Auto Glossar - AutoScout24: Dieselmotor

Dieselmotor

Der Dieselmotor ist im Jahre 1892 von Rudolf Diesel erfunden worden. Er arbeitet nach dem Prinzip der Selbstzündung. Das heißt, es ist keine Zündkerze erforderlich, um das Kraftstoff-Luft-Gemisch zu entzünden. Die Luft wird im Ansaugtakt angesaugt und im Verdichtungstakt sehr hoch verdichtet. Durch die Kompression erhöht sich die Temperatur der Luft auf ca. 700 – 900 Grad Celsius. In diese heiße Luft wird dann der Dieselkraftstoff mittels Einspritzdüse eingespritzt und sehr fein zerstäubt. Dadurch entzündet sich das Gemisch. Durch die Verbrennung entsteht ein hoher Verbrennungsdruck, der auf den Kolben wirkt und ihn abwärts bewegt. Das ist dann der eigentliche Arbeitstakt. Im vierten Takt werden dann die Abgase durch das Auslassventil in den Auspuff befördert.

Dieselmotoren unterscheiden sich durch das Einspritzverfahren. Ältere Motoren arbeiten mit einer sogenannten Vorkammereinspritzung. Dabei wird der Kraftstoff nicht direkt in den Brennraum gespritzt, sondern in einen kleinen Brennraum oberhalb des Zylinders. Dort findet die Zündung statt und leitet die Verbrennung im Brennraum ein. Neuere Dieselmotoren haben eine Direkteinspritzung. Dabei wird der Kraftstoff direkt in den Brennraum gespritzt. Dazu ist ein höherer Einspritzdruck nötig. Moderne Dieselmotoren arbeiten mit dem Pumpe-Düse-System oder mit der Common-Rail-Einspritzung. Beim Pumpe-Düse-System bilden die Einspritzpumpe und die Einspritzdüse eine Einheit. Dadurch ist ein sehr hoher Einspritzdruck von bis zu 2000 bar möglich. Beim Common-Rail-Verfahren befindet sich entlang des Zylinderkopfes ein Vorratsbehälter, in dem der Dieselkraftstoff ständig unter einem hohen Druck von ca. 1200 bar gehalten wird. Der Einspritzvorgang findet dann über Injektoren statt. Diese werden elektronisch gesteuert und können pro Arbeitstakt mehrere Einspritzvorgänge ausführen. Dadurch wird die Verbrennung optimiert.

Dieselmotoren haben einen höheren Wirkungsgrad wie Ottomotoren. Deshalb ist der Kraftstoffverbrauch auch geringer. Bei der Verbrennung von Diesel entstehen aber gesundheitsschädliche Rußpartikel. Diese werden in neueren Motoren von Rußpartikelfiltern um bis zu 95 % reduziert.

 

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