfügen Chopper häufig auch über eine sehr hart eingestellte Federung. In Verbindung mit der ungemütlichen Sitzposition kann sich so schnell ein recht unkomfortables Fahrerlebnis einstellen.
Cruiser
Cruiser zeichnen sich durch einige stilbildende Merkmale aus. Hier sind vor allem ein langer Radstand sowie eine breite Bereifung zu nennen. Weitere Merkmale, die den Stil eines Cruisers prägen, sind der großflächige Kotflügel sowie ein breiter Lenker. Zudem verfügen Cruiser häufig auch über großvolumige Motoren. In der Regel sind solche Motorräder mit zweizylindrigen Motoren ausgestattet, für die besonders das hohe Drehmoment bereits im niedrigen Drehzahlbereich charakteristisch ist. Diese Motorenausstattung ermöglicht dem Fahrer ein ruhiges aber dennoch kraftvolles Fahrerlebnis. Allerdings finden sich auch einige Ausnahmen, die mit anderen Motoren ausgerüstet sind. So setzt Honda bei seinen Cruisern stets sechszylindrige Boxermotoren ein. Generell existieren sowohl Leichtkrafträder als auch Maschinen mit großem Hubraum im Cruiserstil. Gerade die Maschinen mit großem Hubraum sind häufig recht schwer und nicht leicht zu handeln, dementsprechend sollten sich Einsteiger eher für eine leichte Maschine mit geringerem Hubraum entscheiden.
Durch die weit vorne an der Maschine angebrachten Trittbretter sitzt der Fahrer auf einem Cruiser vergleichsweise aufrecht. Durch den Umbau von serienmäßigen Cruisern entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts auch die ersten Chopper. Im Gegensatz zu den Choppern eignen sich die Cruiser sehr gut auch für längere Touren. Häufig sind die Maschinen bereits ab Werk mit typischem Zubehör für längere Motorradtouren, wie beispielsweise Windschutzscheibe, Packtaschen, Zusatzscheinwerfer oder Sturzbügel, ausgestattet. So bieten Cruiser ein wesentlich entspannteres Fahrerlebnis als Chopper.