Auto Glossar - AutoScout24: Diesel

Diesel

Dieselkraftstoff wird umgangssprachlich oft als Diesel bezeichnet. Der Kraftstoff wurde nach dem Erfinder des Dieselmotors Rudolf Diesel benannt. Diesel wird genauso wie alle anderen fossilen Kraftstoffe aus Erdöl destilliert und besteht daher aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen. Hauptsächlich besteht Diesel aus Alkanen, denen Alkene und aromatische Verbindungen beigemischt werden. Im Vergleich zu Benzin hat Diesel eine höhere Dichte und einen höheren Siedepunkt. Dadurch ist der Wirkungsgrad etwas höher. Das ist auch der Grund, weshalb Dieselmotoren in der Regel weniger Kraftstoff verbrauchen.

Der wichtigste Faktor beim Diesel ist die Cetanzahl. Die Abkürzung dafür lautet CZ. Sie gibt Aufschluss über die Zündwilligkeit des Kraftstoffes. Beim Dieselmotor wird der Kraftstoff in die verdichtete Luft im Brennraum des Zylinders unter einem hohen Druck eingespritzt. Die darauffolgende Selbstentzündung des Diesels löst den Arbeitstakt im Motor aus. Deshalb ist es wichtig, einen Kraftstoff zu verwenden, der sehr zündwillig ist. Die Cetanzahl wird in einem genormten Motor ermittelt. Ältere Dieselmotoren, die noch mit einer Vorkammereinspritzung arbeiten, benötigen Diesel mit einer Cetanzahl von 40. Moderne Motoren, die mit dem Pumpe-Düse-System oder Common-Rail arbeiten, benötigen Dieselkraftstoff mit einer Cetanzahl von 50.

Im Diesel sind auch einige paraffinische Kohlenwasserstoffe. Diese können im Winter bei niedrigen Temperaturen Kristalle bilden und dadurch die Leitungen und Filter verstopfen. Das hat zur Folge, dass der Motor nicht mehr läuft. Um solchen Ausfällen vorzubeugen, ist es erforderlich, dem Kraftstoff Additive beizumischen. Die Kristallbildung setzt aber erst bei Temperaturen von unter – 15 Grad Celsius ein. Bei den meisten Tankstellen sind solche Additive in den Wintermonaten schon standardmäßig im Kraftstoff enthalten.

Ein großer Nachteil beim Diesel ist, dass bei der Verbrennung im Motor sehr viel Ruß entsteht. In den Abgasen sind in etwa 100 Mal so viele Rußpartikel wie im Ottokraftstoff. Diese Rußpartikel stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Aus diesem Grund sind neue Dieselmotoren mit Rußpartikelfilter ausgerüstet. Sie absorbieren bis zu 99,9 % der schädlichen Partikel.

 

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